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Ludwig Marcuse, Dieter Lamping (Hg.)  |  Wie alt kann Aktuelles sein?  |  Hardcover Leinen, 600 Seiten | € (D) 24.90 / sFr 43.90* / € (A) 25.60

Hardcover Leinen, 600 Seiten
Erschienen in Sept. 1989

ISBN 978-3-257-01825-7
(D) 24.90 / (A) 25.60
sFr 43.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Ludwig Marcuse
Wie alt kann Aktuelles sein?

Literarische Porträts und Kritiken
Herausgegeben von Dieter Lamping

Es gilt an den klugen, gerechten, mutigen Literaturkritiker zu erinnern, der vielleicht nur deshalb kein Kritikerpapst geworden ist, weil er überhaupt gegen Päpste war: ein immer engagierter und argumentierender, undogmatischer Kritiker, wie es sie heute nicht mehr gibt. Wie vieles über (und von) Ludwig Marcuse hat man heutzutage auch vergessen, daß er ein großer Kritiker war. Er hat Hunderte von Rezensionen geschrieben: über philosophische und psychologische Bücher (von Bloch und Jaspers bis zu Wilhelm Reich und Anna Freud), besonders aber über literarische Neuerscheinungen. Marcuse hat als einer der ersten Musils ›Mann ohne Eigenschaften‹ besprochen, mit Brecht über das epische Theater gestritten, gegen George polemisiert; er hat jedes Buch von Joseph Roth besprochen, nach dem Krieg hat er sich unermüdlich für Exil-Autoren wie Heinrich Mann und Alfred Döblin eingesetzt; gleichzeitig beobachtete Marcuse auch immer die neueste Literatur, in den sechziger Jahren rezensierte er Bücher u.a. von Böll, Dürrenmatt und Grass, Henry Miller und Simone de Beauvoir.

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»Doch für den Leser am interessantesten ist die Feststellung, bei der Wiederbegegnung mit diesem so sympathischen Autor die dargebotenen Texte ›aktuell‹ wie am ersten Tag zu finden.«Die Presse

»Der Philosoph und Literat Ludwig Marcuse war Zeit seines Lebens auch ein brillant formulierender Kritiker. Seine Artikel und Porträts, das zeigt die Lektüre dieses Sammelbandes, sind keineswegs nur für den Tag geschrieben worden: Der Leser ist gefesselt von Marcuses kritischem Scharfblick.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Eine aufschlußreiche Ausgabe, in der ein unbestechlicher Geist konzentriert und kenntnisreich Bilanz zieht. Die gelungene Auswahl erinnert an einen Schriftsteller, der sein Ideal als Kritiker in der ›Identität von radikaler Subjektivität und extremer Sachlichkeit‹ sah.«Hamburger Abendblatt

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