Der Diogenes Verlag stellt sich vor

»Jede Art zu schreiben ist erlaubt – nur die langweilige nicht.« Voltaire

Diogenes mit Sitz in Zürich ist einer der größten unabhängigen Belletristikverlage Europas, mit internationalen Bestsellerautoren wie Donna Leon, John Irving, Martin Suter, Paulo Coelho, Martin Walker, Bernhard Schlink und Patrick Süskind. Daneben gehören eine umfassende Klassikersammlung, Kunst- und Cartoonbände sowie Kinderbücher zum Programm.
5000 erschienene Titel von mehr als 800 Schriftstellern und Künstlern in mehr als 65 Jahren Verlagsgeschichte, die immer wieder Erfolge über die deutschsprachige Grenze hinaus hervorbringt.
Diogenes betreut wichtige Theater- und Filmlizenzen und vertritt die Weltrechte bei vielen deutschsprachigen und fremdsprachigen Autoren (u.a. Patricia Highsmith, Donna Leon, Leon de Winter, Tomi Ungerer, Petros Markaris).

Daniel Keel gründete den Diogenes Verlag 1952 und prägte bis zu seinem Tod im Herbst 2011 das Verlagsprogramm. Zwei Jahre nach Gründung stieß sein Schulfreund Rudolf C. Bettschart als Geschäftspartner dazu. Er war bis März 2015 als Mitinhaber verantwortlich für die kaufmännische Gesamtleitung des Verlags. Philipp Keel trat im April 2012 die Nachfolge seines Vaters an. Er hat zusammen mit den Mitgliedern der Geschäftsleitung Ursula Bergenthal (Programm & Lektorat), Katharina Erne (Finanzen & Controlling), Stefan Fritsch (Markt & Organisation) und Ruth Geiger (Presse- & Öffentlichkeitsarbeit) die operative Führung der Firma inne.

Mehr als 40 neue Autoren hat Philipp Keel in den letzten fünf Jahren unter Vertrag genommen. Dabei verlegt Diogenes nicht nur Bücher, sondern vor allem Autoren und deren Gesamtwerk. Zu den größten internationalen Bucherfolgen zählen Das Parfum von Patrick Süskind und Der Vorleser von Bernhard Schlink.

Patrick Süskind, Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders.

Über 20 Millionen verkaufte Exemplare weltweit, davon allein 5,5 Millionen in deutscher Sprache.

Bernhard Schlink, Der Vorleser.

In über 50 Sprachen übersetzt, 1999 als erster deutscher Roman auf Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste.

Die Weißen mit dem Bild und dem Rahmen: Diogenes Bücher, ob als gebundene Ausgabe, Taschenbuch (detebe), Hörbuch, Paperback oder eBook, sind mit ihrem charakteristischen Design auf den ersten Blick zu erkennen und zu einer Marke geworden. Schwarz-gelbe Krimireihen und besondere deluxe-Ausgaben vervollständigen die zeitlose Aufmachung.

Für das Jahr 2016 wurde Diogenes zum 15. Mal von den deutschsprachigen Buchhändlerinnen und Buchhändlern zum Verlag des Jahres gewählt und führt damit die Ewige Bestenliste 1982–2016 an (Abstimmung im Branchenmagazin Buchmarkt).

Täglich aktuelle Informationen zum Diogenes Verlag:

Das Bundesamt für Kultur unterstützt den Diogenes Verlag.

 

 

Warum der Verlag Diogenes heißt

»Ich durchsuchte die Kulturgeschichte nach einer Galionsfigur. Diogenes von Sinope, der kuriose griechische Philosoph, schien mir der Richtige. Obwohl ich in der Regel Philosophen nicht mag – ausgenommen dichtende Denker wie Montaigne, Schopenhauer, Emerson, Thoreau, Egon Friedell und Ludwig Marcuse – , war Diogenes mir besonders sympathisch, weil er nicht nur theoretisch, sondern auch durch seinen Lebensstil alles Herkömmliche bekämpfte. Auch war er der erste Kosmopolit (er soll gesagt haben, er sei ein Bürger des Kosmos und die einzige richtige Staatsordnung sei das Weltall), und auf die Frage, was die Philosophie nutze, soll er geantwortet haben: ›Wenn nichts anderes, so doch, dass man für jedes Schicksal gerüstet ist.‹ Seine Askese war nicht Weltflucht, sie war derbste Lebensbejahung. Und was mich erheitert: Keine Zeile von ihm ist erhalten, sein Geist aber lebt.« Daniel Keel

Die Diogenes Gründer

»Mit zwanzig versuchte ich selber zu schreiben und zu malen. Ich musste feststellen, dass mein Talent nicht reichte. Ich wurde Vermittler von solchen, die es besser können, also Hebamme, Butler und Banker in einem.« Daniel Keel

Daniel Keel gründete 1952 im Alter von 22 Jahren den Diogenes Verlag. Sein erstes Buch: Weil noch das Lämpchen glüht von Ronald Searle, mit einem Vorwort von Friedrich Dürrenmatt.

»Daniel Keel schrieb mir Jänner 1953 einen Brief. Er sei 22 Jahre alt, habe gerade einen Verlag für humoristische Bücher gegründet, sein erstes Erzeugnis sei ein kleines Buch mit Zeichnungen von Ronald Searle und ob ich Material für ein ähnliches Unternehmen habe. Im Mai lieferte ich die Zeichnungen in Zürich ab. Am Bahnhof stand ein Jüngling, fast ein Knabe noch, er wirkte etwas schüchtern und etwas schlau und hatte etwas von einem Theologen an sich. Gar so sehr hat er sich seither nicht verändert. Er wohnte in der Zürcher Merkurstraße in einem altmodischen Untermietzimmer, in einer altmodischen Wohnung, in einem altmodischen Haus und hatte seine Buchhaltung in einem alten Persilkarton unter einem altmodischen Bett.« Paul Flora

1954 begann sich Daniel Keels Sandkasten- und Pfadfinderfreund, Rudolf C. Bettschart – beide sind am selben Tag (10.10.1930) geboren und im selben Ort (Einsiedeln) aufgewachsen –, in seiner Freizeit um Buchhaltung und Organisation des Verlags zu kümmern. 1961 trat Rudolf C. Bettschart vollamtlich in den Verlag ein.

Bis zu ihrem Tod (Daniel Keel: 13.9.2011 / Rudolf C. Bettschart: 30.3.2015) führten und prägten sie den Diogenes Verlag.

Hommage an Daniel Keel

Das Diogenes Programm

»Der Diogenes Verlag will durch lesbare Literatur unterhalten, durch Neues vor den Kopf stoßen, aber auch Altes neu entdecken; das ›Neue um des Neuen willen‹ übersehen und so das Modische vom Modernen unterscheiden. So viel wirklich Neues kann es gar nicht geben. Echte Avantgarde, sagt Karl Kraus, ist nichts anderes als der mutige Rückschritt zur Vernunft – und an das Neue, das nur aussieht wie das Alte, muss man sich erst gewöhnen.« Daniel Keel

Weitere Informationen zur Verlagsgeschichte

Diogenes.

Eine illustrierte Verlagschronik mit Bibliographie 1952–2002.

Zwei Freunde, ein Verlag.

Für Rudolf C. Bettschart und Daniel Keel zum 80. Geburtstag am 10. Oktober 2010.

Lustig ist das Verlegerleben.

Briefe von und an Daniel Keel, 2010.

Spätlese.

Aufsätze, Reden, Wortmeldungen und Gespräche von Daniel Keel, 2012.

Dies und Das zu Diogenes.

Eine Art Festschrift zum 60. Verlagsjubiläum, 2012.

Diogenes Bücher Album, 2012.

Diogenes Autoren Album, 2012.