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Sibylle Mulot  |  Liebeserklärungen  |  Roman, Taschenbuch, 176 Seiten | € (D) 7.90 / sFr 13.90* / € (A) 8.20

Roman, detebe 22859 Broschur, 176 Seiten
Erschienen in Nov. 2001

ISBN 978-3-257-22859-5
(D) 7.90 / (A) 8.20
sFr 13.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Sibylle Mulot
Liebeserklärungen

Nur eines ist schöner als die Liebe: die Geschichten über die Liebe. Zu dieser Erkenntnis kommt eine junge Frau, als sie eine Reihe von Verliebten befragt, die alle irgendwie miteinander in Beziehung stehen. Die verschwiegensten Geheimnisse des Herzens kommen dabei an den Tag. Im Mittelpunkt steht das Verführtwerden, aber auch das sich Verführenlassen durch eigene Träume und Sehnsüchte. Was löst ihn aus, den berühmten ›coup de foudre‹? Die Erzählerin lässt sich berichten, was es mit dem schönen Wahn auf sich hat. Erstaunliche Taktiken werden dabei verraten, wie Er oder Sie sich vor Enttäuschungen schützt. Da gibt es die Männerjägerin, den Mädchensammler, aber auch die heroisch Liebende, die einer unerwiderten Liebe hartnäckig die Treue hält. Es gibt die schwermütig Leidenden, die sich schwören »nie wieder« – bis zum nächsten Mal. Mit viel Humor und in einer bilderreichen, ungewohnt wortschöpferischen Sprache streut die Autorin Lebensweisheiten und Selbsterkenntnisse ein. Jeder Leser begegnet irgendwann in diesem Kaleidoskop der Liebe dem eigenen Spiegelbild. Eine Art modernes ›Decamerone‹, das in einer Atmosphäre schwebender Erotik die verschiedensten Stadien und Spielarten von Verliebtheit beschreibt.

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»Ein äußerst witziger erzählerischer Reigen, durchaus in der Tradition von Boccaccios ›Decamerone‹ bis zu Widmers wundervoller ›Liebesnacht‹. Ein Buch fürs aufgewühlte Herz wie für den Kunstverstand.«Die Zeit

»Erzählt werden diese Geschichten so ungewöhnlich beschwingt, daß es eine Freude ist. Kein Liebesdrama entfaltet sich, sondern hier wird ein immer wiederkehrendes Spiel beschrieben zwischen Mann und Frau, die sich gegenseitig nachstellen, sich begehren und hassen. In den ›Liebeserklärungen‹ wird dieser uralte Schlager amüsant neu komponiert und mit jener Distanz betrachtet, die nötig ist, um schmunzeln zu können über das Wechselbad der Gefühle, in dem Prinzen geküßt und an die Wand geworfen werden. Ein unbeschwertes Lesevergnügen, ideal für einen verbummelten Nachmittag in der Badewanne, möglichst mit einer Schönheitsmaske auf dem Gesicht vor einem Rendezvous.«Norddeutscher Rundfunk

»An Milan Kundera erinnert ›Liebeserklärungen‹, der Debütroman von Sibylle Mulot, des öfteren — an seine Urbanität, an seine aufgeklärte Skepsis, an seine umtriebige und zugleich distanzierende Neugierde auf Menschen, an die welterfahrenen Melancholien seiner Erotik. Wie Milan Kundera sinnt auch Sibylle Mulot den Rätselhaftigkeiten des Liebesgefühls nach — wenn das Sich-Verlieben eine Krankheit ist, dann ist Sich-nicht-mehr-Verlieben die schlimmere Krankheit. Wie Kundera versucht auch Mulot dem Phänomen der erotischen Attraktion erzählend, also: beispielgebend, exemplarisch beizukommen. Aber ihr steht auch, anders als Kundera, eine besondere Art von diskretem Humor zu Gebote, ein Fluidum von eleganter Selbstverspottung, von wissender Heiterkeit. Es ist die Heiterkeit der Ernüchterung: Mulot erörtert die Merkwürdigkeiten der erotischen Bezauberung, während sie die Entzauberung immer schon mitdenkt.«Österreichischer Rundfunk

»In allen Varianten geht es um die Ursache für die unlösbare Vertracktheit aller Paar-Beziehungen, um ihre Ticks und Tricks, um die verflixte Schnellebigkeit des Liebesglücks und um die entsetzliche Gefühlsabhängigkeit, die jedes neue Verliebtsein – bei aller überlegenen (weiblichen) Ironie – mit sich bringt. Sibylle Mulot hat nicht an Witz und Treffsicherheit eingebüßt, wohl aber an nachdenklichem Tiefgang und an differenzierter Fülle der Figuren dazugewonnen (was mehr für die Frauen gilt als für die Männer). Das macht neugierig auf ihr nächstes Thema. Zu hoffen ist, daß sie uns auch weiterhin klug unterhält.«Süddeutsche Zeitung

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