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Andrea De Carlo  |  Techniken der Verführung  |  Roman, Taschenbuch, 432 Seiten | € (D) 10.90 / sFr 16.90* / € (A) 11.30

Roman, detebe 22783, 432 Seiten
Erschienen im Aug. 2009

ISBN 978-3-257-22783-3
(D) 10.90 / (A) 11.30
sFr 16.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Andrea De Carlo
Techniken der Verführung

Ein junger Autor zwischen der Frau, die er liebt, und dem Literaten, den er bewundert und der ihn fördert: In diesem modernen Künstlerroman wird das Schriftstellerdasein zum Abenteuer. Unter De Carlos Feder entsteht ein spannendes und scharfes Bild des heutigen – korrupten – Italien: Der Leser blickt hinter die Kulissen und erfährt Aufschlussreiches über das Innenleben von Redaktionsstuben und Literaturbetrieb.

Mehr zum Inhalt

Sicherlich versucht Roberto Bata die attraktive Maria Blini zu verführen. Doch vor allem wird er seinerseits von Marco Polidori zum Schreiben verführt: »Menschenskind, Roberto«, sagte er. »In deinem Alter hatte ich nur jeden zweiten Tag zu essen. Ich wog sechzig Kilo, so mager war ich, fünfzehn weniger als jetzt. Ich spielte Klavier in den Tanzbars in Buenos Aires, klimperte mir die Finger wund und lief hinter jeder Frau her, die mir vor die Augen kam, ich schrieb, wenn ich hätte schlafen sollen, und schlief, wenn ich hätte essen sollen. Was ist bloß aus dieser Welt geworden, wenn einer, der das unverschämte Glück hat, so pointiert schreiben zu können, lieber den Redaktionstrottel macht und Klatsch aus zweiter Hand berichtet, statt das Risiko einzugehen, als Künstler zu leben?« So ermutigt eine der Eminenzen der italienischen Literatur den künftigen, jungen Schriftstellerkollegen. Doch welches Interesse hat der berühmte und geachtete Polidori daran, den bislang Unbekannten zu fördern? Verbindet er irgendwelche Hintergedanken damit? Und warum kann man bei der Zuneigung der Schauspielerin Maria Blini zu unserem jungen Autor nicht nur von amour-passion, sondern auch von amour fatal sprechen? Unter De Carlos Feder entsteht ein ebenso spannendes wie scharfes Bild des heutigen – korrupten – Italiens: ein Italien der politischen Seilschaften und einer regelrechten Literaturmafia. Der Leser blickt hinter die Kulissen von Mailand und Rom und erfährt nicht zuletzt Aufschlußreiches über das Innenleben von Redaktionsstuben und Literaturbetrieb...

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»Ein hervorragendes Buch. Es ist eine bittere Einführung in zynische Lebenswahrheiten, ein präzises Abbild eines Italien, in dem 1991, als das Buch dort erschien, die Bestechungsskandale noch nicht aufgedeckt waren. Erstaunlich, wie anschaulich Andrea De Carlo die Unterschiede zwischen Mailand und Rom, wie genau er die korrupten Methoden der literarischen Gesellschaft, wie direkt er die verwirrten Eindrücke seiner Protagonisten wiedergibt. Es besticht, wie Kritikerjargon, hohle Theorien über Kunst, Rezensionsrituale entlarvt werden - allein dadurch, dass der Autor seine Figuren denken und sprechen lässt.«Der Spiegel

»Mit der Figur dieses gefeierten 45jährigen Schriftstellers gelingt De Carlo das einfühlsame, differenzierte Psychogramm eines Künstlers zwischen Verdrängung und Hellsicht, Charakterlosigkeit und Idealen, Mitmachen und Abgrenzung, Zynismus und dem Ekel davor. Eine intelligente, amüsante, detailgenau erzählte Geschichte, so daß nicht nur der Überraschungscoup am Ende des Buches bewirkt, daß man diesen ›Techniken der Verführung‹ gerne nachgibt.«Die Woche

»Eine zeitgenössische Version von Balzacs ›Verlorene Illusionen‹ oder Heinrich Manns ›Schlaraffenland‹.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Glanz und Elend des Literatur-Betriebs und der Medien-Welt werden am italienischen Beispiel deutlich, aber nicht in einer trockenen, weitschweifigen Abhandlung, sondern in einem lebendigen, abwechslungsreichen, spannungsvollen Roman mit einem überraschenden Ende. Information und Unterhaltung, Spannung und Ironie auf hohem Niveau. Kurz: Solange wir in Europa Autoren wie den 1952 geborenen Andrea De Carlo haben; Schriftsteller, die mit Romanen wie ›Techniken der Verführung‹ das Lesen zum Abenteuer machen, hat die Kunst des Erzählens – allen Skeptikern zum Trotz – noch eine Zukunft!«Norddeutscher Rundfunk

»Der italienische Erfolgsautor Andrea De Carlo, Vertreter einer jungen, ironischen Schriftsteller-Generation, kennt sich aus auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten und im Kulturbetrieb, den er in seinem hinreißenden Roman ›Techniken der Verführung‹ so lustvoll und mit ätzendem Sarkasmus beschreibt.«Nürnberger Nachrichten

»Kritisch, mit viel Witz und Ironie beschreibt De Carlo die Zustände im heutigen, korrupten Italien.«Tages-Anzeiger

»De Carlos Buch, das mit einer vom Leser früh erahnten Pointe endet, fesselt dort, wo es mit lässiger Präzision den Jahrmarkt der intellektuellen Eitelkeiten beschreibt. Und es fasziniert, wo es den abgestandenen Weltschmerz, den indifferenten Lebensekel einer müden Überflußgesellschaft ins Visier nimmt, wie wir sie aus den elegischen Filmen Antonionis kennen.«Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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