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Yael Hedaya  |  Liebe pur  |  Erzählung, Taschenbuch, 224 Seiten | € (D) 8.90 / sFr 15.90* / € (A) 9.20

Erzählung, detebe 23307 Broschur, 224 Seiten
Erschienen in Okt. 2001
Nicht lieferbar!

ISBN 978-3-257-23307-0

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Yael Hedaya
Liebe pur

Nach einer ersten Verabredung bringt der Mann die Frau nach Hause. Dabei läuft den beiden ein herrenloser junger Hund über den Weg. Aber wer von beiden könnte gerade jetzt einen Hund gebrauchen? Der Mann darf »nur auf einen Kaffee« mit zu der Frau, und der Welpe soll wenigstens etwas zu fressen bekommen, bevor beide wieder gehen sollten. Doch der Mann übernachtet bei der Frau, und auch der Hund darf bleiben – und wird zum Seismographen der Beziehung.

Mehr zum Inhalt

Sie sind schon über dreißig und immer noch Single. Nur, dass dieses Wort in Tel Aviv nicht den Beiklang von Luxus und Abenteuer hat. Neidvoll schauen sie bei Freunden in den Kinderwagen, verzweifelt sehen sie sich nach Partnern um, Freunde und Bekannte helfen mit ›blind dates‹, denn wer in Israel mit über dreißig noch nicht verheiratet ist, gerät gesellschaftlich ins Abseits. In ›Liebe pur‹ haben ein Mann und eine Frau ein solches ›blind date‹. Als der Mann die Frau nach Hause bringt, läuft ihnen ein herrenloser, junger Hund über den Weg. Beide sind fasziniert von dem putzigen Welpen, aber eigentlich kann jetzt keiner der beiden einen Hund gebrauchen. Die Frau schlägt vor, den Mann auf einen Kaffee mit hoch zu nehmen, der Hund dürfe auch mit, bekomme etwas Feines zu fressen, aber dann müssten beide wieder gehen. Doch der Mann bleibt über Nacht – und auch der Hund darf bleiben. So wird er zum Maskottchen dieser Liebesbeziehung, die mit all ihren Höhen und Tiefen einer Achterbahn gleicht.

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»Im Zentrum stehen die fein beobachteten Rituale der fragilen Liaison zweier Singles in den Dreißigern, die ewigen Rituale der Annäherung und Überwältigung, der Distanzierung und erneuten Nähe: Soll man zusammenziehen oder nicht? Die Freunde zu einem Essen einladen? Was macht der Mann mit der anderen Freundin, die er schon länger kennt und in Reserve hält? Wie verhält man sich nach dem ersten Streit? All das beobachtet Yael Hedaya aus verschiedenen Blickwinkeln, erlaubt sich Rückblenden auf das sexuelle Vorleben der beiden Partner, hält deren Gedanken und Zweifel fest: ein komplexes Erzählgebilde. Insofern ist die Gattungsbezeichnung ›Erzählung‹ hier reines Understatement.«Der Spiegel

»Ein Mann, eine Frau, zwei Appartements und zwei Ängste. Die Angst, sich festzulegen, und die Angst, allein zu sein. Beide auf beiden Seiten. Aber was folgt, ist nicht der Slapstick der Sexualität und die Komik des Kuppelns. Stattdessen: die traurige Geschichte einer unmöglichen Annäherung. Um sie zu erzählen, bedient sich Yael Hedaya eines Tricks. Neben den Mann und die Frau stellt sie eine dritte Erzählerstimme: die des Hundes. Sein Wohl und Wehe wird zum Gradmesser für den Stand der Liebesdinge. Seine Verwandlung vom Schlafzimmerteppich zum Fußabtreter spiegelt die Entfremdung der Liebenden.«Rheinischer Merkur

»Der Liebe, die alle begehren und von der doch niemand mehr so genau weiß, wie sie zu finden ist, rückt Yael Hedaya mit Sachlichkeit zu Leibe. Lakonische Dialoge durchbrechen die von schlichter Eleganz geprägten Erzählpassagen. Doch bei aller Distanziertheit: Es geht zu Herzen, wie die Angst des Mannes und der Frau vor dem Alleinsein zunehmend von einer viel größeren Angst verdrängt wird: der, wieder alleine zu sein.«Norddeutscher Rundfunk

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