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Hartmut Lange  |  Schnitzlers Würgeengel  |  Novelle, Taschenbuch, 144 Seiten | € (D) 7.90 / sFr 13.90* / € (A) 8.20

Novelle, detebe 23245, 144 Seiten
Erschienen im Nov. 2000

ISBN 978-3-257-23245-5
(D) 7.90 / (A) 8.20
sFr 13.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Hartmut Lange
Schnitzlers Würgeengel

Vier Novellen

In der Titelnovelle ist der Icherzähler zu Gast bei Arthur Schnitzler, man schreibt den Herbst 1931, es sind Schnitzlers letzte Tage ... ›Als Schnitzler die Villa in der Sternwartestraße betrat, meinte er, im Hintergrund des Korridors, dort, wo es beinahe dunkel war, einen Schatten zu sehen. Eigentlich etwas Helles, Hochaufragendes, als stünde dort jemand, aber es war eine Anwandlung, die sofort wieder verschwand.‹ Ein Reisender kommt mit dem Flugzeug nach Tel Aviv, ist einige Stunden später in Jerusalem, kurz danach steht er auf der Anhöhe von Golgatha und schaut durch die offene Kuppel der dortigen Kirche, er sieht nur einen diesigen Lichtschein. Kurz danach findet sich ›Hans-Peter Ludwig, wie er es wünschte, im Freien wieder. Er hing am Kreuz, und das erste, was er hörte, war jene Stimme der Mimi aus der Oper des Puccini, die er so liebte... und nun sah er über sich jenes flirrende, nahezu unbegrenzte Blau.‹ Vier neue Novellen von Hartmut Lange: ›Herr Semmering · Schnitzlers Würgeengel · Die Mauer im Hof · Der Himmel über Golgatha.‹ Verbunden sind diese Novellen durch das ihnen voranstehende Motto: »In der Unheimlichkeit steht das Dasein ursprünglich mit sich selbst zusammen.« ›Heidegger‹

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»Allen Erzählungen gemeinsam ist die Sympathie, mit der Lange seine Figuren schildert: diejenigen, die aus der Normalität des Lebens fliehen wollen, die sensibel für das Über-Wirkliche sind, denen Unheimlichkeit keine Angst, sondern Hoffnung bedeutet.«Hannoversche Allgemeine Zeitung

»Sein Stil ist absolut unverwechselbar und keinerlei Trends unterworfen. Im Gegenteil: Die Schlichtheit seiner Diktion verblüfft, weil man ihr auf den ersten Blick nicht besonders viel zutraut. Jeder Satz ist einfach gefügt, jedes Wort präzise an seinem Platz, kaum Firlefanz. Wer den Rotstift für Korrekturen oder Kürzungen ansetzt, wird mit dieser Prosa wenig zu tun haben. Die Sparsamkeit der Mittel gilt es hier zu loben, die Eleganz der Askese.«Österreichischer Rundfunk

»Die Titelerzählung ›Schnitzlers Würgeengel‹ ist ein enigmatischer, ein besonderer, ein großer Text.«Radio Bremen

»Lange steht mit seiner Kunst nicht nur in der Tradition Kleists, des klassischen Novellisten, sondern ebensosehr des skurrilen Jean Paul, und ähnlich wie bei Kafka oder Robert Walser spannt sich sein Humor über existentielle, metaphysische Abgründe.«Salzburger Nachrichten

»Oft sind es die Stillen im Lande, die Maßstäbe setzen. Hartmut Lange zum Beispiel pflegt die Form der Novelle mit einer heute seltenen Meisterschaft. Literatur gegen den Lärm des Zeitgeistes.«Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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