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Ralph Waldo Emerson  |  Von der Schönheit des Guten  |  Taschenbuch, 240 Seiten | € (D) 9.90 / sFr 14.90* / € (A) 10.20

detebe 22440, 240 Seiten
Erschienen im Sept. 2000

ISBN 978-3-257-22440-5
(D) 9.90 / (A) 10.20
sFr 14.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Ralph Waldo Emerson
Von der Schönheit des Guten

Betrachtungen und Beobachtungen
Aus dem Englischen von Egon Friedell

1803 in Boston geboren, beendete Ralph Waldo Emerson nach drei Jahren seine Berufstätigkeit als Prediger. »Wer ein Mensch sein will, der muß Nonkonformist sein« – so die Überzeugung, der er folgte. Er selbst nannte seine Gedanken ›Kinder des Waldes‹, seine an Montaigne geschulten Essays galten als die intellektuelle Unabhängigkeitserklärung Amerikas. Schon zu Lebzeiten wurde er als Prophet verehrt, sein Tod 1882 von ganz Amerika betrauert.

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»Ich sehe in ihm eines der wertvollsten Vermächtnisse des nachgoetheschen Jahrhunderts.«Ernst Robert Curtius

»Seine Gedanken sind heute für uns jung, denn sie kommen aus einem Weltteil, der sich rascher und unter anderen Bedingungen entwickelt hat als der unsrige. Aber sie werden auch in späteren Jahren niemals altern und den Zeitgeschmack überdauern, denn Emerson schöpft aus zwei Quellen, die immer frisch bleiben: aus der Natur und aus seinem Herzen. Daher hat er allen Menschen und allen Zeiten etwas zu sagen, und er hat so wenig mit der Mode etwas zu schaffen, wie die übrigen seltenen Männer seiner Art, die von Zeit zu Zeit erscheinen, um das Wort Vauvenargues’ zu bewahrheiten: ›Les grandes pensées viennent du coeur.‹«Egon Friedell

»Das macht Friedells Emerson-Bearbeitungen so anregend: daß hier eine unverwechselbare Persönlichkeit tätig wird, deren meisterliche Technik und eigene Sicht der Dinge dazu beitragen, daß ein Werk die Zeiten überdauere. Nachklänge an Emerson sind aus vielen Schriften Friedells herauszuhören. Sein Begriff vom Abendland, sein Europäertum definierte sich unterschwellig gegen Amerika, nicht gegen das Amerika Emersons, sondern gegen das Amerika der uniformierenden Vermassung, der zivilisatorischen Gleichschleiferei, des ökonomischen Omnipotenzwahns und der Dominanz der geistlosen Materialismen, gegen Hollywood und Broadway, Cowboykult und Behaviorismus, einfach gegen den Hedonismus des ›American Way of Life‹. Amerika war ja zu Zeiten Emersons noch jung, es wäre Zeit in Fülle gewesen, die Spannungen zwischen den Forderungen der Zivilisation und den Notwendigkeiten der unberührten Natur auszugleichen. Wie nur wenige wußte Emerson deren Stimmungen zu belauschen, ihnen seine Seele zu öffnen.«Wolfgang Lorenz

»Keinem Buch habe ich mich so nah gefühlt wie den Büchern Emersons; ich habe nicht das Recht, sie zu loben.«Friedrich Nietzsche

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