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 Vercors  |  Das Schweigen des Meeres  |  Erzählung, Taschenbuch, 144 Seiten | € (D) 9.90 / sFr 15.90* / € (A) 10.20

Erzählung, detebe 23315 Broschur, 144 Seiten
Erschienen in Jan. 2002

ISBN 978-3-257-23315-5
(D) 9.90 / (A) 10.20
sFr 15.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Vercors
Das Schweigen des Meeres

Mit einem Essay von Ludwig Harig
Aus dem Französischen von Karin Krieger

1942 anonym erschienen, berichtet die 1941 entstandene ›Gelegenheitsarbeit‹ von der Konfrontation eines deutschen Offiziers mit seinen französischen Quartiergebern. Aus der Konfrontation entsteht eine mühsam unterdrückte Liebe. Als Demonstration französischen Selbstbewußtseins unter der deutschen Okkupation und als Zeichen der Hoffnung inmitten der Feindseligkeiten hat die Novelle Weltruhm erlangt.

Mehr zum Inhalt

Die Originalausgabe von ›Das Schweigen des Meeres‹ erschien 1942 als erster Titel des legendären Untergrundverlags Editions de Minuit, die Erzählung wurde zu einem maßgeblichen Werk der Résistance. Ein deutscher Offizier nimmt während der Besetzung in Frankreich bei einem alten Mann und seiner Nichte Quartier. Während der Deutsche allabendlich über die Zukunft der deutsch-französischen Freundschaft monologisiert, schweigen seine Quartiersgeber – wie das Meer. Sein Respekt diesem Schweigen gegenüber und seine späte Einsicht in den Zynismus der Politik Hitlers machen die Erzählung zu einem eindringlichen Dokument französischen Selbstbewusstseins unter der deutschen Okkupation. Für Ludwig Harig ist die Erzählung ein Schlüsselbuch nicht nur zur deutschen Vergangenheit, sondern zu seinem eigenen Leben. Zum einen konnte er als Saarländer die Besonderheiten der deutsch-französischen Freundschaft hautnah miterleben. Zum anderen gehört er einer Generation an, die ein besonders prekäres Verhältnis zum nationalsozialistischen Deutschland hat. In seinem umfangreichen Essay legt er einen notwendigen Gegenentwurf zur derzeitigen, lautstark geführten Diskussion über Vergangenheit und Mitschuld vor. Alternativ zu dem Schlagabtausch immer derselben Argumente sucht Harig den detailgenauen Blick auf ein facettenreiches und nie abschließend behandelbares Phänomen. Ähnlich wie Fred Uhlmans ›Der wiedergefundene Freund‹ ist ›Das Schweigen des Meeres‹ ein einfühlsames Dokument der Einzigartigkeit menschlicher Begegnung in einer dunklen Zeit. In seinem Essay verdeutlicht Ludwig Harig den Stellenwert, den es verdient.

StimmenAlle anzeigen

»Vercors wurde international vor allem durch seinen Roman ›Das Schweigen des Meeres‹ bekannt, der 1942 während der deutschen Besatzung erschien und vom französischen Widerstand illegal verbreitet wurde. Der Roman wurde in viele Sprachen übersetzt und später verfilmt. Er beschreibt das Schicksal eines deutschen Offiziers, der sich in eine Französin verliebt, von einer Freundschaft beider Völker träumt, später aber den Zynismus der Politik Hitlers durchschaut.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Jean Bruller alias Vercors schrieb das wichtigste Werk der Résistance–Literatur. Mit einer – nach eigener Aussage – ›Gelegenheitsarbeit‹ gelangte er zu Weltruhm: ›Le silence de la mer‹ (›Das Schweigen des Meeres‹) wurde in mehr als dreißig Sprachen übersetzt, und sein Autor, bekannt unter dem Namen Vercors, blieb, trotz zahlreicher weiterer Bücher, stets und ausschließlich der Schöpfer dieses Meisterwerks von knapp 60 Seiten.«Rheinischer Merkur

»Ein deutscher Offizier quartiert sich während des Zweiten Weltkriegs in Frankreich bei einem alten Mann und dessen Nichte ein, und allabendlich schwärmt er, im Zivilleben Musiker, von der Kultur ihres Landes. Die Franzosen bleiben stumm. Vercors publizierte die große Erzählung 1942 – sie wurde nach dem Krieg Standardlektüre an deutschen Schulen. Der Autor hatte sein Ziel erreicht: Die Menschen redeten miteinander.«Stern

»Diese Erzählung um die Figur eines sympathisch gezeichneten Deutschen ist erstaunlicherweise zu einem der wichtigsten literarischen Zeugnisse der Résistance geworden. Der Verlag hat die Neuauflage nun um einen Essay von Ludwig Harig, um ein gründliches biographisches Nachwort von Yves Beigbeder zu Vercors und um eine Zeittafel ergänzt. Sie liefern wertvolle zeitgeschichtliche Ergänzungen zur Erzählung selber wie zu ihrer Rezeption. Für den jungen Deutschen Ludwig Harig, der nach dem Krieg ein Jahr lang in Lyon Deutschunterricht gab und als Deutscher auf große Reserve stieß, wurde die Lektüre zum Schlüsselerlebnis.«Tages-Anzeiger

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