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Friedrich Dürrenmatt  |  Romulus der Große  |  Stück, Taschenbuch, 176 Seiten | € (D) 9.90 / sFr 14.90* / € (A) 10.20

Stück, detebe 23042, 176 Seiten
Erschienen im Okt. 1998

ISBN 978-3-257-23042-0
(D) 9.90 / (A) 10.20
sFr 14.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Friedrich Dürrenmatt
Romulus der Große

Eine ungeschichtliche historische Komödie in vier Akten

»Kaiser Romulus Augustus hält das römische Weltreich für unmoralisch und will es als ›Richter Roms‹ liquidieren, indem er 467 n. Chr. tatenlos die einmarschierenden Germanen erwartet. Germanenfürst Odoaker freilich, ein leidenschaftlicher Hühnerzüchter wie Romulus, hat keinen sehnlicheren Wunsch als sich zu unterwerfen, um zu verhindern, daß die Germanen ›endgültig ein Volk der Helden‹ werden.«

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»Welch ein wundervoller, liebenswerter, mitreißender Komödiendichter war Friedrich Dürrenmatt! Romulus und Friedrich feiern zwillingsbrüderlich den Sieg des Witzes über den grämlichen Weltgeist, den Triumph der Hühner über das Heldentum. Alle Phrasen getötet, alle stolzen Posen lächerlich gemacht. Dem brutalen Vernichtungseifer der Weltgeschichte eine beinahe göttliche, also ganz und gar menschliche Faulheit entgegengesetzt.«Die Zeit

»Eine schwere Komödie sei ›Romulus der Große‹, weil sie scheinbar leicht sei, meinte Friedrich Dürrenmatt in seiner Anmerkung zur zweiten, für die Zürcher Erstaufführung von 1957 bestimmten Fassung seines 1949 uraufgeführten Stücks. Er meinte damit wohl auch, daß seine ›unhistorische geschichtliche Komödie‹ einen ernsten Hintergrund habe. Gerade diesen ernsten Hintergrund hat man bei der ›Romulus‹-Komödie wohl mehr als bei andern Dürrenmatt-Stücken manchenorts nicht wahrhaben wollen. Ein Kaiser, der angesichts der anrückenden Germanen sich mit seinen Hühnern beschäftigt und sich einen Deut kümmert um die Verteidigung seines Weltreichs, während eine Hiobsbotschaft nach der andern eintrifft, das konnte doch nur als Defaitismus, der Dichter als reiner Zyniker verstanden werden. Dem Nichtstun des letzten römischen Kaisers liegt aber tatsächlich eine politische Einsicht, eine Vernunfthaltung zugrunde. (...) Ein Moralist, ein radikaler Verfechter für Vernunft und Menschlichkeit unter der Narrenkappe ist dieser Romulus. (...) Dieses Stück ist auch ohne Aktualisierung voller Resonanzen und Anklänge an heutige Zeiterscheinungen und Denkmodelle, hat auch nach über 40 Jahren kein bißchen Staub angesetzt.«Neue Zürcher Zeitung

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