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Robert Walser, Daniel Keel (Hg.)  |  Der Spaziergang  |  Geschichte, Taschenbuch, 176 Seiten | € (D) 8.90 / sFr 15.90* / € (A) 9.20

Geschichte, detebe 20065, 176 Seiten
Erschienen im Sept. 2006

ISBN 978-3-257-20065-2
(D) 8.90 / (A) 9.20
sFr 15.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Robert Walser
Der Spaziergang

Ausgewählte Geschichten
Herausgegeben von Daniel Keel

»Robert Walsers Protagonisten leben in Verhältnissen, die sie zu einer zwar brauchbaren, ›aber guten runden Null machen‹ und zur bitteren Erkenntnis gelangen lassen: ›Schnarchen und Schlafen ist besser als Dichten und Denken.‹ Auch Helbling, Bankangestellter, gehört zu den großen Zweiflern: ›Ich bin ein kleines, blasses, schüchternes, schwaches, elegantes, zimperliches Kerlchen voll lebensuntüchtiger Empfindsamkeiten und würde die Härte des Lebens, wenn es mir einmal schiefgehen sollte, nicht ertragen können.‹ Es bleibt offen, ob die tragikomischen Helden je einen Fuß auf den Boden bringen. Wie sie sich dennoch ein Stück lebenswertes Leben in der Enge ihres Daseins erkämpfen und trotzdem ihren (Galgen-)Humor bewahren, das reißt einen förmlich mit.«

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»Ganz ungewöhnlich zart sind diese Geschichten, das begreift jeder. Nicht jeder sieht, daß nicht die Nervenspannung des dekadenten, sondern die reine und rege Stimmung des genesenden Lebens in ihnen liegt.«Walter Benjamin

»Daß das keine Spielerei sei, möchte ich eigentlich gar nicht behaupten, aber es ist jedenfalls – trotz der ungemeinen Wortbeherrschung, in die man sich vernarren könnte – keine schriftstellerische Spielerei, sondern eine menschliche, mit viel Weichheit, Träumerei, Freiheit und dem moralischen Reichtum eines jener scheinbar unnützen, trägen Tage, wo sich unsere festesten Überzeugungen in eine angenehme Gleichgültigkeit lockern.«Robert Musil

»Robert Walser erfüllte bewußt die Erwartungen nicht, die man schon zu seiner Zeit an einen Schriftsteller stellte. Walser wollte nicht analog der Konsumartikelindustrie jährlich irgendwelche neue Hundertprozentigkeit ans Tageslicht gelangen lassen. Eine seiner Qualitäten ist gerade, daß er das nicht wollte.«Urs Widmer

»Spazierengehen ist für Robert Walser ein so unermüdliches wie unerschöpfliches Sich-durch-die-Welt-Bewegen, schauend, träumend, kaum angekommen schon wieder Abschied nehmend: Nicht als Beobachter, sondern als eine gelegentlich mitspielende Nebenfigur und als ganz und gar freier Schriftsteller, als ›Poet‹ im ältesten, reinsten Sinn.«Kindlers Neues Literatur Lexikon

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