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Ketala

Ketala

Aus dem Französischen von Brigitte Große

Wer ist die Frau, die zum Sterben nach Afrika zurückgekommen ist? Man weiß nichts von ihr. Ihre treuesten Begleiter, einige Habseligkeiten, drohen in Kürze in alle Winde zerstreut zu werden. Doch vor der Erbteilung bleiben den Möbeln noch sechs Nächte und fünf Tage, um einander die abenteuerliche Geschichte ihrer Besitzerin zu erzählen.

Mehr zum Inhalt

›Ketala‹: So heißt die Erbteilung auf Serer, der Sprache der zweitgrößten Ethnie im Senegal. Nach einer Trauerfrist wird die Habe des Verstorbenen unter den Angehörigen aufgeteilt. Wer aber trauert um Memoria? Wer weiß, was sie in Frankreich erlebt hat, bevor sie krank nach Afrika zurückkam? Einzig die Gegenstände, die sie begleitet haben. Und diese beschließen, bevor die Erben kommen, einander alles zu erzählen, was sie wissen von Memoria. Goldrandteller und Gebetsschal melden sich zu Wort, Perlenkette und Papiertaschentuch. Doch auch das lastgebeugte Sofa, die Matratze, der verführerische Schurz und die Fruchtbarkeitsstatue haben einiges zu berichten. In ebenso bildkräftiger und phantasievoller Sprache wie in ihrem ersten Roman schildert Fatou Diome das Leben in Afrika und in Europa. Erneut entlarvt sie Verlogenheit und überholte Traditionen, hier wie dort, mit gleichermaßen unbestechlichem wie liebevollem Blick.


Taschenbuch
256 Seiten
erschienen am 01. April 2019

978-3-257-24489-2
€ (D) 12.00 / sFr 16.00* / € (A) 12.40
* unverb. Preisempfehlung
»Lebendig, lustig, zu Tränen rührend, lyrisch.«
Gala, Paris