Erich Hackl, 1954 in Steyr geboren, hat Germanistik und Hispanistik studiert und ein paar Jahre lang als Lehrer und Lektor gearbeitet. Seit langem lebt er als freier Schriftsteller und Übersetzer in Madrid und Wien. In seinem literarischen wie publizistischen Schaffen geht es Hackl darum, Fäden zu knüpfen zwischen denen, die sich mit heutigem Unrecht nicht abfinden, und jenen, die sich schon früher empört haben und damit nicht allein bleiben wollten. Seinen Erzählungen liegen authentische Fälle zugrunde.
»Unermüdlich widmet sich Erich Hackl den kleinen Leben und großen Schicksalen von Menschen, die von den politischen Ereignissen aus einem "normalen" Leben herausgerissen werden. Als uneitler Chronist greift Hackl immer wieder Geschichten vom Leben einfacher Menschen heraus, denen er erzählend einen Gedächtnisort in der Literatur verschafft. Da Hackl dabei nicht nur sorgfältig recherchiert, sondern sich die Details der rekonstruierten Lebensgeschichten von Verwandten, Freunden und Mitkämpfern tatsächlich auch erzählen lässt, weiß er um die Relativität der Wahrheit genau Bescheid.«Die Presse
»Erich Hackls Bücher stoßen sich an der Ungerechtigkeit. Es sind Bücher, die stören, indem sie sich nicht am Vergessen beteiligen. Hackl hebt in seinen Büchern die Verlorenen auf und klagt diejenigen an, die sie fallen ließen – ein meisterlicher und verlässlicher Chronist.«Deutschlandradio
»Die Besonderheit von Erich Hackls Werk liegt in der Kombination von drei Komponenten, die, jede für sich, auch außerhalb dieses Werks existieren: der unmittelbaren literarischen Verwertung von Realität, der Parteinahme für die Erniedrigten und Beleidigten und der stilistischen Anstrengung, die Sprache nicht nur als Instrument der Mitteilung betrachtet. Hackls Texte erfüllen allesamt die scheinbar paradoxe Aufgabe, daß sie auch im Leser Empörung gegen das Unrecht wecken, Trauer über das Schicksal der Gedemütigten und Mitgefühl mit deren Leid, und ihn zugleich ästhetisch erfreuen. Sie sind in einem ganz schlichten Sinne: schön.«Freitag
»Ein besessener Rechercheur und Grenzgänger zwischen Literatur und literarisch-historischer Reportage.«Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Hackl schreibt ›Chroniken‹, wie er selbst sagt, ›Musterstücke des Weltlaufs‹, die erzählen, was sich tatsächlich ereignet hat – und doch keine Historien sind, sondern Literatur, die an das Vorbild Heinrich von Kleist erinnern.«Die Welt