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Leon de Winter  |  Place de la Bastille  |  Roman, Taschenbuch, 160 Seiten | € (D) 8.90 / sFr 15.90* / € (A) 9.20

Roman, detebe 23669 Broschur, 160 Seiten
Erschienen in März 2008

ISBN 978-3-257-23669-9
(D) 8.90 / (A) 9.20
sFr 15.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Leon de Winter
Place de la Bastille

Aus dem Niederländischen von Hanni Ehlers

Paul de Wit hat eine Obsession: Er möchte die Geschichte korrigieren. Vor allem die seiner Familie. Ausgerechnet auf der Place de la Bastille meint er seinen totgeglaubten Zwillingsbruder entdeckt zu haben. In ihm flammt die wahnwitzige Hoffnung auf, sich doch noch mit seiner Geschichte versöhnen zu können.

Mehr zum Inhalt

Paul de Wit ist süchtig, fernsehsüchtig. Nach außen hin führt der Geschichtslehrer mit seiner Frau Mieke und den beiden Töchtern ein stabiles bürgerliches Leben. Doch Paul ist ausgebrannt, er ist dabei, sich zu verflüchtigen, wie es Mieke nennt. Er schreibt an einem Buch über die gescheiterte Flucht Ludwigs XVI. nach Varennes zu Beginn der Französischen Revolution. Er möchte zeigen, dass es keine Zwangsläufigkeit, keinen Sinn in der Geschichte gibt, sondern dass sie aus einer Kette von Zufällen besteht. Warum beschäftigt sich ein Niederländer so obsessiv mit einem französischen König? Seine Frau Mieke ahnt, was ihn dabei umtreibt: Paul hat seine jüdischen Eltern im Konzentrationslager Auschwitz verloren, seine Familie, seine Herkunft sind wie ausgelöscht. Und im Grunde bewegt ihn nur eines: Paul möchte die Geschichte berichtigen. Er möchte eine Vergangenheit wiederfinden, die nie Vergangenheit werden durfte. Mieke ermutigt ihn, seine Recherchen zu Ludwig XVI. in Paris wiederaufzunehmen. Dass sie ihn dabei auch seiner jüdischen Geliebten Pauline wieder in die Arme treibt, weiß sie nicht. Mit der jungen Frau verbindet ihn eine tiefe Seelenverwandtschaft. Und da ist noch etwas: Auf einem Foto, das er auf der Place de la Bastille aufgenommen hat, ist nicht nur Pauline zu erkennen, sondern im Hintergrund ein Mann, der Pauls Doppelgänger sein könnte. Oder aber sein Zwillingsbruder – von Paul totgeglaubt. Eine verzweifelte Suche beginnt.

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»Nur wenige zeitgenössische Autoren verstehen es wie er, die großen, alten Themen Schuld und Schicksal, Glaube und Angst so unterhaltsam zu reflektieren. Und so anspruchsvoll.« Süddeutsche Zeitung

»Ein fesselndes Stück Literatur, schnörkellos und elegant. Die Fähigkeit, ein todernstes Thema mit feiner Ironie beleuchten zu können, hat der 51jährige Erfolgsschriftsteller offenbar auch vor einem Vierteljahrhundert schon besessen.«Freie Presse

»Leon de Winters wunderbar klar und schnörkellos erzählter kleiner Roman ist sein bislang vielleicht stärkster Text. Gerade weil er über die menschliche Schwäche schreibt. Und das mit einem derart schonungslosen, wachen Blick, daß man den Atem anhält.«Jüdische Allgemeine

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