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Jakob Arjouni  |  Ein Freund  |  Geschichte, Taschenbuch, 176 Seiten | € (D) 8.90 / sFr 15.90* / € (A) 9.20

Geschichte, detebe 23024 Broschur, 176 Seiten
Erschienen in Nov. 1999

ISBN 978-3-257-23024-6
(D) 8.90 / (A) 9.20
sFr 15.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Jakob Arjouni
Ein Freund

Ein Jugendfreund für sechshundert Mark, ein Killer ohne Perspektive, eine Geisel im Glück, eine Suppe für Hermann und ein Jude für Jutta, zwei Maschinengewehre und ein Granatwerfer gegen den Papst, ein letzter Plan für erste Ängste. So ironisch wie ernst, so traurig wie heiter, so lustig wie trocken erzählt Arjouni in sechs Geschichten davon, wie im Leben vieles möglich scheint und wie wenig davon klappt.

Mehr zum Inhalt

›Vielleicht machte ihr die Einsamkeit ihres Sohnes tatsächlich Sorgen, doch ich hatte den Eindruck, Freunde hielt sie nicht unbedingt für das richtige Mittel dagegen.‹ In Arjounis Geschichten gehorcht das Leben kaum je den Regieanweisungen: Meist läuft es anders, und oft geht es unerwartete Wege. Da heuert ein Theatermann einen Trampenden an, für ihn den Jugendfreund zu spielen, weil er vor seinen Kollegen nicht als Arbeits-Zombie dastehen will. Der alte Kanter findet in ländlicher Zurückgezogenheit mehr als seinen Frieden. Ein Schriftsteller glaubt, als Geisel eines Banküberfalls das wahre Leben zu entdecken. Gambler und Loser, Tagträumer, Söldner und jene, die den großen Reibach machen: In Arjounis Geschichten kommt es zu unvermuteten Begegnungen in den verschiedensten Milieus. Arjouni erzählt von einer Bankräuberin, einem liebeskranken ehemaligen Kickboxer und Biederbürgern, deren Verlogenheit preisgekrönt wird. Witzig, ironisch, pointiert erzählt Jakob Arjouni von Aufstieg und Absturz seiner Figuren. Er weiß, dass es im Leben selten ein Happy End, aber sehr wohl gute Geschichten gibt.

StimmenAlle anzeigen

»A great and fascinating author whose writing is planned, precise and readable.« Maxim Biller

»Vielleicht das Beste, was er bisher geschrieben hat. Drastisch, böse, aber auch voll melancholischer Feinheit sind diese Geschichten, und ihre Pointen lassen den Atem stocken – denn die Anti-Helden Arjounis scheitern kraß-kläglich oder erweisen sich nach und nach als allzumenschliche Ungeheuer. Gnadenlos lakonisch beschreibt Arjouni in schneller Prosa und köstlich abgedrehten Dialogen. Ein Lese-Vergnügen von der ersten bis zur letzten Zeile – und das, obwohl der Autor jetzt von der schwarzen Serie zur schwarzen Seele gewechselt hat.«Abendzeitung

»Eine unerhörte Geschichte – das war immer das vieldeutige Urteil, das die Novelle über die Wirklichkeit fällte, und immer gehörten dazu Scharfblick, Blick und Ironie. An die Novellenbände des frühen Thomas Mann erinnert noch etwas anderes: Arjounis spielerische Sicherheit im Erzählen.«Berliner Morgenpost

»Sechs Geschichten, die Arjounis Geschick zeigen, gleichermaßen spannend und psychologisch dicht zu erzählen. Die Geschichten, mit lakonischem Raffinement erzählt, sind Juwelen. Sie sind überdurchschnittlich gelungen, ein Lesevergnügen.«Deutsche Welle

»Jakob Arjouni erzählt milieusicher, spannend, unterhaltsam und sinnlich.«Die Woche

»Sechs Stories von armseligen Gewinnern und würdevollen Verlierern, windigen Studienräten und aufgeblasenen Kulturfuzzis. Typen also, wie sie mitten unter uns leben. Seite um Seite zeigt der Chronist des nicht immer witzigen deutschen Alltags, was ein Erzähler heute haben muß, um das Publikum nachdenklich zu stimmen und gleichzeitig zu unterhalten: Formulierungswitz, Einfallsreichtum, scharfe Beobachtungsgabe. Und wie der Mann Dialoge schreiben kann!«Focus

»Hier ist endlich ein Autor, der spürt, daß man sich nicht länger um das herumdrücken darf, was man gerne die ›großen Themen‹ nennt ... Hier genießt man den Ton, der die Geradlinigkeit, Schnoddrigkeit und den Rhythmus des Krimis in die hohe Literatur hinübergerettet hat. Und wie in seinen Krimis erzeugt Arjouni die Spannung auch in diesen Erzählungen mit einem ungewöhnlichen Stilmittel: dem Kontrast zwischen Witz in der Form und Ernst im Inhalt.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Satirische Schlaglichter finden sich da ebenso wie unerhörte Begebenheiten und diverse Schurkenstücke aus dem gemeinen Überlebenskampf. Für all das hat Jakob Arjouni einen Blick wie heute nur wenige deutschsprachige Autoren.«Norddeutscher Rundfunk

»Arjouni erzählt schnell, seine Dialoge sind glänzend, und jede Erzählung endet mit einer unvermuteten Pointe.«Prinz

»Jakob Arjounis Geschichten wirken wie aus dem Leben gegriffen.«Süddeutsche Zeitung

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