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Erich Hackl  |  Die Hochzeit von Auschwitz  |  Taschenbuch, 192 Seiten | € (D) 8.90 / sFr 15.90* / € (A) 9.20

detebe 23377 Broschur, 192 Seiten
Erschienen in Feb. 2004

ISBN 978-3-257-23377-3
(D) 8.90 / (A) 9.20
sFr 15.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Erich Hackl
Die Hochzeit von Auschwitz

Eine Begebenheit

Die Geschichte von zweien, die sich lieben, durch die politischen Ereignisse immer wieder getrennt werden und dann diese Liebe endlich legalisieren dürfen – unter den denkbar widrigsten Umständen: Für einen Tag und eine Nacht darf die Spanierin Marga Ferrer das KZ Auschwitz betreten, um mit dem Häftling Rudi Friemel den Bund fürs Leben einzugehen. Ein Buch in Stimmen erzählt, über Hoffnung und Verzweiflung, über die Niederlagen eines halben Jahrhunderts.

Mehr zum Inhalt

Die Geschichte des Österreichers Rudi Friemel und der Spanierin Marga Ferrer, die sich während des Spanischen Bürgerkriegs kennenlernten, durch die Ereignisse immer wieder getrennt wurden und ihre Liebe endlich – unter den unmöglichsten Umständen – legalisieren dürfen: Rudi ist seit Anfang 1942 Häftling im KZ Auschwitz, und am 18. März 1944 darf Marga Ferrer das Todeslager für einen Tag und eine Nacht betreten, um mit ihm den Bund fürs Leben einzugehen. Hoffnung erweckender Ausnahmezustand oder äußerster Zynismus der Machthabenden? Auf jeden Fall eine wahrhaft unerhörte Begebenheit, die nicht nur dem Brautpaar viel bedeutet. Sie wird auch für Auschwitz folgenreich sein. Ein Buch, in Stimmen erzählt, kunstvoll miteinander verwoben, auf den Spuren einer Geschichte, deren Widersprüche und Erkenntnislücken es nicht verschweigt. Zu Wort kommen: Rudis unkonventionelle Schwägerin in Madrid. Seine Frau, der am Ende nicht einmal ihre Erinnerungen bleiben. Ihr gemeinsames Kind Edouard und dessen Halbbruder Norbert, Rudis Sohn aus erster Ehe. Ein Spanienkämpfer aus Wien, der im Schützengraben zu Hause ist und den Krieg hasst. Die Leidensgefährten in Auschwitz. Zeugen und ihre Mutmaßungen, wie Rudi dorthin gekommen ist. Zwei Totenschreiberinnen im Standesamt des Lagers, die die Hochzeit bezeugen. Ein bewegendes Buch über Hoffnung und Verzweiflung, über die Niederlagen eines halben Jahrhunderts. Ein Buch, in dem neben der Liebe das Vertrauen im Mittelpunkt steht – in das Menschenmögliche.

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»Erich Hackl hat ein ausgeprägtes Gespür für jene menschlichen Tragödien, die in Geschichtsbüchern keinen Platz finden oder in Statistiken unter irgendwelchen Zahlenkolonnen verschüttet werden. Hackls großer Erfolg liegt aber auch in seiner radikal verknappten Sprache begründet. Er vermeidet jeden Anflug von Pathos. Die Inhalte stehen für sich, jedes Wort dröhnt wie ein Trommelhall und entfacht ein nachhaltiges inneres Echo.«Kleine Zeitung

»Es ist gerade der nüchterne Ton des Chronisten Erich Hackl, der Platz für Emotionen lässt. Und: Es sind gerade die Widersprüchlichkeiten in den Darstellungen und die Lückenhaftigkeit, die schmerzlich bewusst machen, daß Vergangenheit nicht – wie es so schön heißt – aufgearbeitet werden kann. Mit ›Die Hochzeit von Auschwitz‹ ist Erich Hackl sein literarisch ambitioniertestes Buch gelungen.«Österreichischer Rundfunk 1

»Diese Geschichte ist so unglaublich wie authentisch. Eine Liebe wie im Märchen und ein Tod wie in einer antiken Tragödie. Widersprüchliches und Lückenhaftes ist beabsichtigt und muß der Leser bewältigen. Dieser vielstimmige Text in seiner Schnörkellosigkeit und nüchternen Direktheit rührt an und verstört.«Neue Presse

»Hackls Buch schreibt von Stoffwahl und Grundintention her die früheren fort, stellt in ihrer Reihe literarisch aber einen vorläufigen Höhepunkt dar. Stupende Stilsicherheit und eine Schreibdisziplin, die kein überflüssiges Wort passieren läßt, dazu eine Darstellungsmethode, die sich an den Charakter des Materials hält und nicht dem konventionellen Verlangen nach Eingängigkeit nachgibt, werden auf einzigartige Weise der Bedeutung des historischen Hintergrunds gerecht. Dieses still aufwühlende Buch gibt ein weiteres Mal zu erkennen, was Erich Hackl als intellektuellen Zeitgenossen unter seinesgleichen unverwechselbar macht: Der Respekt vor leidenden Individuen, die, gerade wenn sie in die Strudel entfesselter Gewalt gerieten, eigensinnig an ihrer Wahl des Neinsagens zur Übermacht der Verhältnisse festhielten.«Woz

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