oder Die beiden Musiker
Ein Brevier
oder Das Chagrinleder
und andere Erzählungen
Ein Kinderkochbuch
Libretto für eine Oper von Michael Berkeley
Ein Porträt von Liliana Betti
Ein Fall für Berlin und Wien
Ein Fall für Berlin und Wien
Ein Fall für Berlin und Wien
Ein Fall für Berlin und Wien
aus dem Decamerone
Porträts deutscher Dichter von Lessing bis Dürrenmatt
Sein Leben erzählt von Otto A. Böhmer
Sein Leben erzählt von Otto A. Böhmer
Lebensgeschichte und Natürliche Ebentheuer des Armen Mannes im Tockenburg
›Annie Hall‹
Eine Autobiographie
dem kleinen Elefanten
Der Musiker Pons ist besessen von seiner Sammelleidenschaft. Verarmt, weil seine bescheidene Rente für die kostbaren Objekte nicht ausreicht, und gedemütigt von der Familie, gerät er an den Rand seiner Existenz.
»Für Balzac typisch sind Ausgangspunkt und Thema des Romans: die leidenschaftliche Sammelwut des Musikers Pons, der mit seiner bescheidenen Rente kostbare Gemälde, Miniaturen und Gläser erwirbt. Er lässt sich die Demütigungen seiner reichen Verwandten, der Camusots de Marville, nur ungern gefallen, glaubt sich aber auf das allwöchentliche Mittagessen, das er bei ihnen erhält, angewiesen. Deshalb bemüht er sich um ihre Gunst und versucht, einen Freier für ihre Tochter Cécile zu finden. Als das Heiratsprojekt missglückt, gibt man ihm die Schuld, und der Groll der Familie entlädt sich über ihn. Er wird gesellschaftlich diskriminiert und siecht einsam und verzweifelt dahin. Hilflos wie er ist, gerät er unter die Obhut der habgierigen Concierge Madame Cibot, die zufällig erfährt, welchen Reichtum seine Sammlung darstellt. Ohnmächtig muss er zusehen, wie die Intrigen sich immer enger um ihn zusammenziehen ...«
»Es hat mich immer wieder erstaunt, daß er als ›Beobachter‹ so berühmt war; mir schien von jeher sein größtes Verdienst darin zu liegen, daß er ein Visionär war, ein Seher, und zwar ein leidenschaftlicher Seher. Alle seine Gestalten sind mit dem glühenden Leben begabt, das ihn selbst beseelte. Alle seine Erfindungen leuchten so tief wie Träume. Von der höchsten Aristokratie bis zur Hefe des Volks hinunter sind alle Personen seiner ›Komödie‹ lebensgieriger, hartnäckiger und listiger im Kampf, geduldiger im Unglück, unersättlicher im Genuß, engelhafter in der Hingabe als die Komödie der Wirklichkeit sie uns vorführt.«Charles Baudelaire
»Balzac möchte ich empfehlen. Das riesenhafte Werk des Franzosen (welches in meiner Bibliothek zwischen dem Homer und Tausendundeiner Nacht steht) hat nichts von seiner Bedeutung eingebüßt, nichts von seiner Kraft zu faszinieren. Im Gegenteil. Mit wachsender Entfernung stellt sich erst die eigentliche Dimension dar. Dieses scheinbar planlose und doch so genau konzipierte Durcheinander von Aristokraten, Eheleuten, Bürgern und Kleinbürgern, Bankiers, Dirnen, Heiligen, Sonderlingen, Geizhälsen, Teufeln, Journalisten, Advokaten und Politikern (Reihenfolge ganz zufällig) und was sonst noch das Paris jener Tage bevölkerte, diese unvergeßlichen Gestalten, umbrandet von Elend und gierig nach Reichtum, nach Luxus, nach Ruhm, nach Liebe, diese Menschen aller Klassen, mit denen der große, unbestechliche Epiker wie mit Bällen spielt, bald grausam, bald gnädig, sie bald in die Hölle, bald in irgendein Kloster schickend, doch nie aus Zynismus, nie aus Moral, sondern alle Geschöpfe seiner Phantasie gleicherweise liebend, stets ›ihren‹ Gesetzen folgend, nicht den seinen, wie man ausrufen möchte (wenn dies auch eine Täuschung ist, doch, welche Täuschung!): Kurz, dies alles liest man zwar wohl immer noch mit der gleichen Begeisterung, jedoch mit steigender Bewunderung.«Friedrich Dürrenmatt
»Balzac, den ich für einen weit größeren Meister des Realismus halte als alle Zolas der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, gibt uns in der ›Menschlichen Komödie‹ eine vortreffliche realistische Geschichte der französischen ›Gesellschaft‹, indem er in der Art einer Chronik fast Jahr für Jahr von 1816 bis 1848 die immer zunehmenden Vorstöße der aufsteigenden Bourgeoisie gegen die Adelsgesellschaft schildert.«Friedrich Engels
»Mit Stendhal und Flaubert einer der drei Klassiker des französischen Romans.«Hugo Friedrich
»›Vetter Pons‹: Eine Durchleuchtung der Leidenschaften, wie die französische Literatur sie nie mehr übertroffen hat.«Stefan Zweig