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Urs Widmer  |  Der blaue Siphon  |  Erzählung, Taschenbuch, 112 Seiten | € (D) 8.90 / sFr 12.90* / € (A) 9.20

Erzählung, detebe 22675, 112 Seiten
Erschienen im April 1994

ISBN 978-3-257-22675-1
(D) 8.90 / (A) 9.20
sFr 12.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Urs Widmer
Der blaue Siphon

Der Erzähler steigt in den Zug Richtung Basel, seine Heimatstadt – und findet sich in vergangenen Zeiten, in seiner Jugend wieder. Alles ist bei seinen Eltern beim alten – selbst die Siphonflasche steht noch funkelnd bei den Alkoholika des Vaters. Nur den eigenartigen Mann, der da gekommen ist, kennen die Eltern nicht, und was sie vermissen, ist ihr kleiner Sohn. Eine Zeitreise durch mehrere Leinwände beginnt.

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Eigentümlich alt sah sie aus, die Polizeiwache, mit jenem historischen Ungetüm von einem Telefon aus schwarzem Bakelit. Dass ein anderer Mann seine Wohnung besetzt habe und die Tür plötzlich wie von früher aussah, als er aus dem Kino zurückkam, das konnte er einem anderen erzählen, nicht aber diesem Polizisten in seiner Uniform wie ein Husar und mit jener riesigen Pistole im Gurt. Aus seiner Wohnung vertrieben, streift unser Held ratlos durch die Straßen, landet am Bahnhof, steigt in den Zug Richtung Basel, seine Heimatstadt – und findet sich auch dort in vergangenen Zeiten, in seiner Jugend wieder. Alles ist bei seinen Eltern beim Alten – selbst die Siphonflasche steht noch funkelnd bei den Alkoholika des Vaters. Nur den eigenartigen Mann, der da gekommen ist, kennen die Eltern nicht, und was sie vermissen, ist ihr kleiner Sohn. Eine Zeitreise durch mehrere Leinwände beginnt.

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»Urs Widmer ist der Zauberer unter den Schweizer Schriftstellern. In seiner wunderbaren Erzählung ›Der blaue Siphon‹ läßt er Vater und Sohn die Plätze tauschen, über zwei Städte und fünfzig Jahre hinweg. Widmer schlägt Einstein, der mit solchen Zeitreisephantasien ein für alle Mal Schluß gemacht hat (weil Zeit und Raum zusammenhängen), nicht nur ein Schnippchen, sondern er dreht ihm eine richtige Nase. In meiner Welt, heißt das, gelten deine Naturgesetze nicht. Nun war das schon immer so, aber wenige Schriftsteller haben die Freiheit, die ihnen die Literatur gibt, so großzügig in Anspruch genommen, in der Schweiz schon gar nicht. Wenige auch sind so verspielt und betreiben wiederum das Spiel mit solchem Ernst wie Urs Widmer, nicht nur in dieser Erzählung.«Das Magazin

»Ich habe selten ein spannenderes Buch gelesen und war selten so betört und verführt und mitgenommen wie von diesen siebenundneunzig Seiten. Wenn ich beim Nobelpreis mitreden dürfte, dieses Buch wäre für mich ein starkes Argument.«Badische Zeitung

»Sehr gut geschrieben. Ein ruhiges, nachdenkliches poetisches Buch. Ein Buch, das sich zu lesen lohnt!«Literarisches Quartett

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