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Bernhard Schlink  |  Die Heimkehr  |  Roman, Hardcover Leinen, 384 Seiten | € (D) 19.90 / sFr 28.90* / € (A) 20.50

Roman, Hardcover Leinen, 384 Seiten
Erschienen im März 2006

ISBN 978-3-257-06510-7
(D) 19.90 / (A) 20.50
sFr 28.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Bernhard Schlink
Die Heimkehr

Im Fragment eines Heftchenromans über die Heimkehr eines deutschen Soldaten aus Sibirien entdeckt Peter Debauer Details aus seiner eigenen Wirklichkeit. Die Suche nach dem Ende der Geschichte und nach deren Autor wird zur Irrfahrt durch die deutsche Vergangenheit und offenbart auch Peter Debauers Geheimnisse.

Mehr zum Inhalt

Peter Debauer, der Ich-Erzähler des Romans, verbringt als Kind die Ferien bei den Großeltern in der Schweiz. An den Abenden sitzt er mit ihnen am Tisch und liest, während sie die Heftchenromane edieren und korrigieren, mit denen sie ihr Geld verdienen. Da Papier in den 50er-Jahren teuer ist, bekommt er die Korrekturbögen als Sudelpapier – mit dem Verbot, die Rückseiten zu lesen. Eines Tages tut er es doch und liest von der Irrfahrt und Heimkehr eines deutschen Soldaten aus Sibirien, seiner Suche nach seiner Frau. Als der Soldat schließlich die Stadt, das Haus, die Wohnung findet und seine Frau die Tür aufmacht, steht ein anderer Mann neben ihr und trägt sie dessen Kind auf dem Arm. Er ... Nein, Peter Debauer erfährt nicht, was dann passiert. Er hat die Korrekturbögen mit dem Ende des Romans schon beschrieben, bekritzelt und weggeworfen. Jahre später fällt ihm die Geschichte wieder ein, und er will das Ende wissen. Aus der Suche nach dem Ende der Geschichte wird die Suche nach deren Autor. Nach einem Mann, der immer wieder verstanden hat, seine Spuren zu verwischen. Der unter verschiedenen Identitäten gelebt und verschiedene Karrieren gemacht und ein eigenwilliges Verhältnis zu den Furchtbarkeiten des 20. Jahrhunderts entwickelt hat. Dabei begegnet Peter Debauer sich selbst. Aus der Suche nach dem Ende der Irrfahrt des Soldaten wird seine eigene Odyssee, die Suche nach seiner Herkunft und Heimkehr und nach der Frau, die er liebt.

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»›Die Heimkehr‹ entwickelt einen magischen Sog. Abermals erweist sich Schlink als glänzender Erzähler, der virtuos Milieus zu schildern vermag; wunderbar die Kindheitsszenen, bewegend-melancholisch die eingebettete Liebesgeschichte, geistreich die eingestreuten Reflexionen. Ein fesselndes, ein bezwingendes Buch.«Frankfurter Neue Presse

»Wie im ›Vorleser‹ fasziniert Schlink mit schnörkelloser Prosa. Das Buch überrascht den Leser immer wieder. Wie geht man mit verdrängter Schuld um, wie kann man sich gegen das bewußte und unbewußte Vergessen behaupten, wie gelangt man in ein Leben der Wahrhaftigkeit? Diese Fragen beschäftigen die Protagonisten des Buches genauso wie den Autor und seine Leser. Schlinks Roman ist ein großer Wurf, mitten hinein in die Welt, in der jeder sich nach Heimkehr sehnt.«Neue Presse

»Bernhard Schlink ist kein Mann für die einfachen Geschichten. Seine Romane sind immer alles. Liebesgeschichten, Krimis, moralische Traktate, Deutschlandbilder, kompliziert konstruiert, aber von unglaublicher Eleganz und Präzision. Das gilt auch für sein jüngstes Buch ›Die Heimkehr‹. Schlink ist Spezialist für brüchige Biographien, die sich auf unvergleichliche Weise mit den bundesrepublikanischen Zeitläuften verbinden. Zudem baut kaum ein anderer Autor so viele Querverweise auf den Kanon abendländischen Wissens ein wie Bernhard Schlink. Er schafft es mit seiner von vornehmer Melancholie durchzogenen Sprache, eine Atmosphäre zu schaffen, die das Wesen des Lebens in seiner Einfachheit zeigt.«Freie Presse

»Lange erwartet, wirklich hervorragend: ›Die Heimkehr‹ ist mindestens so gut wie ›Der Vorleser‹. Jetzt ist er endlich da, der neue Roman und würdige ›Vorleser‹-Nachfolger ›Die Heimkehr‹. Da steckt alles drin, was Schlink schon einmal so erfolgreich gemacht hat: eine kluge Analyse des Bösen, die Geschichte einer Liebe, und das alles erzählt in schöner Prosa, die in der deutschen Gegenwartsliteratur ihresgleichen sucht.«Brigitte

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