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Blick auf den Schreibtisch & Mag ich / Mag ich nicht – Heute mit: Peter Zantingh

Der Autor Peter Zantingh gab uns einen Einblick in seine Arbeit als Schriftsteller Zu sehen im Zeitraffer-Video mit Blick auf seinen privaten Schreibtisch. Ausserdem verrät er mehr über seine Interessen in der Rubrik Mag ich / Mag ich nicht. 

Foto: Maurice Haas / © Diogenes Verlag
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»Tomi war nie einer, der in seinen künstlerischen Entscheidungen oder in seiner künstlerischen Vision einen Kompromiss eingegangen ist.« Ein Interview mit Axel Scheffler

Tomi Ungerer lebt weiter – durch seine künstlerische Arbeit, durch die Art, wie sein Weg sich mit anderen gekreuzt und wie seine Kunst andere inspiriert hat. Sein Leben und sein Nachlass feiert die neue Videoreihe Remembering Tomi, in der verschiedene Künstler:innen, Kurator:innen, Autor:innen und Aktivist:innen die Chance bekommen, über Ungerer zu sprechen. Seine Tochter Aria Ungerer interviewt im ersten dieser Videos Axel Scheffler – den erfolgreichen Illustrator von Der Grüffelo und vielen weiteren Kinderbüchern.

Foto von Axel Scheffler © Liam Jackson und Illustration aus Papa Schnapp © Diogenes

Ich liebe Tomis Sinn für Humor, seinen Sinn für das Absurde, ich mag, wie er zeichnet, und ich glaube, dass er damit einen großen, unbewussten Einfluss auf mich hatte. Besonders die kleinen Sachen, die nicht im Zentrum der Illustrationen stehen. Ich meine, die sind so reich an lustigen, kleinen Details. (...) Aber dann habe ich selbstverständlich auch seine satirischen Zeichnungen entdeckt, zum Beispiel das America-Buch. Das liebe ich, genau wie seine Poster.

Ich glaube, dass er für mich ein wichtiges Vorbild ist, weil er als Künstler so vielseitig ist und so viele verschiedene Zugänge zum Zeichnen hat. Das ist sehr aufregend zu beobachten. Ganz generell auch seine Haltung bei Kinderbüchern: Er hat die Kinder immer sehr, sehr ernst genommen und sie respektiert. In seinen Bilderbüchern hat er eine anarchische und auch rebellische Art zu denken – das hat mich beeindruckt und tut es immer noch, obwohl ich als Illustrator viel eingeschränkter bin als er – ich meine, vielleicht war es auch seine Persönlichkeit. Wenn ein Verleger ihm hätte vorschreiben wollen, wie und in welcher Art er zu zeichnen habe, hätte er das nie akzeptiert.

Na ja, weißt du, eine Sache, über die ich mich immer wundere: was Erwachsene denken, was Kinder möchten, im Gegensatz zu dem, was Kinder selbst möchten. Na ja, weißt du, eine Sache, über die ich mich immer wundere: was Erwachsene denken, im Gegensatz zu dem, was Kinder selbst möchten.


Das ist auch eine große, spannende Thematik, weil ich glaube, dass Verlage zögern, Kinder mit manchen Themen zu konfrontieren, und es scheint, als ob Tomi da keine Tabus kannte. In seinen Büchern war Tod, da gabs Gewalt, da gabs Waffen und viele andere Sachen, mit denen die Verlage – wortwörtlich – nicht in Berührung kommen wollten. Ich denke, dass Kinder sich gerne gruseln, sie denken gerne über den Tod nach, und ich glaube schon, dass es viele Bücher gibt, die diese Themen behandeln, aber trotzdem haben Verlage hier nach wie vor Bedenken. Und ich will auch nicht sagen, dass jedes Thema in einem Bilderbuch vorkommen kann. Ich weiß nicht, was Tomi dazu sagen würde, das wäre spannend. Aber wie auch immer, ich denke, dass wir Kindern mehr Vertrauen schenken können und dass wir sie mit mehr Dingen konfrontieren können, als viele Erwachsene denken.

Sicher. Ich habe mir gerade erst dein Bilderbuch angeschaut, das du über die Pandemie gemacht hast (Coronavirus. Ein Buch für Kinder über Covid-19), über das Corona-Virus, und ich denke, dass es ein super Beispiel dafür ist – weißt du, bei einigen Textstellen hat es mir sogar den Atem verschlagen. Es sagt ja praktisch: »Ja, einige Leute, die werden es nicht schaffen. Einige werden sterben.« Und dann gabs diese hübschen Illustrationen dazu, die einem diese Aussage nicht einfach aufdrängen, sondern einen wirklich guten Kontrast dazu bilden.

Ja, ich glaube, das war das Konzept dahinter, es nicht zu erschreckend für Kinder zu machen. Die Entscheidung, dass ich das Kinderbuch illustrieren würde, war a), dass meine anderen Werke bei den Kindern schon sehr beliebt sind, also kennen sie schon meinen Stil, und b), dass meine Zeichnungen Humor haben, oder es zumindest versuchen. Das ist eben diese Herangehensweise beim Zeichnen, die ähnlich der von Tomi Ungerer ist – natürlich, er hat so viele Stile und Variationen ausprobiert, aber seine humoristische Sicht aufs Leben und aufs Zeichnen, die ist auch in diesem Kinderbuch.

Cover © Beltz

Spannend? Hier geht es zum Video des ungekürzten Interviews!

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»Undercover in einer Schuhfabrik« Ein Interview mit Spencer Wise

In seinem Debütroman Im Reich der Schuhe erzählt Spencer Wise vom alltäglichen Wahnsinn einer Familiendynastie zwischen den Kulturen. Eine bissige und herrlich amüsante Geschichte über Traditionen und Aufbruch, Schuhe und Liebe. Der Autor spricht im Diogenes-Interview über den Roman, die Bedeutung von Tragik und Komik sowie seine Erfahrungen in einer Schuhfabrik in Südchina.

Foto: © Molly Hamil
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»Warum greift die Welt nicht angemessen ein?« Ein Interview mit Donal Ryan

In seinem neuen Roman Die Stille des Meeres verknüpft Donal Ryan den Syrien-Konflikt mit globaler Sozialpolitik. Eine phantastisch komponierte Geschichte über Verlust und Neuanfang. Der Autor spricht im Diogenes-Interview über den vierten Roman in deutscher Übersetzung.

Foto: © Anthony Woods
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»Um das Handeln und um das Entscheiden unter Ungewissheit, wie wir handeln sollen, kommen wir nicht herum.« Ein Interview mit Bernhard Schlink

Bernhard Schlinks erstes Theaterstück 20. Juli –  Ein Zeitstück ist ein Lehrstück über Moral, Verantwortung und Entscheidung. Darin lässt er Schülerinnen und Schüler den Fragen nachgehen, ob sich Geschichte wiederholt und wann gehandelt werden muss. Der Autor im Diogenes-Interview mit Svenja Flaßpöhler (Chefredakteurin Philosophie Magazin).

Foto: Gaby Gerster / © Diogenes Verlag
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»Die Abgründe der Korruption sind erschreckend.« Ein Interview mit Martin Walker

In den neuen Roman Französisches Roulette von Martin Walker sind verschiedene reale politische Ereignisse eingeflossen. Darüber und über weitere Hintergründe des neuen Falls für Bruno, Chef de Police, berichtet der Autor im Diogenes-Interview.

Foto: Klaus-Maria Einwanger / © Diogenes Verlag
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»Kochen bedeutet Transformation, und in jeder guten Geschichte geschieht ebenfalls eine Verwandlung.« Doris Dörrie im Interview

Wenn Doris Dörrie über das Essen schreibt, liest sich das, als umarme sie die Welt. Essen und Kochen sind für sie Inbegriff von Lebensfreude und Genuss, Grund zur Dankbarkeit und Eigenverantwortung und ein Weg zum besseren Verständnis unserer selbst und der Welt, die uns umgibt.

Wir haben mit Doris Dörrie über ihr Buch gesprochen.

Ein Kochbuch? Eine Kurzgeschichtensammlung? Worum geht es in Ihrem Buch? 

Es sind Texte übers Kochen, Essen, Lebensmittel und meine Erfahrungen und Erinnerungen daran.  Kochen bedeutet Transformation, und in jeder guten Geschichte geschieht ebenfalls eine Verwandlung. Wie verwandelt mich selbst das Kochen? Und das Essen? Ich erinnere mich an das Lieblingsessen in meiner Kindheit, an die Zubereitung, an die Familie am Esstisch und an meine jetzige Situation beim Kochen und Essen. Bin ich das, was ich esse?  Wenn man ein Lebensmittel genau anschaut, kann man darin die ganze Welt entdecken. Die eigene, aber auch politische und soziale Zusammenhänge. Was bedeutet es, wenn wir diese Zusammenhänge leugnen – oder sie erkennen? Wie verhalten wir uns angesichts dieser Widersprüche?  Wie gehe ich mit meinem schlechten Gewissen um? Was esse ich besonders gern? Wie hat sich der Vorgang des Kochens verändert? Wer bin ich, wenn ich koche?  Und wer, wenn ich esse? Inwieweit verbinde ich mich mit dem Wissen meiner Mutter und Großmutter? Fragen über Fragen, denen ich in diesen Texten meist mit Humor, oft mit Furor und Begeisterung nachforsche. 

Foto: © Pixabay
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»Jetzt denke ich, dass diese Erfahrung eine der wichtigsten ist, die ich je beim Schreiben gemacht habe.« Marco Balzano über ›Ich bleibe hier‹

Marco Balzano schreibt über das Leben einer widerstandsfähigen Frau, einer Frau, die sich mit Leib und Seele für ihr Dorf einsetzt. Wie es dazu kam, dass er ein Buch über diese wahre historische Begebenheit schrieb, erzählt der Bestsellerautor den italienischen Letteratitudine News.

Marco Balzano über sein Buch Ich bleibe hier

Marco Balzano über Ich bleibe hier

Schon lange wollte ich einen Roman mit einer weiblichen Hauptfigur schreiben. Ich wollte „ich“ sagen und eine Frau sein. Jetzt denke ich, dass diese Erfahrung eine der wichtigsten ist, die ich je beim Schreiben gemacht habe. Denn alles wurde ursprünglich, emotional, mütterlich. Verletzlichkeit und Mut, zwei Eigenschaften, die ich nie als gegensätzlich empfunden habe, verstärkten sich in ungekannter Weise. Trina (Caterina) – dies der Name der Protagonistin – heißt wie meine Tochter, wie die Dorfkirche des Grenzorts, an dem die Geschichte spielt, und vor allem wie die Frau, die das Dorf als Letzte verließ, als der Montecatini-Konzern die Häuser sprengte, die Bewohner in Container verbannte, das Staubecken volllaufen ließ und alles für immer überflutete. Als das Wasser schon hoch stand, wurde bemerkt, dass eine alte Frau dortgeblieben war, ein Foto zeigt sie auf einem Tisch kniend, die Hände an das Fensterbrett geklammert. Ich stelle mir Trina vor, die schreit „Ich bleibe hier!“, und stur Widerstand leistet, auch als sie keinen Boden mehr unter den Füßen hat, sondern Wasser. Ich sehe sie, wie sie sich weigert mitzukommen, als man sie mit einem Boot abholen will und sie wegtragen muss. So eine Frau wollte ich, eine, die so unbeirrbar an ihrer Welt und den ihr lieben Menschen festhält.

In meinen früheren Romanen habe ich immer erzählt, dass es absolut legitim ist wegzugehen, dass die Emigration eine außerordentliche Metapher für unseren berechtigten Wunsch ist, unser Leben zu verbessern und, warum nicht, unser Glück zu finden. Allerdings übersehe ich trotz dieser Überzeugung nicht, wie sehr wir auch Menschen brauchen, die es verstehen dazubleiben, Widerstand zu leisten, die Dinge von innen heraus zu verändern. Doch das ist nicht alles: Ich wollte einen Roman schreiben, der vor einem anderen Hintergrund spielt und ein anderes Thema behandelt, aber dennoch weiter die Benachteiligten, das am wenigsten bekannte Italien beleuchtet, also dem sozialkritischen literarischen Ansatz treu bleiben. Ich fühlte, dass ich mich auf ein anderes Wissen einlassen musste, das mir nicht vertraut war, um die Unruhe und den Hunger dessen zu spüren, der Neuland betritt. Als ich dann an jenem Sommertag im Vinschgau, in diesem Dörfchen wenige Kilometer von der Schweiz und von Österreich entfernt, ankam und den Kirchturm aus dem Wasser ragen sah, dachte ich sofort, dass hier eine Geschichte wartete. Ein Schriftsteller ist zuallererst einer, der Geschichten sucht und es versteht, ihnen zuzuhören: Hier ist mir die Geschichte zum ersten Mal von sich aus entgegengekommen. Der Kirchturm erzählt mit seiner Präsenz davon, dass dort unten eine Zerstörung stattgefunden hat und dass es vor der Auslöschung einen vielschichtigen Kosmos von Leuten gegeben haben muss, die mühevoll und mit Würde ihr Leben fristeten. Bauern, Hirten, Senner. Meine Geschichte würde von den Untergegangenen handeln, während sich darüber ganz ahnungslos die Geretteten tummeln. Ja, denn dem Blick des Ankömmlings bietet sich in Graun eine überraschende und beunruhigende Szenerie: Leute, die in der Sonne liegen, Segelboot fahren, am Ufer des Stausees Ball spielen, ein Tretboot mieten, um den Kirchturm zu umrunden, und mit der Kirche im Hintergrund Selfies knipsen. Zwischen dem damaligen Hirten- und Bauerndorf und dem jetzigen Massentourismus besteht keine Verbindung. Zwischen dem seinerzeit armen Südtirol voller Analphabeten und dem Südtirol von heute – reich, ordentlich, mit Geranien an den Fenstern – besteht keine Verbindung. Dieses Dorf und diese Region scheinen auszudrücken, dass sich die Geschichte einfach überlagert, ohne jegliches dialektisches Verhältnis: ohne jegliches Vermächtnis.

Foto: © Pixabay
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»Ein Buch, das mich nie losgelassen hat.« Ein Interview mit Steven Price

Tomasi ist ein Relikt der alten Zeiten, die neue Welt, die neue Zeit sind ihm fremd. Als sein Arzt ein Lungenemphysem im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, beschließt Tomasi im Angesicht des Todes, des Untergangs seiner ganzen ihm bekannten Welt, etwas Bleibendes zu schaffen. 

Der letzte Prinz, ein opulenter Künstlerroman über die Entstehung des Weltbestsellers Der Leopard.

Wir haben mit Steven Price über seinen Roman gesprochen.

1. In Der letzte Prinz erzählen Sie von Giuseppe Tomasi di Lampedusa – der Letzte im einst mächtigen sizilianischen Adelsgeschlecht der Lampedusa und der Autor des Weltbestsellers Der Leopard (Originaltitel: Il Gattopardo, 1958). Wie kamen Sie auf die Idee, seine Geschichte zu erzählen?

Steven Price: Zum ersten Mal las ich den Roman als Student in meinen frühen Zwanzigern. Es war ein merkwürdiges Buch, so anders als alles, was ich zu der Zeit las. Ein Buch, das unter den ambitionierten jungen Schriftstellern, mit denen ich verkehrte, fast schon wie ein Geheimnis herumgereicht wurde. Sein Erzählfluss war anders und auch wie die Zeit darin benutzt wurde, und ich wusste nicht so recht, was ich damit anfangen sollte, so seltsam war es. Aber Jahre später fiel mir der Der Leopard erneut in die Hände, und dann war ich besessen davon. Jedes Mal, wenn ich es las, fühlte es sich wie ein anderes Buch an – es veränderte sich, genauso wie ich mich veränderte. Vielleicht macht das ein Meisterwerk aus.

Ein Teil der Anziehungskraft des Romans liegt natürlich in seiner Veröffentlichungsgeschichte: ein Roman, spät im Leben verfasst und zu Lebzeiten des Autors abgelehnt, nach dessen Tod jedoch gefeiert. Ich wusste wenig über Giuseppe Tomasi di Lampedusa selbst, abgesehen von dem, was ich in den diversen Vorworten fand. Darin wurde der Autor ausnahmslos als ein Mann beschrieben, der so gut wie nichts mit seinem Leben anfing, bis es dann fast zu Ende war. Da setzte er sich plötzlich hin und verfasste ein Meisterwerk. Irgendwann stieß ich auf die einzige englischsprachige Biographie über Tomasi, geschrieben von David Gilmour. Begeistert las ich, dass Tomasi ein unglaublich reiches Leben gelebt hat: Er kämpfte im Ersten Weltkrieg, war in Gefangenschaft, bereiste Europa, hatte eine romantische Liebesaffäre mit einer lettischen Baronesse und so weiter. Ich stellte fest, dass ich sein Leben über seinen Roman legen konnte, strukturell meine ich, wie eine Art Palimpsest – eine Manuskriptseite, die man beschreiben, reinigen und dann neu beschreiben kann –, und dass dies etwas Wertvolles aussagte über die Kunst und das Leben und wie beides miteinander verbunden ist. Als ich das erkannte, sah ich meinen Roman Der letzte Prinz vor mir.

 

2. Sie halten sich im Roman äußerlich an die historisch verbrieften Fakten, geben jedoch auch bemerkenswerte Einblicke in Tomasis Innenleben. Wie haben Sie für Der letzte Prinz recherchiert? Und wie gelang es Ihnen, sich sprachlich so in diese Figur einzufühlen?

Steven Price: Tomasi ist in vielerlei Hinsicht ein nicht ganz exaktes Porträt meiner eigenen Ängste vor dem Scheitern in der Kunst und einem Leben im Schatten. Mein Mitgefühl für ihn liegt also zum einen in dieser geteilten Befürchtung. Zum anderen habe ich meiner Version von Tomasi auch meine eigenen Obsessionen mitgegeben: die Besessenheit mit der Vergangenheit, mit Erinnerung im Allgemeinen, all den Leben, die möglich gewesen wären, aber nicht gelebt wurden. Ich sage »meine Version«, da ich mir natürlich nicht anmaße, den wirklichen Tomasi in meinem Roman beschrieben zu haben. Es ist nur eine mögliche Version von ihm, eine ausgedachte. Auch wenn ich mich bemüht habe, mich an die historischen Aufzeichnungen zu halten – und trotzdem nicht bloß die bekannten Abschnitte seines Lebens zu wiederholen.

Natürlich bin ich nach Sizilien gereist, wo ich den Spuren Tomasis gefolgt bin und einige der Menschen getroffen habe, die ihn zu Lebzeiten kannten, zum Beispiel seinen Adoptivsohn Gioacchino Lanza (der eine der Hauptfiguren in meinem Roman ist). Als Gioacchino mir nach der Lektüre von Der letzte Prinz schrieb, dass mein Roman den Mann, den er gekannt habe, gut beschreibt, war das eine Erleichterung und eine Ehre. Ich habe mich sehr gefreut.

Die weiteren Recherchen waren etwas weniger theatralisch und umfassten vor allem die intensive Lektüre des Leoparden, der Biographie über Tomasi und von Büchern über Sizilien.

 

3. Wie oft haben Sie den Roman Der Leopard gelesen?

Steven Price: Oh, viele Male. Alle paar Jahre komme ich auf diesen Roman zurück. Es ist ein Buch, das mich nie losgelassen hat.

 

Foto: © Centric Photography
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