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Mathias Greffrath  |  Montaigne heute  |  Hardcover Leinen, 416 Seiten | € (D) 24.90 / sFr 35.90* / € (A) 25.60

Hardcover Leinen, 416 Seiten
Erschienen im Juli 1998

ISBN 978-3-257-06162-8
(D) 24.90 / (A) 25.60
sFr 35.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Mathias Greffrath
Montaigne heute

Leben in Zwischenzeiten

Es gibt Bücher, die auch nach Jahrhunderten noch frisch sind wie am ersten Tag – die ›Essais‹ von Montaigne gehören zu ihnen. In Greffraths Montaigne-Universum wird uns der Franzose aus dem 16. Jahrhundert zum Zeitgenossen, sein Buch zum Logbuch, das auch unsere Lebensreise begleiten und bereichern kann.

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Die ›Essais‹ von Michel de Montaigne ›liest‹ man nicht einfach: Man ›begegnet‹ ihnen. Mathias Greffrath begegnet Montaigne wie einem väterlichen Freund – mit dem man über alles sprechen kann. Unbefangen nimmt er von ihm, was ihm brauchbar erscheint für unseren eigenen Umgang mit der Welt und mit uns selber. So macht er Gebrauch von eben jener Freiheit, die Montaigne für sich selbst in Anspruch nahm. Montaignes Essais erweisen sich auch nach Jahrhunderten noch so frisch wie am ersten Tag. Greffraths Buch erschien erstmals 1984 und gab dadurch den Anstoß zu einer neuen Beschäftigung mit Montaigne in einer Zeit – unserer Zeit –, die in vieler Hinsicht ebenso schwankend und unsicher erscheint wie die Epoche des Renaissance-Menschen: eine Zeit der Übergänge, eine Zwischenzeit. So erlaubt sich Mathias Greffrath auch, dort weiterzudenken, wo Montaigne einen Punkt setzte: Zwischen die Auszüge aus Montaignes Essais schiebt er acht eigene Essays, die immer wieder der Frage nachgehen: Wie soll man heute leben? Was sagt uns Michel de Montaigne heute? In Greffraths Montaigne-Universum wird uns der Franzose aus dem 16. Jahrhundert zum Zeitgenossen, sein Buch zum dauerhaften Begleiter.

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»Greffraths kommentierte Auswahl der ›Essais‹ macht die Aktualität Montaignes deutlich. Er führt spannend, lebendig und anschaulich in die Zeit Montaignes ein.«Eyes on books

»Eine Fundgrube für streßgeplagte Menschen unserer Zeit.«foglio

»Die Besonderheit der Philosophie Montaignes liegt darin, daß sie kaum über einen systematischen Kamm geschoren werden kann. Dem Leser begegnet ein klarer Verstand, der mit Skepsis und Philanthropie vor allem über das seltsame Wesen Mensch nachdenkt. Daß Montaignes 16. Jahrhundert wie das unsrige eine ›Zwischenzeit‹ ist und wir nicht zuletzt deshalb einiges aus der Lektüre ziehen können, zeigt der Co-Autor Greffrath in seinen lehrreichen Essays.«Max

»Montaigne wollte sich selbst angehen, sich selbst gehören, untauglich sei er, sagte Montaigne, anderen zu dienen: ›Ich tauge nur für mich selbst‹; und er handelte entsprechend. Im Jahr 1571 zog sich der Adelige, 38jährig, aus allen öffentlichen Ämtern zurück auf Schloß Montaigne nahe Bordeaux, richtete ein Turmzimmer her, schrieb seine Essays oder jene ›einhundertsieben Versuche, sich selbst zu verstehen und richtig zu leben‹, wie Mathias Greffrath, Herausgeber, Biograph und gelehriger Schüler Montaignes, es formuliert, und er war so klug, so frei und wahrhaftig, so weltfromm und unbefangen, vernünftig und sinnlich, so skeptisch und offen, daß uns noch heute das Glück ankommt, wenn wir ihn lesen. Mathias Greffraths Montaigne-Führer macht dieses Glück vollkommen. Greffraths acht Aufsätze, die hier im Wechsel mit zehn Montaigneschen Essays vorliegen, sind nicht nur Annäherungen an den vielleicht freiesten Menschen, der je schreibend sich vergewissert hat seines flüchtigen Selbst und der chaotischen Welt; es sind ebenso ›Essays‹ wie die des Vorgängers und Meisters: ›Übungsstücke‹ im Aushalten der unsrigen, der gegenwärtigen Gewißheit der Ungewißheit. Was können wir von ihm lernen, fragt Greffrath und zeigt, was er selbst gelernt hat und daß es nun an uns, den Lesern, ist, Montaigne weiterzuschreiben und -leben. Denn ›die vornehmste Pflicht‹, schreibt Montaigne, ›die jeder von uns hat, ist, sein eigenes Leben zu führen; deswegen sind wir hier ... Es reicht, sich das Gesicht zu pudern; müssen wir uns auch noch die Seele pudern?‹«Norddeutscher Rundfunk

»Er wird bestaunt wie ein Wunder, jener Michel de Montaigne, der 1533 geboren wurde und seiner Zeit ein derart scharfsinniges und intelligentes Werk hinterlassen hat, daß wir heute noch mit größtem Gewinn darin lesen. Eine Auswahl ist hier vorzufinden, Mathias Greffrath macht sich dazu kluge Gedanken für kluge Menschen.«Salzburger Nachrichten

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