Geboren am 19.5.1942 in Hiltrup (Westfalen). Der »Kenner guter Küche, Pilze und Manieren« wurde, noch nicht als solcher, aber als Sohn eines Eisenbahnbeamten, im westfälischen Hiltrup geboren, als jüngstes von vier Kindern. Mit 15 begann er eine kaufmännische Lehre in Münster. Als Buchhändler arbeitete er bei Marga Schoeller in Berlin, Theo Pinkus in Zürich und V. O. Stomps in Stierstadt. Seinen Berufsalltag ergänzte Otto Jägersberg durch Theaterdramaturgie, Journalismus, Happenings und seinen ersten Roman ›Weihrauch und Pumpernickel‹, der von A wie Andersch über Erich Kästner, Arno Schmidt und Martin Walser bis Z wie Zuckmayer gepriesen wurde. Das Buch verkaufte sich in drei Jahren fast 80000mal; seit den siebziger Jahren erreicht Otto Jägersberg mit Regie- und Drehbucharbeiten für das deutsche Fernsehen ein Millionenpublikum.
»Das ist nun wirklich ein guter junger Schriftsteller, frech und gottesfürchtig. Ich gratuliere Ihnen zu diesem Fund! Leute, bei denen man nicht lachen muss, sondern lachen kann, sind ja äußerst selten.«Alfred Andersch
»Er schreibt nach der Art jener Auguren, die Bescheid wissen und sich ihr Wissen auch dann nicht rauben lassen, wenn sie es – wie leichthin – an den Leser in Büchern weitergeben.«Karl Krolow
»Dieser Autor beweist (und das zieht mich natürlich an), daß man nicht Silben registrieren oder kunstgewerbliche Grausamkeiten fabrizieren muß, um ein Zeitgenosse zu sein.«Martin Walser
»Otto Jägersbergs Komik ist fein gesponnen, ja hintergründig und nicht zu verwechseln mit jenem unsäglichen öffentlich-rechtlichen Fernsehhumor der Ohnsorgs und Millowitschs. Sie ist einladend, aber nicht zahnlos. Manch einem, der da mitlacht, wird möglicherweise der Lacher im Hals steckenbleiben, wenn er inne wird, daß er soeben auf seine eigenen, höchstpersönlichen Kosten gelacht hat. Jägersberg ist imstande zu beweisen, daß selbst die Lyrik, die subtilste und feinnervigste der drei klassischen Gattungen, eine Angelegenheit für die Lachmuskeln und das Zwerchfell sein kann.«Stuttgarter Zeitung