Logo Diogenes Verlag
29
Fanny Morweiser

Foto: Archiv Diogenes Verlag

merken Platzhalter Okay-Icon drucken

Fanny Morweiser

Geboren am 11.3.1940 in Ludwigshafen. Das Humanistische Gymnasium in Mannheim besuchte Fanny Morweiser bis ein Jahr vor dem Abitur. Nach der dreijährigen Ausbildung an der Freien Kunstakademie in Mannheim, mit den Hauptfächern Zeichnen, Malen und Bildhauerei, wollte sie eigentlich Bücher illustrieren. Doch bald begann sie, die Personen, die sie gerne zeichnete, zu beschreiben. Sie arbeitete zwei Jahre als Verkäuferin in einem Devotionaliengeschäft, bevor 1971 ihr erstes Buch ›Lalu lalula, arme kleine Ophelia‹ erschien. Seitdem hat Fanny Morweiser, »ein seltenes Exemplar auf der eher unromantischen deutschen Literaturszene« (›Der Spiegel‹), neun weitere Bücher veröffentlicht. Sie ist mit einem Amtsgerichtsrat verheiratet, der »leider nicht Totengräber oder wenigstens Bahnwärter ist«, und lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf im Neckartal.

Stimmenalle anzeigen

»Sie ist die Patricia Highsmith der falschen wie gestickten Idyllen, des spökenkiekerischen Gewispers. Beklemmend geht es immerfort bei Fanny Morweiser zu, halluzinatorisch auf beinahe mondsüchtige, dabei zierliche Art. Ihre Dörfer sind menschenleer. Kuhherden ziehen nicht durch sie hin. Dafür spannen sich auf Schritt und Tritt Stolperdrähte. Gibt man nicht Obacht, liegt man eins, zwei, drei in der Lade, ohne allerdings deswegen gleich tot zu sein. Tot und lebendig ist man bei Frau Morweiser mit Vorliebe immer ein bißchen zugleich.«Die Welt

»Fanny Morweiser träumt von den Zeiten, da noch E.T.A. Hoffmann auf Erden weilte, durchstreift in ihrem Phantasien unheimliche Schauplätze und pfeift auf alle Vorbehalte gegen das Unglaubhafte.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Fanny Morweiser versteht es fabelhaft, mit knappen Sätzen Stimmungen zu vermitteln, sie liefert keine naturalistischen Beschreibungen, und trotzdem werden Menschen, Häuser, Landschaften, Jahreszeiten plastisch, als wäre man mitten im Geschehen.«Norddeutscher Rundfunk

»Satirisch und unterhaltsam sind zwei Eigenschaften in Morweisers Werken, auf die der Leser immer wieder stößt. Gespannt folgt er der Schriftstellerin an alltägliche Orte, die unter ihrer Feder an Doppelbödigkeit gewinnen.«Rhein-Zeitung

»Eine Nachfahrin des Edgar Allan Poe? Nein – viel mehr! Diese Autorin hat mehr Farben auf der Palette als Blut und Grauen, nämlich Satire, Ironie und tiefere Bedeutung.«Welt am Sonntag

Lesezeichen / Weitersagenschliessen