Ian McEwan, geboren 1948 in Aldershot (Hampshire), lebt in London. 1998 erhielt er für ›Amsterdam‹ den Booker-Preis und 1999 den Shakespeare-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung für das Gesamtwerk. Sein Roman ›Abbitte‹ wurde zum Weltbestseller und mit Keira Knightley verfilmt. Er ist Mitglied der Royal Society of Literature, der Royal Society of Arts und der American Academy of Arts and Sciences.
»Ian McEwan ist schon lange ein literarischer Superstar. Seine wegen ihrer Präzision gerühmten Beschreibungen von Charaktern erzeugen nicht deshalb so manche metaphysischen Schauder, weil er besonders tief fühlt, sondern weil er ein Wissen über die menschliche Natur besitzt, das die Wahrnehmung erst weckt und leitet.«Tages-Anzeiger
»In all den Romanen zwischen ›Zementgarten‹ und ›Abbitte‹ hat Ian McEwan die Abgründe im Verhältnis der Geschlechter ausgelotet, die feine Linie zwischen Gier und Ekel, Wollust und Haß, Besessenheit und Tötungswunsch, das Abnorme, das in der Normalität steckt, die Lust am Verletzen und Verletztwerden, die komplexen Beziehungen zwischen Macht und Unterwerfung, die mannigfaltigen Spielarten - und Abarten - sexueller Abhängigkeiten und Abweichungen.«Literaturen
»Schon 1975 wurde er für seine erste Kurzgeschichtensammlung mit dem renommierten Somerset-Maugham-Preis ausgezeichnet. Die acht Stories zeigten schon beinahe vollendet, daß da einer aufgetaucht ist, der die aus verstaubten Novellentheorien geforderte ›unerhörte Begebenheit‹ zu neuem Leben erweckt hat. Aber nicht nur der meist haarsträubende Inhalt ist’s, der besticht, sondern vor allem die Form. Uralte Kastrationsängste, uralte Ödipus-Konflikte, uralte Inzest-Tabus – an dem psychischen Grundmuster menschlichen Verhaltens hat sich für McEwan nichts geändert. Er beherrscht die Kunst, sie neu zu erzählen. Er schreibt, wie Tomi Ungerer zeichnet.«Stern