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Celia Fremlin

Foto: Archiv Diogenes Verlag

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Celia Fremlin

Geboren am 20.6.1914, gestorben am 16.6.2009. Die Tochter eines viktorianischen Gentleman wollte nicht eine Lady werden, einen Haushalt führen und repräsentieren. Celia Fremlin studierte in Oxford klassische Philologie und Philosophie und fand nach den Examina keine entsprechende Arbeit, nur Jobs als Süßwarenverkäuferin, Putzfrau und Kellnerin. Nebenbei schrieb sie gegen Honorar Humoresken und zur Entspannung philosophische Abhandlungen. Zu einer größeren schriftstellerischen Tätigkeit kam es vorerst nicht. Der Zweite Weltkrieg und eine Ehe kamen dazwischen. Fürs Vaterland leitete sie einen Luftschutzkeller, für ihren Mann zog sie drei Kinder auf. Erst mit 44 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, ›Die Stunden vor Morgengrauen‹, der ihr auf Anhieb einen ›Edgar‹ einbrachte, die renommierteste amerikanische Krimiauszeichnung.

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»Dieses leise, aber wachsende Unbehagen im bürgerlichen Heim; dieser Zweifel, der sich anfangs noch hinter guten Manieren oder Dickfelligkeit verbergen läßt, bis dann die Masken verrutschen und sich langsam, und furchtbar logisch, die Katastrophe einstellt – das ist ihre Spezialität. Und die Frage aller Fragen: Was ist es, das diese Biederlinge dazu bringt, den Kollegen zu ertränken, die Mutter zu ermorden oder wahllos irgendwelche Spaziergänger abzuknallen?«Der Spiegel

»Celia Fremlin gehört in die Reihe der großartigsten Krimiautorinnen wie Margaret Millar, Patricia Highsmith oder Barbara Vine. Den Frauen liegt die subtile Kunst des Psychokrimis offensichtlich mehr als den Männern.«Frankfurter Rundschau

»Auf den ersten Blick: unscheinbar und durchschnittlich sind die Helden, unspektakulär die Schauplätze. Im Mittelpunkt stehen die banalen Miseren des Alltags. Hochprozentig sind die Details, geistreich ist die Erzählweise, anregend die Ironie und Komik der Dialoge.«Neue Zürcher Zeitung

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