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Roland Topor

Foto: Copyright © M. L. de Decker

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Roland Topor

Autor

Sein jüdisch-polnischer Vater kam 1929 mit einem Stipendium an die Kunstakademie in Paris, wo Roland Topor 1938 geboren wurde. Die Okkupation durch die deutschen Truppen überlebte die Familie versteckt auf dem Land. An die Kunstakademie schrieb sich später auch Roland Topor ein, vor allem, um nicht in die französische Armee eingezogen zu werden. Erste Zeichnungen veröffentlichte Topor 1958 in der Zeitschrift ›Bizarre‹, und das Bizarre wurde seine Spezialität, in der Graphik, der Literatur, im Theater und im Kino. Er machte Zeichnungen für die Laterna-magica-Sequenz in Fellinis ›Casanova‹. Für die Bayerische Staatsoper stattete er ›Ubu Rex‹ von Penderecki aus, er trat als Schauspieler auf in Werner Herzogs ›Nosferatu‹ und Volker Schlöndorffs ›Eine Liebe von Swann‹, entwarf Plakate für Oshimas ›Im Reich der Sinne‹ und Schlöndorffs ›Die Blechtrommel‹. Seinen Roman ›Der Mieter‹ hat Roman Polanski verfilmt. Roland Topor starb 1997 in Paris.

»Die kindlich-trotzige Lust, mit der Topor die Fassade der Wohlanständigkeit mit Fäkalien bekleckert, verschließt sich allen höheren Weihen. Der Franzose, Sohn polnisch-jüdischer Emigranten, inszeniert, den großen Surrealisten wie Magritte oder Max Ernst eher gedanklich als stilistisch nahestehend, einen Grand Guignol lustvoller Ängste und angstvoller Lüste. Er ist kein Surrealist im Sinne vieldeutiger Beschwörungen, sondern ein bösartiger Humorist im Sinne eindeutiger Erzählungen. Nicht selten bekommt dabei das Zwerchfell eine Gänsehaut.«Der Spiegel

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