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Georges Simenon  |  Der Mann, der den Zügen nachsah  |  Roman, Taschenbuch, 272 Seiten | € (D) 8.90 / sFr 14.90* / € (A) 9.20

Roman, detebe 20815, 272 Seiten
Erschienen im März 1997
Nicht lieferbar!

ISBN 978-3-257-20815-3

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Georges Simenon
Der Mann, der den Zügen nachsah

Die Welt steht kopf: die Firma, in der der holländische Familienvater Kees Popinga arbeitete, geht bankrott, und Popingas bewunderter Chef Julius de Coster verschwindet mit der Firmenkasse. Auch für den braven Popinga fallen in diesem Moment die moralischen Schranken, er bricht aus und nimmt den nächsten Zug via Amsterdam nach Paris. Einmal richtig leben und lieben — dafür geht Kees Popinga sogar über Leichen.

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»Ist Kees Popinga ein Gescheiterter? Oder ist er ein mutiger Mensch, weil er aus den Zwängen eines bürgerlichen Lebens ausbricht, um radikal seine Lust zu leben? So wurde der Roman oft gedeutet. Aber das ist deshalb falsch, weil es zu eindeutig ist: In dem Versuch, seinem bisherigen Leben zu entfliehen, wird Popinga zum gehetzten Outlaw, der nach und nach alles verliert, wirklich alles, bis er splitternackt gefangen genommen und in die Psychiatrie gesperrt wird. ›Der Mann, der den Zügen nachsah‹ ist deshalb so unheimlich, weil Simenon in der Schwebe läßt, inwieweit Popinga nur scheitert oder in diesem Scheitern doch auch eine Art Freiheit gewinnt; und inwieweit er in dem Bestreben, die festgezurrten Verhältnisse in seinem Leben zu verrücken, tatsächlich verrückt wird.« Süddeutsche Zeitung

»Simenon ist der Mann und auch die Frau unserer Zeit, die der Langeweile das tödliche Abenteuer vorziehen.«Jean Renoir

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