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Joachim Ringelnatz

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Joachim Ringelnatz

Autor

Joachim Ringelnatz (eigtl. Hans Bötticher), 1883 in Wurzen geboren, bereiste als Seemann nach seinem Rausschmiss aus dem Gymnasium 22 Länder. 1909 entdeckte er in München das Künstlerlokal Simplicissimus und der ›Simpl‹ ihn: Er wurde zum Hausdichter und begann Songs in der Tradition Villons, Groteskgedichte und zarteste Balladen zu veröffentlichen. Nach dem Ersten Weltkrieg trug der Leutnant a. D. als Kabarettist seine Gedichte in ganz Deutschland vor. 1933 erhielt Ringelnatz Auftrittsverbot, er verarmte und starb im Jahr darauf an einer Lungenkrankheit.

»Der Ringelnatz-Ton ist unverkennbar, doch auf das gleiche Lebensgefühl gestimmt, das aus den Versen seiner reimenden Kollegen Frank Wedekind, Christian Morgenstern, Kurt Tucholsky, dem frühen Bert Brecht und später Erich Kästner spricht. Skurriler Witz, Nonsens, beißende Satire, schwarzer Humor, erotische Derbheit und zarte Melancholie. Das Milieu: kleine Bürger, kleine Ganoven, kleine Mädchen, Hafenkneipen und Bordelle. Die großen Gefühle hat er in kleine Formen gegossen, die Schwermut in Leichtsinn und in den kleinen Dingen die Poesie entdeckt.«Kurier

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