Guarnaccias elfter Fall
Guarnaccias neunter Fall
Guarnaccias dreizehnter Fall
Guarnaccias zwölfter Fall
Guarnaccias siebter Fall
Guarnaccias sechster Fall
Guarnaccias erster Fall
Guarnaccias zweiter Fall
Guarnaccias dritter Fall
Guarnaccias vierter Fall
Guarnaccias achter Fall
Guarnaccias fünfter Fall
Guarnaccias zehnter Fall
Guarnaccias vierzehnter Fall
Drei Variationen über ein Thema
Von Franz von Assisi bis Therese von Lisieux
Von Bernhard von Clairvaux bis Teresa von Avila
Gesammelte Geschichten
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Sie hat es sich selbst eingebrockt: Aus Übermut und Neugier hat Amélie eine Stelle beim japanischen Unternehmen Yumimoto angenommen. Dort lernt sie zwar nichts in Sachen Buchhaltung, dafür wird ihr ein Crash-Kurs in Sachen Hierarchie erteilt. Eines ist von Anfang an klar: Eine Frau, zumal eine aus Europa, kann nur ganz unten einsteigen. Und noch tiefer fallen.
Die junge Belgierin Amélie tritt freiwillig eine Höllenfahrt an: Aus Neugier und Abenteuerlust verpflichtet sie sich, 365 Tage lang bei Yumimoto zu arbeiten. Da sie weiß, von welcher Bedeutung Ehrenkodex und Hierarchie in einem japanischen Unternehmen sind, versucht sie sich unterzuordnen. Doch damit kommt sie nicht weit. Denn erstens ist sie Europäerin und zweitens eine Frau. Nichts scheint sie richtig zu machen. Ob es nun um das Verfassen eines einfachen Briefes, das Eintragen von Zahlen oder um simples Fotokopieren geht. Amélie fügt sich ihrem Schicksal und erträgt alle Demütigungen. Dennoch: Ihre Haltung – eine Mischung aus japanischem Zen und europäischer Ironie – ist keineswegs untertänig. Dank ihrer frechen und subversiven Gedankenkapriolen entkommt sie dem ›huis clos‹ unbeschadet und verlässt die Firma Yumimoto nach exakt einem Jahr gestärkt und ein bisschen weiser.
»Nicht politisch korrekte Verständigungsliteratur zwischen zwei Kulturen, sondern ein lustvoller Extremismus, bis zu dem Punkt getrieben, wo Leiden in Lachen umkippt. In Frankreich hat ›Mit Staunen und Zittern‹ schon weit über 400 000 Leser gefunden. Aber auch die strengen Juroren der Académie française waren offenbar amüsiert: Sie haben Amélie ihren Grand prix du roman zugesprochen. Mit Recht.« Martin Ebel/Neue Zürcher ZeitungNeue Zürcher Zeitung
»Witzig, bitterböse, autobiographisch. Schiefe Fotokopien, fehlerhafte Zahlenkolonnen, vor allem aber: mangelnde Demut gegenüber ihren Vorgesetzten - das Scheitern der selbstbewußten Amélie, Praktikantin in dem Tokioter Weltunternehmen Yumimoto, ist programmiert. ›Mit Staunen und Zittern‹ erlebt die sprachgewandte Europäerin die eigene Abwärts-Karriere zur Klofrau. Aber gerade an ihrem neuen Arbeitsplatz, dem intimsten aller Orte, gewinnt Amélie-san Einsichten von unschätzbarem Wert über die Absurditäten nipponscher Firmenphilosophie. Daß Amélie Nothomb die finsteren Erfahrungen ihrer Ich-Ezählerin am eigenen Leib gemacht hat, ist sonnenklar. Sonst wäre ihr furioser literarischer Horrortrip nicht so gelungen. Und auch nicht so glaubwürdig.«Brigitte
»Atemberaubend. Nothomb, in Frankreich ein literarischer Star, beleuchtet eine Grundsatzfrage: Sind die anderen verrückt oder sie selbst? Ihre Antworten darauf sind ein zweifaches Ja, noch ein Lachen und mehrere zum Brüllen komische wie bemerkenswerte Gedanken. Gnadenlos frech. Eine Lektüre mit Lachtränengarantie, von der mehr bleibt als feuchte Taschentücher.«Frankfurter Rundschau
»Ein Buch, das man lieben muß für die elegante Ökonomie der Sprache, für seine rhetorische Intelligenz und dafür, daß es den Leser auf spielerische Art befreit von dem spezifisch europäischen Zwang zur Interpretation.«Literaturen