Mit Zeichnungen von Tatjana Hauptmann
Eine Einführung in die Gedankenwelt des Vaters der modernen Philosophie von Wolfgang Kraus
Aufsätze, Reden, Wortmeldungen und Gespräche von Daniel Keel
Ein Film von Charlotte Kerr
Eine New Yorker Liebesgeschichte
oder Ein Fall von Geringfügigkeit
oder Die Sackgasse
Geschichten und anderes
Eine Biographie von Tullio Kezich
Eine Biographie
Jiddisch – Deutsch
Sprüche und Widersprüche über Moral und Politik, Phantasie und Künstler, Frauen und Psychologen, Journalisten und Dummköpfe
und wie das Vreneli die Gletscher brünnen machte
Tolja möchte am liebsten Selbstmord begehen, aber er weiß, dass er dafür zu feige ist. Darum vergibt er den Auftrag per Postfach an einen professionellen Killer. Als er aber Lena trifft, will er plötzlich nicht mehr sterben. Doch der Profi ist bereits unterwegs.
Tolja findet das Leben nicht mehr lebenswert, denn seine Frau betrügt ihn. Tolja würde sich am liebsten umbringen, aber er schafft es nicht. Da kommt ihm die Begegnung mit dem ehemaligen Klassenkameraden Dima gerade recht. Dima arbeitet in einem Kiosk, wo reichlich Spirituosen verkauft werden. Man trinkt auf die alte Freundschaft, erzählt sich sein Leben, und so ganz nebenbei fragt Tolja, ob Dima nicht Kontakte zu einschlägigen Kreisen habe, die einen ›ganz speziellen Auftrag‹ ausführen könnten. Dima, der glaubt, Tolja wolle den Liebhaber seiner Frau aus dem Weg räumen lassen, verspricht Hilfe. Er kenne da einen gewissen Kostja, arbeitslos, gerade Vater geworden, der könne zur Zeit keine großen Dinger drehen, bräuchte aber Geld. Man müsse lediglich ein Foto in einen Umschlag stecken und die nötigen Informationen dazulegen, wo die Person am besten zu finden sei. Tolja tut wie ihm geheißen und geht in sein Stammcafé, um auf den Killer zu warten. Doch bis zum Abend ist der Killer immer noch nicht aufgetaucht. Der angetrunkene Tolja geht nach Hause – und gabelt unterwegs eine junge Prostituierte auf, mit der er den Rest der Nacht und den kommenden Tag verbringt. Am nächsten Tag besteht die junge Frau darauf, dass Tolja sie bei ihrem richtigen Namen nennt – und Geld nimmt Lena auch keines von ihm. Da hat Tolja plötzlich gar keine Lust mehr zum Sterben, aber der Auftrag läuft bereits.
»Tolja, der Antiheld des Romans ›Ein Freund des Verblichenen‹, ist ein moderner Oblomow in den surrealen Zeiten der postsowjetischen Mafiawirtschaft.«Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Ein herrliches Buch. Ein Buch, das man all denen ans Herz legen möchte, die unter verregneten Montagen leiden, und jenen, denen zum xten Mal das Herz gebrochen wurde, jenen, die unter Übergewicht ätzen, und jenen, die gerade den Lotto-Jackpot geknackt haben. Ein Buch, das frappierend frech tönt und in allen schillernden Farben zwischen Melancholie und Apathie leuchtet. Ein hinreißender Roman. Unbedingt lesen!«Donaukurier
»Ein glänzender Roman. Andrej Kurkow hat mit diesem schmalen Roman an die große literarische Tradition Russlands angeknüpft. Der anfangs schwermütige Tolja erinnert an Gontscharows Tagträumer ›Oblomow‹, die knisternde Spannung könnte aus Cechovs ›Duell‹ entlehnt sein und der ›gewendete‹ Tolja, der durch den selbst bestellten Killer Todesängste durchleidet, wirkt wie eine moderne Dostojewski-Figur. Dieser Roman ist ein Glücksfall in der zeitgenössischen Literatur. Mit ihm hat Andrej Kurkow bewiesen, daß er der bedeutendste neuere Schriftsteller der russischen Literatur ist.«Rheinische Post
»Ein hoch originelles, hoch unterhaltsames Buch. Kurkows Welt der Naiven ist so schmerzhaft wie irgendeine, und seine Lakonie ist die eines Vollblutkomikers. Er ist ein Tip für Originalität und Spannung, für Gedankenakrobatik oder Logikturnerei - und eine klare, ungekünstelte Erzählweise, die Poesie zu schaffen versteht.«Tageblatt
»Die Idee ist so verrückt, wie sie nur in einem Roman von Andrej Kurkow vorkommen kann, der hintergründige Komik und sarkastischen Witz auf die Spitze zu treiben versteht. Eine fesselnde Geschichte, zugleich traurig und komisch, nicht ohne Tiefgang, aber mit unglaublich leichter Hand präsentiert.«Berliner Morgenpost