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»Kochen bedeutet Transformation, und in jeder guten Geschichte geschieht ebenfalls eine Verwandlung.« Doris Dörrie im Interview

Wenn Doris Dörrie über das Essen schreibt, liest sich das, als umarme sie die Welt. Essen und Kochen sind für sie Inbegriff von Lebensfreude und Genuss, Grund zur Dankbarkeit und Eigenverantwortung und ein Weg zum besseren Verständnis unserer selbst und der Welt, die uns umgibt.

Wir haben mit Doris Dörrie über ihr Buch gesprochen.

Ein Kochbuch? Eine Kurzgeschichtensammlung? Worum geht es in Ihrem Buch? 

Es sind Texte übers Kochen, Essen, Lebensmittel und meine Erfahrungen und Erinnerungen daran.  Kochen bedeutet Transformation, und in jeder guten Geschichte geschieht ebenfalls eine Verwandlung. Wie verwandelt mich selbst das Kochen? Und das Essen? Ich erinnere mich an das Lieblingsessen in meiner Kindheit, an die Zubereitung, an die Familie am Esstisch und an meine jetzige Situation beim Kochen und Essen. Bin ich das, was ich esse?  Wenn man ein Lebensmittel genau anschaut, kann man darin die ganze Welt entdecken. Die eigene, aber auch politische und soziale Zusammenhänge. Was bedeutet es, wenn wir diese Zusammenhänge leugnen – oder sie erkennen? Wie verhalten wir uns angesichts dieser Widersprüche?  Wie gehe ich mit meinem schlechten Gewissen um? Was esse ich besonders gern? Wie hat sich der Vorgang des Kochens verändert? Wer bin ich, wenn ich koche?  Und wer, wenn ich esse? Inwieweit verbinde ich mich mit dem Wissen meiner Mutter und Großmutter? Fragen über Fragen, denen ich in diesen Texten meist mit Humor, oft mit Furor und Begeisterung nachforsche. 

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»Jetzt denke ich, dass diese Erfahrung eine der wichtigsten ist, die ich je beim Schreiben gemacht habe.« Marco Balzano über ›Ich bleibe hier‹

Marco Balzano schreibt über das Leben einer widerstandsfähigen Frau, einer Frau, die sich mit Leib und Seele für ihr Dorf einsetzt. Wie es dazu kam, dass er ein Buch über diese wahre historische Begebenheit schrieb, erzählt der Bestsellerautor den italienischen Letteratitudine News.

Marco Balzano über sein Buch Ich bleibe hier

Marco Balzano über Ich bleibe hier

Schon lange wollte ich einen Roman mit einer weiblichen Hauptfigur schreiben. Ich wollte „ich“ sagen und eine Frau sein. Jetzt denke ich, dass diese Erfahrung eine der wichtigsten ist, die ich je beim Schreiben gemacht habe. Denn alles wurde ursprünglich, emotional, mütterlich. Verletzlichkeit und Mut, zwei Eigenschaften, die ich nie als gegensätzlich empfunden habe, verstärkten sich in ungekannter Weise. Trina (Caterina) – dies der Name der Protagonistin – heißt wie meine Tochter, wie die Dorfkirche des Grenzorts, an dem die Geschichte spielt, und vor allem wie die Frau, die das Dorf als Letzte verließ, als der Montecatini-Konzern die Häuser sprengte, die Bewohner in Container verbannte, das Staubecken volllaufen ließ und alles für immer überflutete. Als das Wasser schon hoch stand, wurde bemerkt, dass eine alte Frau dortgeblieben war, ein Foto zeigt sie auf einem Tisch kniend, die Hände an das Fensterbrett geklammert. Ich stelle mir Trina vor, die schreit „Ich bleibe hier!“, und stur Widerstand leistet, auch als sie keinen Boden mehr unter den Füßen hat, sondern Wasser. Ich sehe sie, wie sie sich weigert mitzukommen, als man sie mit einem Boot abholen will und sie wegtragen muss. So eine Frau wollte ich, eine, die so unbeirrbar an ihrer Welt und den ihr lieben Menschen festhält.

In meinen früheren Romanen habe ich immer erzählt, dass es absolut legitim ist wegzugehen, dass die Emigration eine außerordentliche Metapher für unseren berechtigten Wunsch ist, unser Leben zu verbessern und, warum nicht, unser Glück zu finden. Allerdings übersehe ich trotz dieser Überzeugung nicht, wie sehr wir auch Menschen brauchen, die es verstehen dazubleiben, Widerstand zu leisten, die Dinge von innen heraus zu verändern. Doch das ist nicht alles: Ich wollte einen Roman schreiben, der vor einem anderen Hintergrund spielt und ein anderes Thema behandelt, aber dennoch weiter die Benachteiligten, das am wenigsten bekannte Italien beleuchtet, also dem sozialkritischen literarischen Ansatz treu bleiben. Ich fühlte, dass ich mich auf ein anderes Wissen einlassen musste, das mir nicht vertraut war, um die Unruhe und den Hunger dessen zu spüren, der Neuland betritt. Als ich dann an jenem Sommertag im Vinschgau, in diesem Dörfchen wenige Kilometer von der Schweiz und von Österreich entfernt, ankam und den Kirchturm aus dem Wasser ragen sah, dachte ich sofort, dass hier eine Geschichte wartete. Ein Schriftsteller ist zuallererst einer, der Geschichten sucht und es versteht, ihnen zuzuhören: Hier ist mir die Geschichte zum ersten Mal von sich aus entgegengekommen. Der Kirchturm erzählt mit seiner Präsenz davon, dass dort unten eine Zerstörung stattgefunden hat und dass es vor der Auslöschung einen vielschichtigen Kosmos von Leuten gegeben haben muss, die mühevoll und mit Würde ihr Leben fristeten. Bauern, Hirten, Senner. Meine Geschichte würde von den Untergegangenen handeln, während sich darüber ganz ahnungslos die Geretteten tummeln. Ja, denn dem Blick des Ankömmlings bietet sich in Graun eine überraschende und beunruhigende Szenerie: Leute, die in der Sonne liegen, Segelboot fahren, am Ufer des Stausees Ball spielen, ein Tretboot mieten, um den Kirchturm zu umrunden, und mit der Kirche im Hintergrund Selfies knipsen. Zwischen dem damaligen Hirten- und Bauerndorf und dem jetzigen Massentourismus besteht keine Verbindung. Zwischen dem seinerzeit armen Südtirol voller Analphabeten und dem Südtirol von heute – reich, ordentlich, mit Geranien an den Fenstern – besteht keine Verbindung. Dieses Dorf und diese Region scheinen auszudrücken, dass sich die Geschichte einfach überlagert, ohne jegliches dialektisches Verhältnis: ohne jegliches Vermächtnis.

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»Ein Buch, das mich nie losgelassen hat.« Ein Interview mit Steven Price

Tomasi ist ein Relikt der alten Zeiten, die neue Welt, die neue Zeit sind ihm fremd. Als sein Arzt ein Lungenemphysem im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, beschließt Tomasi im Angesicht des Todes, des Untergangs seiner ganzen ihm bekannten Welt, etwas Bleibendes zu schaffen. 

Der letzte Prinz, ein opulenter Künstlerroman über die Entstehung des Weltbestsellers Der Leopard.

Wir haben mit Steven Price über seinen Roman gesprochen.

1. In Der letzte Prinz erzählen Sie von Giuseppe Tomasi di Lampedusa – der Letzte im einst mächtigen sizilianischen Adelsgeschlecht der Lampedusa und der Autor des Weltbestsellers Der Leopard (Originaltitel: Il Gattopardo, 1958). Wie kamen Sie auf die Idee, seine Geschichte zu erzählen?

Steven Price: Zum ersten Mal las ich den Roman als Student in meinen frühen Zwanzigern. Es war ein merkwürdiges Buch, so anders als alles, was ich zu der Zeit las. Ein Buch, das unter den ambitionierten jungen Schriftstellern, mit denen ich verkehrte, fast schon wie ein Geheimnis herumgereicht wurde. Sein Erzählfluss war anders und auch wie die Zeit darin benutzt wurde, und ich wusste nicht so recht, was ich damit anfangen sollte, so seltsam war es. Aber Jahre später fiel mir der Der Leopard erneut in die Hände, und dann war ich besessen davon. Jedes Mal, wenn ich es las, fühlte es sich wie ein anderes Buch an – es veränderte sich, genauso wie ich mich veränderte. Vielleicht macht das ein Meisterwerk aus.

Ein Teil der Anziehungskraft des Romans liegt natürlich in seiner Veröffentlichungsgeschichte: ein Roman, spät im Leben verfasst und zu Lebzeiten des Autors abgelehnt, nach dessen Tod jedoch gefeiert. Ich wusste wenig über Giuseppe Tomasi di Lampedusa selbst, abgesehen von dem, was ich in den diversen Vorworten fand. Darin wurde der Autor ausnahmslos als ein Mann beschrieben, der so gut wie nichts mit seinem Leben anfing, bis es dann fast zu Ende war. Da setzte er sich plötzlich hin und verfasste ein Meisterwerk. Irgendwann stieß ich auf die einzige englischsprachige Biographie über Tomasi, geschrieben von David Gilmour. Begeistert las ich, dass Tomasi ein unglaublich reiches Leben gelebt hat: Er kämpfte im Ersten Weltkrieg, war in Gefangenschaft, bereiste Europa, hatte eine romantische Liebesaffäre mit einer lettischen Baronesse und so weiter. Ich stellte fest, dass ich sein Leben über seinen Roman legen konnte, strukturell meine ich, wie eine Art Palimpsest – eine Manuskriptseite, die man beschreiben, reinigen und dann neu beschreiben kann –, und dass dies etwas Wertvolles aussagte über die Kunst und das Leben und wie beides miteinander verbunden ist. Als ich das erkannte, sah ich meinen Roman Der letzte Prinz vor mir.

 

2. Sie halten sich im Roman äußerlich an die historisch verbrieften Fakten, geben jedoch auch bemerkenswerte Einblicke in Tomasis Innenleben. Wie haben Sie für Der letzte Prinz recherchiert? Und wie gelang es Ihnen, sich sprachlich so in diese Figur einzufühlen?

Steven Price: Tomasi ist in vielerlei Hinsicht ein nicht ganz exaktes Porträt meiner eigenen Ängste vor dem Scheitern in der Kunst und einem Leben im Schatten. Mein Mitgefühl für ihn liegt also zum einen in dieser geteilten Befürchtung. Zum anderen habe ich meiner Version von Tomasi auch meine eigenen Obsessionen mitgegeben: die Besessenheit mit der Vergangenheit, mit Erinnerung im Allgemeinen, all den Leben, die möglich gewesen wären, aber nicht gelebt wurden. Ich sage »meine Version«, da ich mir natürlich nicht anmaße, den wirklichen Tomasi in meinem Roman beschrieben zu haben. Es ist nur eine mögliche Version von ihm, eine ausgedachte. Auch wenn ich mich bemüht habe, mich an die historischen Aufzeichnungen zu halten – und trotzdem nicht bloß die bekannten Abschnitte seines Lebens zu wiederholen.

Natürlich bin ich nach Sizilien gereist, wo ich den Spuren Tomasis gefolgt bin und einige der Menschen getroffen habe, die ihn zu Lebzeiten kannten, zum Beispiel seinen Adoptivsohn Gioacchino Lanza (der eine der Hauptfiguren in meinem Roman ist). Als Gioacchino mir nach der Lektüre von Der letzte Prinz schrieb, dass mein Roman den Mann, den er gekannt habe, gut beschreibt, war das eine Erleichterung und eine Ehre. Ich habe mich sehr gefreut.

Die weiteren Recherchen waren etwas weniger theatralisch und umfassten vor allem die intensive Lektüre des Leoparden, der Biographie über Tomasi und von Büchern über Sizilien.

 

3. Wie oft haben Sie den Roman Der Leopard gelesen?

Steven Price: Oh, viele Male. Alle paar Jahre komme ich auf diesen Roman zurück. Es ist ein Buch, das mich nie losgelassen hat.

 

Foto: © Centric Photography
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»Worauf kommt es im Leben an?« Bas Kast im Interview

Im Sommer seines Lebens hat Nicolas einen Traum. Er will Schriftsteller werden wie sein Onkel. Dann kommt das Leben dazwischen und die Firma seines Vaters, Verantwortung, Termine und lauter Zwänge. Als sein Onkel stirbt, verliert Nicolas den einzigen Menschen, der an ihn geglaubt hat. Doch überraschend findet er am unwahrscheinlichsten Ort den Schlüssel, der ihm hilft, zu dem zu werden, der er wirklich ist.

Das Buch eines Sommers, eine lebensphilosophische Erzählung, die einen wachrüttelt.

Wir haben mit Bas Kast über seinen Roman gesprochen.

1. Wie ist die Geschichte, die Sie in »Das Buch eines Sommers. Werde, der du bist« erzählen, zu Ihnen gekommen?  

Bas Kast: Eigentlich mit der Geburt meines ersten Sohnes vor sechseinhalb Jahren. Da habe ich mir zum ersten Mal die Frage gestellt, was es bedeutet, Vater zu sein, was eine gute Erziehung ausmacht. Und schließlich auch, was ich meinen Kindern – mittlerweile haben wir drei Söhne – mitgeben möchte. Worauf kommt es im Leben an? Der Versuch, diese Fragen im Schreiben zu klären, war Auslöser für das neue Buch. 

 

2. Und wie lautet Ihre Antwort? Was ist wichtig, für das eigene Leben und bei der Erziehung? 

Bas Kast: Ich hatte damals meine Frau gefragt, was sie unseren Kindern gerne fürs Leben mitgeben möchte, und ihre Antwort lautete: »Vertraue dir!« Daraufhin bin ich in mich gegangen, ob ich das für mich Essenzielle auf einen Satz herunterbrechen kann, und kam auf das Diktum »Werde, der du bist« – ursprünglich vom griechischen Dichter Pindar geprägt und später von Nietzsche popularisiert. Es trifft für mich den Kern dessen, was meiner Meinung nach eine gute Erziehung ausmacht: unsere Kinder dabei zu begleiten, diejenigen zu werden, die sie im Innersten sind, und ihnen keine bestimmte Richtung vorzugeben. Wir entdecken also mit ihnen gemeinsam, was in ihnen steckt, wer sie sind. Und das ist ziemlich spannend. 

  

3. Gibt es eine Verbindung zwischen diesem Buch und Ihrem vorherigen Bestseller »Der Ernährungskompass«? 

Bas Kast: Ja, die gibt es tatsächlich. Und zwar ist es der Umgang mit der Erfahrung der eigenen Endlichkeit. Als ich vor einigen Jahren Herzattacken bekam, blieb mir nichts anderes übrig, als meine Ernährung radikal umzustellen, um mich selbst zu heilen. Daraus entstand »Der Ernährungskompass«. Das Bewusstsein, dass ich nicht ewig lebe, öffnete mir auch die Augen für das Wesentliche, sich auf das zu besinnen, was einem wirklich wichtig ist. Daraus entstand die Idee zu »Das Buch eines Sommers«, in dem meine Hauptfigur Nicolas in nächtlichen Gesprächen mit Christopher darüber nachdenkt: Habe ich in meinem Leben das getan, was ich gern tun wollte, habe ich mir meinen persönlichen Lebenstraum erfüllt – ja oder nein? Oder habe ich etwas verpasst? In diesen Gesprächen geht es darum, wie man ein Leben führen sollte. Und was man, sollte es einen plötzlich nicht mehr geben, gerne den eigenen Kindern noch gesagt hätte. 

 

4. Was würden Sie jemandem raten, der merkt, dass es in seinem Leben nicht weitergeht und dass es nicht so geworden ist, wie er es sich einst vorgestellt hatte?  

Bas Kast: Es ist natürlich unglaublich schwierig, pauschal zu sagen, wie man zum eigenen Kern findet. Ganz wichtig ist zunächst, herauszufinden, was da alles im Weg steht. Das können zum Beispiel Ideale sein, die man mehr oder minder gedankenlos von der Gesellschaft oder von den Eltern übernommen hat. Zu erkennen, woher diese Ideale kommen und ob sie uns glücklich machen oder eher von uns entfernen, ist natürlich ein längerer Suchprozess, den auch meine Hauptfigur Nicolas durchläuft. 

 

Foto: Serge Höltschi / © Diogenes Verlag
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»Es geht nicht um Geschichte, sondern um Geschichten.« Charles Lewinsky im Interview

Der Sebi ist nicht gemacht für die Feldarbeit oder das Soldatenleben. Viel lieber hört und erfindet er Geschichten. Im Jahr 1313 hat so einer es  nicht leicht in einem Dorf in der Talschaft Schwyz, wo die Hacke des Totengräbers täglich zu hören ist und Engel kaum von Teufeln zu unterscheiden sind. Doch vom Halbbart, einem Fremden von weit her, erfährt der Junge, was die Menschen im Guten wie im Bösen auszeichnet – und wie man auch in rauhen Zeiten das Beste aus sich macht.

Der Halbbart steht auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2020: ein Roman voller Schalk und Menschlichkeit, der zeigt, wie aus Geschichten Geschichte wird.

Wir haben mit Charles Lewinsky über seinen neuen Roman gesprochen.

1. Der Roman heißt Der Halbbart. Was macht den Halbbart zum Protagonisten? Steht nicht eigentlich der junge Sebi im Mittelpunkt des Geschehens?

Charles Lewinsky: Das ist eine Frage, die ich mir beim Schreiben auchgestellt habe. Wer ist wichtiger, der Beschreiber oder der Beschriebene? Mit jedem Kapitel ist mir klarer geworden: Ohne seine Begegnung mit dem Halbbart wäre der junge Sebi kein ungewöhnlicher Charakter. Ohne die übergroße Figur des Halbbart hätte er wenig zu beobachten und noch weniger zu erzählen. Es ist der Halbbart, der ihm die Welt öffnet – und darum gebührt diesem auch der Buchtitel.

2. Sie widmen das Buch Ihrem Bruder – hat das einen besonderen Grund?

Charles Lewinsky: Als kleine Buben haben mein Bruder und ich jeden Abend das Einschlafen hinausgezögert, indem wir gemeinsam Geschichten erfunden haben. Im Rückblick würde ich sagen: Diese Heldensagen – denn natürlich waren wir beiden die Helden jeder Erfindung – waren meine ersten Gehversuche für meinen späteren Beruf. Denn ich bin heute noch der Meinung: Die wichtigste Aufgabe eines Romanautors ist es, eine interessante Geschichte zu erzählen.

Foto: Serge Höltschi / © Diogenes Verlag
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Wer schreibt hier?

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Gegen das Vergessen. Jona Oberskis »Kinderjahre«

Der niederländische Autor und Physiker Jona Oberski hat Kinderjahre 1977 geschrieben, gut 30 Jahre nach seinen Erlebnissen im KZ Bergen-Belsen. Aber er begibt sich derart zurück in die Haut eines Sechsjährigen, dass ein erschütternd nüchterner autobiographischer Bericht von berührender Intensität entsteht. Was er erlebt, bleibt unkommentiert, ausschnitthaft, so auch diese Liebesszene seiner Eltern. Mit diesem einzigartigen, existentiellen Buch starten wir die Vorstellung der niederländischen Autoren im Diogenes Programm anlässlich des Ehrengasts Flandern und die Niederlande der diesjährigen Frankfurter Buchmesse.

Grafik von Eleanor Crow für Pushkin Press
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Was wir zu Weihnachten verschenken? Bücher natürlich!

Der Herbst leuchtet noch in den prächtigsten Farben, Weihnachten ist weit enfernt. Meinen Sie! Tatsächlich werden gerade vielerorts die Christkindlesmärkte aufgebaut, die ersten Nordmanntannen auf Plätze und in Geschäfte gestellt, Schaufenster üppig dekoriert und lange Lichterketten an Fassanden gehängt, von wo sie prächtig in den frühdunklen Abendhimmel leuchten. Gar nicht zu früh kommen deshalb unsere Geschenktipps für Weihnachten.

Anne-Diane Deprez, Assistentin des Verlegers
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Glanz und Melancholie – Das Diogenes-Buch

Von Michael Schikowski

Das Buch übt einen entscheidenden Einfluss auf unser Leseerlebnis aus. Objektive buchherstellerische Angaben werden aber erst durch subjektive Erlebnisse des Buchkörpers komplett. In der Regel fehlen uns aber manchmal die Worte dafür. Was etwas ist, ist mit einer Deutung der Wirkung besser erinnerbar. Das Verkaufsgespräch erhält so zusätzliche und wichtige Aspekte.

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