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Friedrich Dürrenmatt  |  Der Pensionierte  |  Hardcover Pappband, 200 Seiten | € (D) 24.90 / sFr 43.90* / € (A) 25.60

Hardcover Pappband, 200 Seiten
Erschienen in Nov. 1995

ISBN 978-3-257-06063-8
(D) 24.90 / (A) 25.60
sFr 43.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Friedrich Dürrenmatt
Der Pensionierte

Fragment eines Kriminalromans

In Dürrenmatts eigenen Worten »handelt der Roman davon, wie nach den ersten Tagen seiner Pensionierung ein bernischer Polizeikommissär alle seine Verbrecher aufsucht, die er im Verlauf seiner langen Tätigkeit aus Humanität und Wissen um das Ungenügen menschlicher Gerechtigkeit hatte entkommen lassen.« (›Sätze aus Amerika, Januar 1970‹)

Mehr zum Inhalt

Dürrenmatts fünfter Kriminalroman, dessen fresssüchtiger Held Gottlieb Höchstettler dem Kommissär Bärlach aus ›Der Richter und sein Henker‹ und ›Der Verdacht‹ wie aus dem Gesicht geschnitten, ist Fragment geblieben. Aus den Handlungsfäden hat Urs Widmer – auf Anregung der ›Weltwoche‹ – einen möglichen Schluss voller Poesie geknüpft, der uns auf freche und weinselige Umwege führt ...

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»Der erste Satz muß sitzen und den Leser harpunieren, etwa so: ›Am letzten Tag seines Dienstes erschien Kommissär Höchstettler nicht mehr in seinem Büro.‹ So beginnt eine unvollendete Krimi-Story, an der Friedrich Dürrenmatt zehn Jahre laborierte und die er in mehreren Fragmenten hinterließ. ›Der Pensionierte‹ wirft neues Licht auf den Fall Dürrenmatt. Der Kommissär i. R. geht ›unerledigten Fällen‹ nach – just wie Dürrenmatt, der damals unerledigte Texte aufgriff, Pannen-Inventur machte, seine Karriere für beendet hielt. Eine Parallelaktion von abgründigem Witz. Und ein Beleg für die Dürrenmatt-These, daß man in schwerer Zeit am besten ›Kunst da tut, wo niemand sie vermutet‹, etwa im Krimi. Ziel: ›Die Literatur muß so leicht sein, daß sie auf der Waage der heutigen Literaturkritik nichts mehr wiegt. Nur so wird sie wieder gewichtig.‹«Der Spiegel

»Ein Wunder – fünf Jahre nach Dürrenmatts Tod diese groteske Geschichte voller Seitenhiebe auf eine saturierte Gesellschaft und voller Zärtlichkeit. Das Buch wird nicht nur Freunde Dürrenmatts, sondern auch Liebhaber bibliophiler Kostbarkeiten begeistern.«Der Tagesspiegel

»Ein Buch wie ein Familienfest. Wie wir beim Familienfest nicht Überraschendes suchen, sondern Vertrautes, ist auch bei einem Kriminalroman, dessen Gestalten wir schon kennen und lieben, die Handlung mit ihren Wendungen und Überraschungen nicht das Entscheidende. Was in Erinnerung bleibt, sind die Gestalten und bestimmte Problem- und Konfliktkonstellationen: Wachtmeister Studer und die Angst in dichten sozialen Gefügen, Hercule Poirot und das Verbrechen im Salon, Maigret und die Heillosigkeit menschlicher Beziehungen.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Dürrenmatt spielt mit Stoff und Genre, inszeniert Farcen, spitzt Personenkonstellationen und Dialoge lakonisch zu, um ihnen dann die dramatischen Spitzen abzuschlagen. So entsteht eine Atmosphäre heiter-melancholischen Unernstes, ein Buch, das seine Leser mit einer Vielzahl loser Enden einlädt, sich fesseln zu lassen.«Rheinischer Merkur

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