Ein Lesebuch
Essays, Gedichte und Reden
Essays, Gedichte und Reden
Ein Briefwechsel
Die Schweiz und die Flüchtlinge 1933–1945
Literarische Porträts und Kritiken
Ein ausschweifendes Lesebuch
Überfälle, Übergriffe, Überbleibsel
Über Politik, Recht, Schreiben und Glauben
Betrachtungen eines russischen Kosmopoliten
»Was alle treffen kann, das betrifft uns alle.« So warnte der Philosoph Günther Anders vor einem halben Jahrhundert hellsichtig vor der atomaren Katastrophe. Die Ereignisse von Tschernobyl und Fukushima, die Risiken maroder atomarer Anlagen auf der ganzen Welt zeigen uns auf schreckliche Weise, dass wir die Gewalt über unsere eigenen Geschöpfe verlieren – die Maschine den Menschen beherrscht: »Wie verstörte Saurier lungern wir inmitten unserer Geräte herum.« Dieses Lesebuch versammelt das Wichtigste aus Günther Anders’ Schriften: Auszüge aus seinem literarisch-philosophischen Hauptwerk ›Die Antiquiertheit des Menschen‹ finden sich darin, alarmierende Texte zur atomaren Bedrohung, Autobiographisches und Fabeln stehen neben Tagebucheinträgen und dem Briefwechsel mit dem Hiroshima-Piloten Claude Eatherly. Und immer wieder warnt Günther Anders uns davor, dass wir auf dem besten Weg sind, unsere eigene Zukunft zu zerstören.
»Mögliche Katastrophen können wir uns nicht anders denn als ›Restrisiko‹ buchstabieren, das praktisch ausgeschlossen wird. Jetzt ist dieses Restrisiko Wirklichkeit geworden.«Frankfurter Rundschau
»Im Europa der Nachkriegsjahre hielt Günther Anders es für seine Pflicht, die atomare Bedrohung ins Zentrum seines Denkens zu rücken ... Die Menschen wollten nicht sehen, was für Anders offensichtlich schien: die allgegenwärtige finale Bedrohung.«Der Spiegel
»Müssen wir noch lesen, was der Philosoph Günther Anders zum Thema ›Zerstörung unserer Zukunft‹ schrieb? Müssen wir, und zwar dringend. Niemand hat so radikal wie er die Angst, das Gegenteil von ›Apokalypse-Blindheit‹ als moralische Haltung eingefordert und dieses Postulat philosophisch begründet. Anders war ein hervorragender Stilist, dessen Sprache in unserer Zeit weder fremd noch veraltet wirkt.«Süddeutsche Zeitung