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Pierre Ambroise François Choderlos de Laclos

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Pierre Ambroise François Choderlos de Laclos

Autor

Geboren am 18.10.1741 in Amiens, gestorben am 5.9.1803 in Tarent, dort in der Nähe auf der Isola San Paolo begraben, später wurde seine Asche in den Golf von Tarent verstreut. Der Adel seiner Eltern war allzu jung, als daß er dem ehrgeizigen Offizier für die Karriere von Nutzen hätte sein können: Seit 1774 bevorzugte ein Erlaß des Königs alten Adel bei der Beförderung. Vielleicht fiel deshalb in seinem einzigen Roman, ›Gefährliche Liebschaften‹, die Kritik an der Korruption und Vergnügungssucht der Adeligen so scharf aus. Der Briefroman war ein Skandalerfolg und Bestseller – und blieb das Meisterwerk seiner Gattung. Von einer grundlegenden Abneigung gegen den Adel kann aber nicht die Rede sein, da Laclos nach der Revolution in Pamphleten für eine konstitutionelle Monarchie plädierte, was ihn beinahe den Kopf gekostet hätte. Unter Napoleon ging sein Jugendtraum in Erfüllung, doch das Glück währte nur kurz. Drei Jahre nach der Ernennung zum General starb Choderlos de Laclos an Typhus.

»Man spürt in den ›Gefährlichen Liebschaften‹ die so gänzlich vorurteilslose Psychologie der alten Moralisten, auch in seiner makellosen Eleganz steht das Buch in der Tradition etwa der Madame Lafayette und ihrer ›Prinzessin von Clèves‹, die aber die Guten sich retten läßt; man ist gern geneigt, Choderlos rein als Sittenschilderer zu nehmen, und die Sitten waren eben böse; es könnte aber auch sein, daß er, was er sah, eher wie de Sade schilderte: mit dunklem Applaus.«Die wunderbaren Falschmünzer

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