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  • Rabea Weihser über ihr erzählerisches Sachbuch ›Wie wir so schön wurden‹ – Ein Interview

    »Ein Gesicht spiegelt ja nicht nur das Innere einer Person, an seiner Oberfläche brechen sich auch gesellschaftliche Sehnsüchte, Zwänge und Ideologien«, weiß Rabea Weihser, die Autorin von Wie wir so schön wurden. Im gewitzten, anregenden und bereichernden Sachbuch setzt sie sich mit aktuellen Kosmetikphänomenen auseinander und erkundet die Spielarten unseres Schönheitstriebs.

     

    Foto: Fabian Raabe / © Diogenes Verlag

    Wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine ›Biografie des Gesichts‹ zu schreiben? Was hat Sie an dem Thema fasziniert?

    Ich hatte schon immer eine große Neugier dafür, was Menschen schön finden und warum. Und wenn man heute ins Internet oder auf die Straße guckt, wundert man sich doch häufig, wie die Leute ihre Gesichter gestalten, ob mit Schminke, Spritzen oder OPs. Zudem scheinen junge Menschen unter einem noch stärkeren Schönheitsdruck zu leiden als vorige Generationen. Ein Gesicht spiegelt ja nicht nur das Innere einer Person, an seiner Oberfläche brechen sich auch gesellschaftliche Sehnsüchte, Zwänge und Ideologien. Ich fand es unglaublich reizvoll, diesen Komplex zu erkunden. Ich wollte verstehen, welchen Anteil an unserem ästhetischen Empfinden unsere sehr behäbige Biologie hat und was wir der flüchtigen Kultur zuschreiben können. Als Biografie verstehe ich diese Erzählung, weil sie so etwas wie eine Jahrtausende dauernde Coming-of-Age-Geschichte des attraktiven Gesichts ist: Wie kam es zu dem, was wir heute sehen?

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  • »Ich bin ein hundertprozentiger Zero.« Ein Interview mit Anthony McCarten

    Was ist wichtiger – Privatsphäre oder Sicherheit? Diese Frage ist im neuen Roman Going Zero von Anthony McCarten allgegenwärtig. Eine junge Frau stellt sich einem spannenden Experiment der Regierung und eines Social-Media-Moguls. Die Aufgabe: sie soll 30 Tage unauffindbar bleiben. Ist das überhaupt noch möglich in einer Welt, in der wir ständig Spuren hinterlassen?

    Im Diogenes Interview erzählt uns der Autor, wieso er selbst in den sozialen Netzwerken nicht zu finden ist und welche Sorgen er sich um unsere Zukunft macht. Außerdem kommt der Autor bald auf Lesereise nach Zürich (7.5.2023), Berlin (8.5.2023) und Hamburg (9.5.2023), um seinen Roman persönlich vorzustellen.

    Foto: © Privat
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