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Die Zerstörung unserer Zukunft
Ein Lesebuch
Herausgegeben von Bernhard Lassahn
»Was alle treffen kann, das betrifft uns alle.« So warnte der Philosoph Günther Anders vor einem halben Jahrhundert hellsichtig vor der atomaren Katastrophe. Die Ereignisse von Tschernobyl und Fukushima, die Risiken maroder atomarer Anlagen auf der ganzen Welt zeigen uns auf schreckliche Weise, dass wir die Gewalt über unsere eigenen Geschöpfe verlieren – die Maschine den Menschen beherrscht: »Wie verstörte Saurier lungern wir inmitten unserer Geräte herum.« Dieses Lesebuch versammelt das Wichtigste aus Günther Anders' Schriften: Auszüge aus seinem literarisch-philosophischen Hauptwerk ›Die Antiquiertheit des Menschen‹ finden sich darin, alarmierende Texte zur atomaren Bedrohung, Autobiographisches und Fabeln stehen neben Tagebucheinträgen und dem Briefwechsel mit dem Hiroshima-Piloten Claude Eatherly. Und immer wieder warnt Günther Anders uns davor, dass wir auf dem besten Weg sind, unsere eigene Zukunft zu zerstören.
Taschenbuch, 352 Seiten
erschienen am 09. Juni 2011

978-3-257-24166-2
€ (D) 10.90 / sFr 16.90* / € (A) 11.30
* unverb. Preisempfehlung

Pressezitate

Hans-Martin Lohmann
Frankfurter Rundschau
»Mögliche Katastrophen können wir uns nicht anders denn als ›Restrisiko‹ buchstabieren, das praktisch ausgeschlossen wird. Jetzt ist dieses Restrisiko Wirklichkeit geworden.«
Günther
Anders
Günther Anders (eigentlich Günther Siegmund Stern) wurde 1902 in Breslau geboren. Er studierte Philosophie bei Cassirer, Heidegger und Husserl. Die Greuel des Ersten Weltkriegs machten ihn früh zum Pazifisten. 1917 war er Mitbegründer der ›Europa Unita‹, einem Bund für ein vereintes Europa. 1933 floh er vor den Nationalsozialisten nach Paris und New York und kehrte erst 1950 nach Wien zurück. Sein sozialkritisches Hauptwerk ›Die Antiquiertheit des Menschen‹ thematisiert die Zerstörung der Menschlichkeit durch Technik und Atomkraft. Günther Anders starb 1992 in Wien.
Foto: © IFPA / Prisma