Laurence Sterne, geboren 1713 in Clonmel (Irland), studierte Theologie dank der finanziellen Unterstützung reicher Verwandter seines verarmten Vaters, jedoch ohne Interesse oder Eifer. Zwanzig Jahre lebte und predigte er als Vikar und heiratete die nicht an Grazie oder Geist, aber an Gütern reiche Elizabeth Lumley. Ab und zu ließ er die Messe ausfallen, weil er zur Jagd ging. Die ersten zwei Bände seines ›Tristram Shandy‹ hatten ihn 1759 berühmt gemacht. Sterne starb 1768 in London.
»Auf der Höhe seiner Kunst beweist Sterne eine phantasievolle Charakterdarstellung, die in ihrer Feinfühligkeit und Subtilität unübertroffen bleibt. Sternes Stil nimmt sich in der verstohlenen Schönheit seiner entwaffnenden Einfachheit so verwirrend aus, daß selbst die größten Literaturkritiker nicht vermocht haben, seine besondere Qualität zu analysieren.«John Cowper Powys
»Sterne war der schönste Geist, der je gewirkt hat; wer ihn liest, fühlt sich sogleich frei und schön, sein Humor ist unnachahmlich, und nicht jeder Humor befreit die Seele.«Johann Wolfang von Goethe
»Sternes Ideen sind so zwanglos, so unscheinbar, so privat, so entlegen, daß der Leser erstaunt ist und entzückt meinen muß, Schreiben sei doch leicht. Sogar seine Unanständigkeiten beeindrucken als eine besondere Art von Ehrlichkeit.«Virginia Woolf
»Reich gesegnet seit eh und je sind die Britischen Inseln mit exzentrischen Geistern, aber im ganzen 18. Jahrhundert und bis auf den heutigen Tag haben sie niemals wieder einen so begnadeten Irrwisch hervorgebracht wie Laurence Sterne.«Der Spiegel