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 Lu Wenfu  |  Der Gourmet  |  Roman, Taschenbuch, 192 Seiten | € (D) 8.90 / sFr 15.90* / € (A) 9.20

Roman, detebe 22785, 192 Seiten
Erschienen im Juli 2005

ISBN 978-3-257-22785-7
(D) 8.90 / (A) 9.20
sFr 15.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Lu Wenfu
Der Gourmet

Leben und Leidenschaft eines chinesischen Feinschmeckers
Aus dem Chinesischen von Ulrich Kautz

Der Mensch lebt, um zu essen, ist die Devise von Zhu Ziye, dem berüchtigten Feinschmecker und Schlemmer, der sich von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang in einer Rikscha zu den feinsten Restaurants von Suzhou fahren läßt. Ihm und seinen Tafelfreuden gilt die besondere Verachtung des jungen Gao, der an Revolution und Moral glaubt, dessen Schicksal allerdings auf fatale Weise mit dem des Gourmets verwoben ist.

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Der Mensch lebt, um zu essen, ist die Devise von Zhu Ziye, dem berüchtigten Feinschmecker und Schlemmer, der sich von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang in einer Rikscha zu den feinsten Restaurants von Suzhou fahren läßt. Ihm und seinen Tafelfreuden gilt die besondere Verachtung des jungen Gao, der an Revolution und Moral glaubt, dessen Schicksal allerdings auf fatale Weise mit dem des Gourmets verwoben ist. Zu Beginn des kommunistischen Regimes wird ausgerechnet Gao mit der Leitung eines berühmten Restaurants betraut, und er hat den Ehrgeiz, diesen »Tempel der Gastronomie« in eine Volkskantine zu verwandeln. Wer könnte ihn wohl mehr dafür hassen als Zhu Ziye? Es entsteht gar ein kulinarisches Untergrund-Restaurant – mit wem an der Spitze? Natürlich dem Gourmet, der zusammen mit der einst berühmten Konkubine und Meisterköchin Kong Bixia ungeahnte Höhepunkte der Esskultur erlebt. Nach den drei Jahren der Naturkatastrophen hat es auch Gao eingesehen: Die Kultur des Essens ist für das Volk einfach lebensnotwendig. Daher will er dem Restaurant auch wieder einen gehobenen Standard verleihen. Aber, Ironie des Schicksals, ausgerechnet das wird dem aufrechten Kommunisten in den Jahren der Großen Kulturrevolution Schimpf und Schande eintragen. Doch nach den harten Jahren der Strafversetzung Gaos ist der Triumph der chinesischen Küche definitiv. Nur ist das qualifizierte Personal von einst mittlerweile im Ruhestand – und wer allein kann die geheimen Kochkünste der Alten noch vermitteln? Ein letztes Mal ist Gao zähneknirschend auf den Feinschmecker angewiesen. Zum Schluss ist der Gourmet die anerkannte Autorität in kulinarischen Dingen und gefeierter denn je. Neben seinem hintergründigen Humor ist dieser Roman ein wahres Fest für alle fünf Sinne.

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»Ein kleiner, feiner Roman. Lu Wenfu behandelt in ›Der Gourmet‹ das lebenswichtige Thema: Ernährt sich der Mensch, um gut zu arbeiten, oder arbeitet der Mensch, um gut zu essen?«ARD Tagesthemen

»Endlich ein Buch, worin Essen die Hauptrolle spielt, obwohl es sich um kein Kochbuch handelt. Den Roman ›Der Gourmet‹ las ich wie eine Köstlichkeit, als ganz leicht verdaulichen Genuß - für den Kopf. Der Autor Lu Wenfu serviert die Lebensphilosophie der chinesischen Küche.«Die Welt

»Als ›Der Gourmet‹ Anfang 1983 erstmals in einer chinesischen Literaturzeitschrift erschien, wurde er sogleich ein sensationeller Erfolg. Das Buch kam goldrichtig. Auf Anhieb wurde jeder ein ›Gourmet‹, und es war in ganz China große Mode, Restaurants nach dem Romantitel zu benennen.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Mit seinem weltberühmten ›Gourmet‹ hat Lu Wenfu ein Genrebild voller Lokalkolorit geschaffen, einen Roman, in dem der genüßliche und suchthafte Umgang mit dem Essen exemplarisch für die Grundbedürfnisse des Menschen steht. Die glänzende Übersetzung läßt einem die Worte auf der Zunge zergehen wie die kulinarischen Köstlichkeiten, die einem im Roman serviert werden.«Neue Zürcher Zeitung

»Chinesischer Geist kommt hier auf leichten Füßen zum westlichen Leser: In ›Der Gourmet‹ zeigt sich weder der resignative Sarkasmus aus der heute gerne als liberales Paradies verklärten Republikzeit (1911–1949) noch die nach der Kulturrevolution neu entdeckte und wieder geduldete Innerlichkeit. Der Roman von Lu Wenfu erzählt eine Geschichte von Leben und Leidenschaft eines chinesischen Feinschmeckers.«Tages-Anzeiger

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