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Georges Simenon  |  Simenon auf der Couch  |  Taschenbuch, 144 Seiten | € (D) 7.90 / sFr 10.90* / € (A) 8.20

detebe 21658, 144 Seiten
Erschienen im Aug. 1998

ISBN 978-3-257-21658-5
(D) 7.90 / (A) 8.20
sFr 10.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Georges Simenon
Simenon auf der Couch

Fünf Ärzte verhören den Autor sieben Stunden lang
Aus dem Französischen von Irène Kuhn

»Ich habe schon ein paar tausend Interviews gegeben, aber keines hat mich so beeindruckt wie das heutige, aus dem eine wahre Diskussion wurde«, so Simenon, nachdem es fünf Ärzten gelungen war, ihn, den journalistenscheuen Vater Kommissar Maigrets, ›auf die Couch‹ zu bitten und dort sieben Stunden festzuhalten.

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Für Psychologen kann es nur faszinierend sein, wie Simenon systematisch die ursprünglichsten Sinneswahrnehmungen beschreibt, wie er sich wie kein anderer in die Haut des andern, seiner Figur versetzen kann. Und wer hat nicht auch einmal das Bedürfnis, in eine andere Haut zu schlüpfen? Dies macht den einzigartigen Erfolg Simenons viel einleuchtender. Fünf Ärzten ist es gelungen, den journalistenscheuen Vater des Maigret auf die Couch zu bitten und dort sieben Stunden lang festzuhalten. Das Ergebnis ist ein Porträt des Autors als selbstverhinderter Clochard. Simenon, der Autor des neben der Bibel meistübersetzten Werks, erzählt von seiner Kindheit, seinen Frauen, seiner Disziplin und von seiner Art zu schreiben: Während er seine Romane schreibt, vergisst er alles um sich her, schlüpft in die Rolle der Hauptperson, und das ist der Schuldige und zugleich sein Kommissar Maigret, der die Schicksale wieder zusammenflickt, der dem Verbrecher die Rückkehr in die Gesellschaft ermöglicht, der den Strafrechtlern und Staatsanwälten ermöglicht hat, die Figur des Kriminellen zu demystifizieren.

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»Es ist ein Vergnügen, Simenon zu lesen, doch es ist ebenso lohnend, dem Autor von Maigret und einer Vielzahl weiterer Romane zuzuhören. Gleich fünf Psychologen hatten die Möglichkeit, den Autor sieben Stunden lang zu befragen. Es wurde ein sehr offenes Gespräch daraus, das nicht darauf angelegt war, Simenon aufzudecken. Er erzählt darin freimütig über die Entwicklung seiner Figuren, seine Kindheit und natürlich auch über seine Beziehung zu Frauen. Ein ungewöhnliches Portrait eines Ausnahmeschriftstellers entstand an diesem Tag.«Buchkultur

»Jeder Künstler hat eine Persönlichkeit; seine eigene Brille, durch die er die Welt sieht; an dieser Brille erkennt man ihn und fällt seine Entscheidung für oder wider das Werk. Simenons Brille, so könnte man sagen, ist aus reinem Glas, sie verzerrt nichts. Und es ist interessant, daß er einer der meistgelesenen Autoren ist. Offensichtlich zieht das Publikum die unverfälschten Fakten vor.«Patricia Highsmith

»Kein Krimi, aber für Krimifreunde ein Muß.«Das Magazin

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