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Sean O'Faolain

Foto: Archiv Diogenes Verlag

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Sean O'Faolain

Autor

Sean O’Faolain wurde 1900 in Cork geboren und starb 1991 in Dun Laoghaire. Er studierte in Dublin, beteiligte sich an den Revolutionskämpfen und schrieb Erzählungen, Romane, Biographien, Reisebücher und Essays über die Werke von Joyce, Huxley, Greene, Faulkner, Hemingway und anderen. Er wurde 1953 ›Director of the Arts Council of Ireland‹ und war Ehrendoktor des Trinity College in Dublin.

»Wenn ein Ire ins Erzählen gerät, dann wachsen Anekdoten zu Kurzgeschichten, und Kurzgeschichten nehmen unversehens die Ausmaße von Romanen an. Das gelassenere Zeitgefühl dringt in die Strukturen der irischen Prosa prägend ein; wo Raum ist für ein Innehalten, brechen Erinnerungen aus wie Quellen, und mit ihnen das Bewußtsein, daß die Gegenwart nur einen Augenblick ausmacht gegenüber einer endlosen, in Irland besonders schmerzhaft präsenten Vorgeschichte. Kein anderer irischer Erzähler, von Joyce in den ›Dubliners‹ abgesehen, reflektiert intensiver dieses Zeitgefühl als der für ein deutsches Publikum im Grunde noch zu entdeckende Sean O’Faolain. Es sind vor allem die Kurzgeschichten, in denen sich O’Faolains Meisterschaft erfüllte. Seine bevorzugten Figuren sind greise, grandios störrisch kämpfende Frauen und ihre Söhne, die Mittvierziger, für die alles schon gelaufen ist, nur nicht die Sehnsucht nach etwas, das nicht ist, aber sein sollte. Bis ihnen dies endlich bewußt wird, hat sie die Vergänglichkeit schon überholt. So findet im Werk von Sean O’Faolain eine alles erfassende Auseinandersetzung zwischen Ironie und Melancholie statt, die er unbeirrbar vor der letzten Entscheidung verschont.«Süddeutsche Zeitung

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