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Hauptberuflich im Marineministerium tätig, schrieb Guy de Maupassant anfangs nur nebenbei, geschult durch seinen überaus guten, strengen Lehrer Flaubert. 1880 trat er mit einem Band Gedichte und der Erzählung ›Boule de Suif‹ an die Öffentlichkeit und wurde mit einem Schlag berühmt. Die Zeitungen rissen sich um seine Erzählungen, so dass er sich allein durch sein unermüdliches Schaffen ein mondänes Leben und viele Reisen leisten konnte. Maupassant starb 1893 im Alter von nur 43 Jahren. Die etwa 300 Kurzgeschichten, die er hinterließ, zeichnen sich durch einen sehr prägnanten Stil aus. Dieser und sein bisweilen spöttischer Tonfall machten ihn zu einem Meister der realistischen Novelle.
»Maupassant repräsentiert die ewige Figur des Geschichtenmachers, die durch die ganze Weltliteratur geht, im Grunde eine zeitlose Erscheinung.«Egon Friedell
»Maupassants Werk atmet den Geist der Eleganz und Vollendung. Es sind betörende Zeugnisse des Fin de siècle, deren Farbigkeit und Realitätsnähe auch heute noch verzaubern.«Neue Zeit
»Dieser Maupassant hat viel, sehr viel Talent ... und er ist ein Dichter, ohne Sterne und Vögelchen.«Gustave Flaubert
»Maupassant repräsentiert die ewige Figur des Geschichtenmachers, die durch die ganze Weltliteratur geht, angefangen mit Homer, im Grunde eine zeitlose Erscheinung. Sie ist nicht ›modern‹, sie ist nicht ›alt‹. Maupassant wird nie veralten – weil er niemals neu war ... Er ist der absolute Epiker. Er hat die Brutalität des Lebens. Sein Herz bleibt unbewegt, ergreift niemals Partei: das eben macht sein Genie aus.«Egon Friedell