Logo Diogenes Verlag
1
Jakob Arjouni  |  Magic Hoffmann  |  Roman, Taschenbuch, 288 Seiten | € (D) 9.90 / sFr 17.90* / € (A) 10.20

Roman, detebe 22951 Broschur, 288 Seiten
Erschienen in Sept. 1997

ISBN 978-3-257-22951-6
(D) 9.90 / (A) 10.20
sFr 17.90*
* unverb. Preisempfehlung

Merken Platzhalter Okay-Icon Drucken

Jakob Arjouni
Magic Hoffmann

Fred, Nickel und Annette träumen einen Traum, und der trägt den Namen ›Kanada‹. Dort könnte man leben, wie man will, fischen und fotografieren, weit weg vom Muff der Provinz. Doch von Dieburg nach Vancouver kommt man nicht ohne Umweg. Für Fred führt dieser über den Knast in das Berlin nach dem Mauerfall, wo er Nickel, Annette und sein Geld abholen will. So war’s besprochen – doch ›the times they are a-changin’‹.

Mehr zum Inhalt

›Die Tausendmarkscheine flatterten wie Schwalben am Himmel und drehten im Schwarm ein paar Kreise gegen die untergehende Abendsonne. Als Fred auf zwei Fingern pfiff, kamen sie und schlüpften zurück in seine Hosentasche ...‹ Fred, Nickel und Annette – sie sind jung, die Welt – nicht die, in der sie leben – steht ihnen offen. Sie träumen einen gemeinsamen Traum, und der hat einen Namen: Kanada. Dort könnte man leben, wie man will, fischen und fotografieren, weit weg vom Muff der deutschen Provinz. Doch von Dieburg nach Vancouver an der kanadischen Westcoast kommt man nicht ohne Umweg. Für Fred führt dieser über den Knast in das Berlin nach dem Mauerfall, wo er Nickel, Annette und sein Geld abholen will. Sie wollten zusammen nach Kanada, so war’s besprochen – doch ›the times they are a-changin’‹. Jakob Arjouni erzählt über unsere Zeit und dieses Land – und wie einer versucht, sich nicht unterkriegen zu lassen, nicht vom Land und nicht von seinen besten Freunden. Unlarmoyant, treffsicher und leichtfüßig zeichnet er ein Bild der Republik: ein Entwicklungsroman in der Tonlage des Road Movie. Und ein Roman von Format, voller Spannung und Ironie über private und politische Illusionen, über Deutschland, Berlin und die Provinz.

StimmenAlle anzeigen

»Satire, Märchen Großstadtroman – Jakob Arjouni erzählt im ›Magic Hoffmann‹ von der Gier nach Leben Auch fühlt man sich bei Arjounis Titelheld ein wenig an Eichendorffs ›Taugenichts‹ erinnert. Er steckt voller Märchenmotive aus dem Hausschatz der deutschen Romantik, obwohl der Roman voller häßlicher Stadtszenen steckt. Eines unserer größten Erzähltalente.«Focus

«Magic Hoffmann ist ein Krakeeler wie Franz Biberkopf aus Alfred Döblins Roman ›Berlin Alexanderplatz‹, wie dieser aus dem Gefängnis entlassen, voll hochfliegender Pläne und großer Ansprüche, am Ende zurechtgestaucht und eingepaßt ins Dasein, aber dem Leser um so gründlicher ans Herz gewachsen. Spannend, tragikomisch, treffsicher skizziert, temporeich – ein literarischer Genuß!«Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Jakob Arjouni hat mit Magic Hoffmann einen Helden geschaffen, der uns nahe kommt, so daß man den Roman nicht aus der Hand legen mag. Jakob Arjouni kann so erzählen, daß es kein Entrinnen gibt. Seine Dialoge, seine bilderreiche Sprache, sein Tempo, sein Witz, die Doppelbödigkeit aus scheinbarer Leichtigkeit und Unter- und Hintergründigem sind eine Klasse für sich. Man reibt sich die Augen vor Staunen und Begeisterung. Es ist eine große Kunst, so unterhaltsam und spannend zu schreiben und dabei so pointiert, so klug und kritisch vom Leben in der Gegenwart zu erzählen. Arjouni beherrscht diese Kunst perfekt.«Norddeutscher Rundfunk

Lesezeichen / Weitersagenschliessen