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Petros Markaris  |  Balkan Blues  |  Erzählung, Taschenbuch, 224 Seiten | € (D) 9.90 / sFr 14.90* / € (A) 10.20

Erzählung, detebe 23625, 224 Seiten
Erschienen im Juli 2007

ISBN 978-3-257-23625-5
(D) 9.90 / (A) 10.20
sFr 14.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Petros Markaris
Balkan Blues

Aus dem Neugriechischen von Michaela Prinzinger

›Go to Hellas!‹ – neun Geschichten über Athen. Die Fußballeuropameisterschaft ist gewonnen, die Olympiade steht an. Mit neuerwachtem Patriotismus feiern die Griechen ihre Feste, derweil die Einwanderer aus Albanien, Bulgarien und Russland sich durchs Leben schlagen, so gut es eben geht. Auch im Einsatz: Kommissar Charitos.

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Kommissar Charitos wäre am liebsten wie alle Athener draußen auf der Straße, um den EM-Titel zu feiern. Aber er hat anderweitig zu tun. Es brennt an allen Ecken und Enden. Und selbst ein Kommissar wie Charitos kann nicht überall nach dem Rechten sehen. Die meisten Figuren dieser neun Geschichten müssen dies selbst tun – auf ihre Art. Sie kommen vom Balkan und sind auf der Suche nach einem besseren Leben: nach Arbeit, Geld, ein bisschen Glück. Kaum einer jedoch wagt von einer neuen Heimat zu träumen. Auch nicht das Mädchen, das tagtäglich morgens im Park ausgesetzt wird, um abends wieder abgeholt zu werden. Und doch gelingt ihr, was den meisten Erwachsenen vorenthalten bleibt: Sie knüpft Kontakt zu einem Griechen. Einem fremdenfeindlichen Alten, in dem aber trotz aller Verbitterung etwas wach geblieben ist: die Neugier. Ungewollt ebnet er damit dem Kind den Weg zur Integration. Doch heißt das noch lange nicht, dass alles gut wird. Mit oftmals schwarzem Humor und ganz ohne Lamento zeichnet Petros Markaris das Bild einer Gesellschaft, in der sich die Grenzen zwischen Gut und Böse, Recht und Unrecht verwischen. Es bleibt der Mensch – auf sich gestellt.

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»In neun Krimigeschichten beweist Markaris, daß er auch in der kleinen Form große Spannungsliteratur schreiben kann. Wenn Kommissar Kostas Charitos ermittelt, dann sind die Ereignisse ohne Ausnahme überraschend, sie amüsieren oder stimmen nachdenklich. Der Kampf gegen Vorurteile ist noch schwerer zu gewinnen als der gegen die Kriminalität. Kostas Charitos meistert beides.«Saarbrücker Zeitung

»Wie elegant und souverän Petros Markaris seinen liebenswert-altmodischen Kommissar Charitos die richtige Spur finden läßt, das ist schon großartig. Daß in Griechenland die Uhren anders gehen und hier nichts dauerhafter als ein Provisorium ist, demonstriert Markaris mit einem beeindruckenden lässig-ironischen Erzählstil.«Hamburger Abendblatt

»Petros Markaris entwirft messerscharf beobachtete Portraits, die nicht nur voller Liebe für die geschundene menschliche Kreatur sind, sondern mit Ironie und Klarsicht alles andere als eine heile Multikulti-Idylle zeichnen. Diese neun Miniaturen sind in der kraftvollen Sprache erzählt, für die Markaris berühmt ist und werden zu Gleichnissen für die Heimatlosigkeit im Globalisierungszeitalter.«Westfalenpost

»Petros Markaris erweist sich als kluger und scharfsichtiger Beobachter der modernen griechischen Gesellschaft und ihrer zahlreichen östlichen Einwanderer. Er folgt ihren Geschichten voller Empathie, aber doch ganz ohne falsches Mitleid.«Brigitte

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