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Petros Markaris  |  Live!  |  Roman, Taschenbuch, 528 Seiten | € (D) 11.90 / sFr 19.90* / € (A) 12.30

Roman, detebe 23474 Broschur, 528 Seiten
Erschienen in Juni 2005

ISBN 978-3-257-23474-9
(D) 11.90 / (A) 12.30
sFr 19.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Petros Markaris
Live!

Ein Fall für Kostas Charitos
Aus dem Neugriechischen von Michaela Prinzinger

30 Jahre nach der Militärdiktatur steht der einstige Juntagegner Favieros auf dem Gipfel des Erfolgs. Sein Bauunternehmen floriert – die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele 2004 laufen auf Hochtouren. Was also bringt ihn dazu, sich vor laufender Kamera zu erschießen?

Mehr zum Inhalt

Kostas Charitos hat den letzten Fall knapp überlebt. Nach drei Wochen im Krankenhaus sitzt er nun gelangweilt und miesepetrig zu Hause, wo seine Frau Adriani die Oberherrschaft an sich genommen hat. In seinem Leben dreht es sich nur noch darum, ob er nun Hühnersüppchen oder Teigsternchen essen, ob er sich ein Quiz oder die Tagesschau anschauen soll. Bis an diesem grässlichen Gerät genannt Fernseher etwas wahrlich Aufregendes passiert: Ein in ganz Griechenland bekannter Bauunternehmer zückt mitten in einem Interview plötzlich eine Pistole und erschießt sich vor laufender Kamera. Das holt Kostas aus seiner Lethargie. Wie kommt ein Mensch dazu, seinen Abgang so spektakulär zu inszenieren? Bald schon begnügt er sich nicht mehr damit, nur die Zeitungen zu diesem Vorfall zu lesen – er wird wieder aktiv. Ganz privat. Denn eigentlich ist Kostas im Genesungsurlaub, und eigentlich hat er einen Stellvertreter für diese Zeit. Aber alle Welt soll sehen, dass man auf den alten Charitos nicht so einfach verzichten kann. Der Fall führt tief hinein ins heutige Griechenland, zu den Baustellen fürs Olympische Dorf, zu den modernen Firmen hinter Fassaden aus Glas und Stahl, zu den Reihenhäuschen der Vororte, wo die Bewohner noch richtigen griechischen Kaffee kochen und Bougainvillea im Vorgärtchen blüht. Mit der ihm eigenen Bedächtigkeit irrt Kostas Charitos in seinem Mirafiori durch das Labyrinth des modernen Athen, unter der prallen Sonne – und dem Schatten der Vergangenheit.

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»Markaris vereint in seinen Werken die amerikanische Hard-Boiled-Schule mit der analytischen Ermittlungstätigkeit englischer Detektive. Sein Charitos nimmt die Leserschaft gefangen, weil er echt wirkt. Ein Mensch mit all seinen Stärken und Schwächen – ein Kommissar, der auch gerne Suvlaki ißt und dabei nur von der Sorge geplagt wird, die Krawatte nicht anzupatzen. Und wer griechische Familien kennt, wird die Beziehung zwischen Kostas und seiner Frau Adriani besonders treffend geschildert finden. Wie einst Hammett nutzt auch Markaris seine Krimis, um der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten. Neben der Lösung des Falls, dessen Ursprung weit in die Zeit der Obristendiktatur zurückreicht, erfahren wir auch eine Menge über Athener Verhältnisse, über Filz, Korruptionn und die Verschränkung von Politik und Wirtschaft in Zeiten des neoliberalen Postdemokratismus.«Wiener Zeitung

»Petros Markaris hat vielleicht das wichtigste Buch dieses Olympia-Jahres geschrieben. Ein Gesellschaftsporträt, das in den dunklen Kern Athens zielt.«Die Welt

»Am Schluß zeigt sich eine ganz andere Geschichte, als der Leser sie zunächst aufgrund der falschen Fährten von Markaris vermutet hat. Schuldvestrickungen von fast antiker Größe werden sichtbar. Hier ist Markaris dann auch Dramatiker, der um die Schwächen der Menschen weiß: Rache, Stolz und späte Genugtuung. Es gibt immer mehr Deutungsmöglichkeiten, als man zunächst glauben mag. Deshalb ist Lesen so schön.«Nürnberger Zeitung

Über frühere Bücher von Petros Markaris: »Markaris zeichnet ein überaus lebendiges Bild von der Athener Gegenwart. Mit Witz, Charme und Ironie erzählt er eine reizvolle, geschickt verwobene Kriminalgeschichte mit überaus lebensnahen Figuren. Eine glatte Zuordnung nach Gut und Böse geht nicht auf, Täter wie Opfer werden gleichermaßen als gebrochene und zumeist rätselhafte Gestalten präsentiert.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Der dritte Kriminalroman von Petros Markaris steht seinen beiden Vorgängern an Spannung in nichts nach – Mord mit Tiefgang, fesselnd und lehrreich.«Kölner Stadt-Anzeiger

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