Warum erinnern wir uns noch Jahre später an einen peinlichen Satz beim ersten Date, vergessen aber den Namen eines Menschen drei Sekunden nach der Vorstellung? Warum entstehen manche Kunstwerke aus neurologischen Besonderheiten? Und sind kreative Menschen tatsächlich »anders verdrahtet«? Mit solchen Fragen beschäftigt sich der Neurowissenschaftler Mario de la Piedra Walter in seinem neuen Buch Unser kreatives Gehirn. Darin verbindet er Hirnforschung mit Kunstgeschichte und schaut in die Köpfe von Künstler:innen, Schriftsteller:innen und Musiker:innen – von Virginia Woolf über Frida Kahlo bis zu Andy Warhol.
Der Autor zeigt: Kreativität ist kein göttlicher Funke, sondern entsteht aus einem komplexen Zusammenspiel von Wahrnehmung, Erinnerung, Neurodivergenz und Erfahrung. Oft sind gerade neurologische Besonderheiten eng mit außergewöhnlicher Kunst verbunden.
Unser Gehirn speichert Emotionen anders als Fakten. Deshalb bleibt uns ein peinlicher Moment aus der Schulzeit oft jahrzehntelang präsent, während Namen oder Geburtstage sofort verschwinden. Mario de la Piedra erklärt es uns in diesem Video: