Die besten Cartoons
oder listige Geschichten und knallige Bilder
Ein kurzer Roman über die längste Geschichte der Welt
in 77 Stücken
Ein Märchen
Das Skizzenbuch
Der vierte Fall für Bruno, Chef de police
Der fünfte Fall für Bruno, Chef de police
Der zweite Fall für Bruno, Chef de police
Der dritte Fall für Bruno, Chef de police
Aufsätze über Kunst und Künstler
Ausgewählte Geschichten
und andere Meistererzählungen
Die heiligen und profanen Erinnerungen des Hauptmanns Charles Ryder
Eine Biographie
Ein Hollywood-Roman
Die Geschichte einer ungewöhnlichen Familie
Fragment eines Kriminalromans
Autobiographie
Erzählt von Urs Widmer
und andere Überlegungen zur Literatur
Kleine Prosa
Bericht eines Spaziergangs durch 33 seiner Gemälde
Frankfurter Poetikvorlesungen
Epistola: in carcere et vinculis sowie Die Ballade vom Zuchthaus zu Reading
Extravagante Gedanken über die Magie der Schönheit und die allmächtige Kunst, Kritik als Schöpfung, das dekorative Geschlecht und die menschliche Tragikomödie
sowie 35 philosophische Leitsätze zum Gebrauch für die Jugend
Ein Essay
Eine Biographie
und vier weitere Kriminalstories
›Das Buch des Vaters‹ ist die Aufzeichnung eines leidenschaftlichen Lebens, von der Liebe zur Literatur bestimmt. Von den großen Utopien, Hoffnungen und Enttäuschungen des 20. Jahrhunderts. Und von der Liebe zu Clara Molinari, einer geheimnisvollen Frau.
An seinem zwölften Geburtstag erhält Karl ein Buch, voll leerer Seiten, und Tag für Tag wird er daran schreiben, ein Leben lang. Doch nach seinem Tod verschwindet es, bevor es sein Sohn, wie es der Brauch ist, hätte lesen können. Also schreibt es der Sohn, der Ich-Erzähler, ein zweites Mal: das Buch des Vaters. Es ist die Aufzeichnung eines reichen Lebens, von der Liebe zum Leben und der Leidenschaft zu den Büchern bestimmt. Die vielleicht wunderbarste Fähigkeit des Vaters ist, sich und andere begeistern zu können. Im Geist lebt er mit Villon, Diderot und Stendhal – er übersetzt sie und viele andere –, in der wirklichen Welt fühlt er sich einer Gruppe junger Maler zugehörig, die zwar sehr verschieden malen, aber alle glühende Antifaschisten sind. Kein Wunder, dass auch er, während einer legendären Fastnacht im Jahr 1936, Kommunist wird. Allerdings, als er 1965 stirbt, ist er längst keiner mehr. ›Das Buch des Vaters‹ ist auch die Geschichte der politischen Hoffnungen und Enttäuschungen des 20. Jahrhunderts. Und natürlich erzählt es auch die Geschichte der Frau, die er liebt – Claras, die im Zentrum des Romans ›Der Geliebte der Mutter‹ steht. Die gleiche Geschichte, verblüffend anders erzählt.
»Ein hinreißender Wurf. Eine spannende, atemlose Lektüre, die man höchstens für Momente unterbricht, um schnell nach dem ›Geliebten der Mutter‹ zu greifen und dort die andere Version der einschlägigen Szenen nachzulesen, Schnitt und Gegenschnitt. Urs Widmer, ein hinreißender Erzähler und zupackender Gestalter, ist auf dem Gipfelpunkt seines schriftstellerischen Könnens. Souverän schlägt er den Bogen vom Privaten zum Öffentlichen und zurück, verknüpft und verknotet Geschichten und Geschichte. Spannender, erhellender und anregender kann Lesen nicht sein, und auch nicht vergnüglicher.«SonntagsZeitung
»Urs Widmer hat seinen Eltern je ein Liebeslied gesungen, ironisch, witzig, doch auch respektvoll, rührend, nie sentimental. Es lohnt sich die Parallel-Lektüre beider Romane. In den besten Momenten erinnern sie an Mozart, der Leichtes und Schweres magisch ineinander zu verschmelzen wußte. Auch Widmer spielt angesichts von Liebe und Leben stets mit dem Lied vom Tod.«Rheinische Post
»›Das Buch des Vaters‹ von Urs Widmer ist eine literarische Liebeserklärung – und eine späte Wiedergutmachung. Aller familiären Tragik zum Trotz schlägt Urs Widmer einen ironisch-heiteren Ton an und verknüpft dabei geschickt Familienchronik und Zeitgeschichte. Als der Vater schließlich stirbt, ist der seltsame Herr, der seinen kleinen Sohn ›mit der Zigarette im Mund‹ zu küssen pflegte, nicht nur dem Autor ans Herz gewachsen, sondern auch dem Leser.«Der Spiegel