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Barbara Vine  |  König Salomons Teppich  |  Roman, Taschenbuch, 480 Seiten | € (D) 11.90 / sFr 21.90* / € (A) 12.30

Roman, detebe 22736 Broschur, 480 Seiten
Erschienen in Okt. 1994

ISBN 978-3-257-22736-9
(D) 11.90 / (A) 12.30
sFr 21.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Barbara Vine
König Salomons Teppich

Salomons Zauberteppich war aus grüner Seide und so groß, daß beliebig viele Menschen darauf Platz fanden. König Salomon nannte dem Teppich das Reiseziel, und der erhob sich in die Lüfte und setzte alle an der gewünschten Stelle ab. – Welcher fliegende Teppich trägt uns heute überallhin? Die Londoner U-Bahn! Von ihr aber gibt es Begebenheiten zu erzählen, die alles andere als märchenhaft sind...

Mehr zum Inhalt

»Als sie auf dem Bahnsteig standen und auf ihren Zug warteten, erzählte Jarvis ihnen von König Salomons Teppich. Dieser Zauberteppich war aus grüner Seide und so groß, dass beliebig viele Menschen darauf Platz fanden. Wenn König Salomon bereit war, nannte er dem Teppich das Reiseziel, und der erhob sich in die Lüfte und setzte alle an der gewünschten Stelle ab.« Welcher fliegende Teppich trägt uns – wie ehedem Salomon – heute überallhin? Die Londoner U-Bahn! Von ihr aber gibt es Geschichten zu erzählen, die alles andere als märchenhaft sind. Hart und verwegen geht es zu in den Tunneln der Tube, wo die Gesetze der Unterwelt gelten. Eine Geschichte der U-Bahn schreibt der exzentrische Jarvis. Und gleichzeitig steht er einem Haus vor, in dem die unterschiedlichsten Außenseiter Unterschlupf finden, wenn sie nicht gerade in der U-Bahn unterwegs sind. Mit ihren zwei unehelichen Kindern, die als Abenteuerkitzel auf den Zugdächern Geisterfahrten machen, und mit wechselnden Begleitern lebt Tina in jenem Haus. Ihre Mitbewohnerin, die Geigerin Alice, hat Mann und Kind verlassen, um in London berühmt zu werden. Tom, seinerseits ein gescheitertes Musikgenie, lernt Alice beim Musizieren in der U-Bahn kennen, und er verliebt sich in sie. Die Ereignisse nehmen einen leidlich friedlichen Lauf, bis der mysteriöse Axel jenes Geflecht der menschlichen Beziehungen, das anfangs ebenso bunt und wohlgeordnet wie das der U-Bahn schien, gründlich in Unordnung bringt.

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»Eine abgründige Untergrundgeschichte, ein brillant vertracktes Stück Literatur.«Brigitte

»Londons U-Bahn wird zum bedrohlichen Labyrinth. Thriller-Queen Vine in absoluter Hochform: mordsmäßig spannend und vergnüglich.«Cosmopolitan

»Ein faszinierender Mikrokosmos: ›König Salomons Teppich‹ ist dicht erzählt, manchmal komisch, oft traurig, am Ende tragisch und immer spannend, ein praller Roman der Extraklasse.«Handelsblatt

»›König Salomons Teppich‹ von Barbara Vine – ein Buch für Leser mit Sinn für die alltäglichen menschlichen Abgründe.«Norddeutscher Rundfunk

»Barbara Vine überläßt nichts dem Zufall, die Handlung greift mit der Präzision eines Räderwerks ineinander.«Österreichischer Rundfunk

»An Barbara Vine wird der teilnehmende Blick auf die sozial Entgleisten, die Abdriftenden, die Ungeschickten und Untüchtigen besonders gerühmt. Zu Recht. Ihr Roman ›König Salomons Teppich‹ ist dafür ein besonders gelungenes Beispiel. Die Underground ist der titelgebende salomonische Zauberteppich, der jeden mir nichts, dir nichts befördert. Underground heißt aber auch Unterwelt – und natürlich sind die unterirdischen Röhren und Schächte, die tiefgründigen, finsteren Transport-Produktionsstätten im Bauch von London auch eine Art Inferno. Höllenschlünde. Orte der Peinigung und der Marter.«Profil

»Barbara Vine befindet sich mit ›König Salomons Teppich‹ an jener Grenze, an der in England Unterhaltung in Metaphysik übergeht.«Süddeutsche Zeitung

»Wie Patricia Highsmith macht Barbara Vine leichtgläubige Opfer zum Werkzeug von zielstrebigen Intriganten – mit dem fatalen Ausgang einer klassischen Tragödie.«The Independent

»Eine unparteiische Beobachtung der Gesellschaft, verbunden mit großer Unerbittlichkeit – das Ergebnis ist beeindruckend.«The Times Literary Supplement

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