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  • Warum wir peinliche Momente nie vergessen (und was Andy Warhol damit zu tun hat)


    Warum erinnern wir uns noch Jahre später an einen peinlichen Satz beim ersten Date, vergessen aber den Namen eines Menschen drei Sekunden nach der Vorstellung? Warum entstehen manche Kunstwerke aus neurologischen Besonderheiten? Und sind kreative Menschen tatsächlich »anders verdrahtet«? Mit solchen Fragen beschäftigt sich der Neurowissenschaftler Mario de la Piedra Walter in seinem neuen Buch Unser kreatives Gehirn. Darin verbindet er Hirnforschung mit Kunstgeschichte und schaut in die Köpfe von Künstler:innen, Schriftsteller:innen und Musiker:innen – von Virginia Woolf über Frida Kahlo bis zu Andy Warhol.

    Der Autor zeigt: Kreativität ist kein göttlicher Funke, sondern entsteht aus einem komplexen Zusammenspiel von Wahrnehmung, Erinnerung, Neurodivergenz und Erfahrung. Oft sind gerade neurologische Besonderheiten eng mit außergewöhnlicher Kunst verbunden.

    Unser Gehirn speichert Emotionen anders als Fakten. Deshalb bleibt uns ein peinlicher Moment aus der Schulzeit oft jahrzehntelang präsent, während Namen oder Geburtstage sofort verschwinden. Mario de la Piedra erklärt es uns in diesem Video:

    Mario de la Piedra Walter: Wieso vergessen wir Namen, aber keine peinlichen Momente? Und was hat Andy Warhol damit zu tun?

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  • Rabea Weihser über ihr erzählerisches Sachbuch ›Wie wir so schön wurden‹ – Ein Interview

    »Ein Gesicht spiegelt ja nicht nur das Innere einer Person, an seiner Oberfläche brechen sich auch gesellschaftliche Sehnsüchte, Zwänge und Ideologien«, weiß Rabea Weihser, die Autorin von Wie wir so schön wurden. Im gewitzten, anregenden und bereichernden Sachbuch setzt sie sich mit aktuellen Kosmetikphänomenen auseinander und erkundet die Spielarten unseres Schönheitstriebs.

     

    Foto: Fabian Raabe / © Diogenes Verlag

    Wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine ›Biografie des Gesichts‹ zu schreiben? Was hat Sie an dem Thema fasziniert?

    Ich hatte schon immer eine große Neugier dafür, was Menschen schön finden und warum. Und wenn man heute ins Internet oder auf die Straße guckt, wundert man sich doch häufig, wie die Leute ihre Gesichter gestalten, ob mit Schminke, Spritzen oder OPs. Zudem scheinen junge Menschen unter einem noch stärkeren Schönheitsdruck zu leiden als vorige Generationen. Ein Gesicht spiegelt ja nicht nur das Innere einer Person, an seiner Oberfläche brechen sich auch gesellschaftliche Sehnsüchte, Zwänge und Ideologien. Ich fand es unglaublich reizvoll, diesen Komplex zu erkunden. Ich wollte verstehen, welchen Anteil an unserem ästhetischen Empfinden unsere sehr behäbige Biologie hat und was wir der flüchtigen Kultur zuschreiben können. Als Biografie verstehe ich diese Erzählung, weil sie so etwas wie eine Jahrtausende dauernde Coming-of-Age-Geschichte des attraktiven Gesichts ist: Wie kam es zu dem, was wir heute sehen?

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  • Der unerhört aufregende Erfolgsroman aus den USA: ›Uns gehört die Nacht‹ von Jardine Libaire

    Ein Roman voller Verlangen und Zärtlichkeit: Uns gehört die Nacht der US-Amerikanerin Jardine Libaire ist dunkel und sexy und versprüht Glamour und Glitter im vibrierenden New York der 80er Jahre. Dieses Debüt, das in den USA zum Erfolgsroman wurde, erscheint heute auf Deutsch, und das passende Mixtape haben wir auch schon parat.

    Foto: © Justine Gilcrease
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  • Benedict Wells: Der Soundtrack

    »Beck war spät dran, er raste mit dem Audi zur Schule. Aus den Boxen dröhnte Transmission von Joy Division.«

    Schon der erste Satz von Benedict Wells’ Debütroman Becks letzter Sommer liefert den Soundtrack zur Geschichte, mit dem im Ohr es sich mindestens doppelt so gut liest. Glücklicherweise hat der Autor sich die Mühe gemacht, für jeden seiner Romane eine Playlist zu erstellen, so dass wir jederzeit wieder in die Geschichten eintauchen können. 

    Hier kommen die vier Playlists für alle, die beim Lesen von Wells’ Romanen ständig denken: »Oh ja, das muss ich auch mal wieder hören!«, »Der Song passt perfekt zur Szene!«, oder auch »Ha, dazu habe ich Toni Bernardi in der Neunten ›Ich steh’ auf dich‹ gesagt, bevor Anna sich an ihn rangemacht hat und ich mich auf meinen rechten Schuh übergeben habe.«

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