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  • Diogenes Buchempfehlungen zum Welttag des Buches

    Heute zum UNESCO-Welttag des Buches feiern wir das Lesen und nutzen die Gelegenheit, auf einige bemerkenswerte Diogenes Autorinnen und ihre Bücher aufmerksam zu machen. Dieser Beitrag gibt Lektüreempfehlungen für vielfältige und einprägsame Romane, Krimis und ein erzählendes Sachbuch, die eine Gemeinsamkeit teilen: Sie wurden von einer weiblichen Autorin verfasst.

    Foto von Jason Leung auf Unsplash

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  • »Gerechtigkeit« von Bernhard Schlink

    »Ich glaube an Gerechtigkeit. An die Notwendigkeit und Möglichkeit von Gerechtigkeitsarbeit.« 

    Was ist Gerechtigkeit, und wie ist sie zu haben? In seinem neuen Essay Gerechtigkeit gibt Bernhard Schlink, der nicht nur Bestsellerautor ist, sondern auch Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie war, eine Anleitung zum Suchen und Finden. Gerechtigkeit ist ein Plädoyer für Mut, differenziertes Denken, und den Glauben an die Kraft unserer Demokratie und ihrer Institutionen. Ein Blick ins Buch.

    Foto: Gaby Gerster / © Diogenes Verlag
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  • Drei Fragen an Shelly Kupferberg

    Nach dem großen Erfolg von Isidor, dem erzählenden Sachbuch über ihren Urgroßonkel, hat Shelly Kupferberg mit Stunden wie Tage ihren ersten Roman vorgelegt. Doch auch dieser beruht auf wahren Begebenheiten.

    Die Autorin, Journalistin und Moderatorin beantwortet uns drei Fragen zu den Recherchen der Hintergründe.

    Foto: Heike Steinweg / © Diogenes Verlag
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  • Zu Ostern ein gutes Buch: Geschichten, die Frühlingsgefühle erwecken

    Schon ist es wieder so weit: Der Frühling hat begonnen, die ersten Blumen sprießen und viele bunte Eier warten darauf, gefunden zu werden. Ostern steht vor der Tür! 

    Auf der Suche nach einem Geschenk für das Osterkörbchen haben wir diese sechs schönen, lebhaften und gewitzten Bücher entdeckt. Ob Sie mit der Geschichte von Peter Hase den Garten unsicher machen möchten, mit Doris Dörrie den Weg der Katze gehen wollen oder den Weg Jesu in Amélie Nothombs Roman Die Passion hautnah erleben möchten — das bleibt ganz Ihnen überlassen.

    Foto von Gary Bendig auf Unsplash

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  • »Die Elefanten« von Sasha Filipenko

    Die Metapher vom "Elefanten im Raum" nimmt Sasha Filipenko in seinem neuen Roman wörtlich: Die Dickhäuter sind plötzlich überall, besetzen Straßen und öffentliche Plätze und machen auch vor dem Zuhause nicht Halt – und dennoch scheint sich keiner an ihnen zu stören.

    Sasha Filipenko erzählt in Die Elefanten bitterkomisch ein politisches Gleichnis auf unsere Wirklichkeit aus der Perspektive eines Außenseiters, der sich mutig der Wahrheit stellt und dabei auch in Zeiten der Unterdrückung an der großen Liebe festhält. Ein Blick ins Buch.

    Foto: Lukas Lienhard / © Diogenes Verlag
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  • Esther Schüttpelz über ihren neuen Roman und die Kunst, sich beim Schreiben an die eigene Wahrheit heranzutrauen

    Es ist das Normalste der Welt: Eine Frau geht mit einer Freundin ins Kino, der Abend ist schön, der Film ganz passabel. Danach setzt sie sich in ihr Auto und fährt heim –  bis eine Umleitung sie von ihrem Weg abbringt. Immer weiter entfernt sie sich von ihrem Zuhause, ihrem Mann und dem Leben, das dort auf sie wartet.

    Esther Schüttpelz wirft in ihrem zweiten Roman Grüne Welle mit kleinstmöglichem Personal und gewaltigem Sog unser Kopfkino an: Was zunächst aussieht wie eine Irrfahrt, wird mit jedem Kilometer mehr zu einer Flucht vor der Gegenwart, einer Reise in die Vergangenheit.

    Im Interview erzählt die Autorin, weshalb ihre Protagonistin immer weiter fahren muss, warum sie keinen Namen trägt und welche tragende Bedeutung Freundschaft in ihrer Geschichte einnimmt.

    Foto: Julia Sellmann / © Diogenes Verlag

    In Ihrem zweiten Roman Grüne Welle steigt eine Frau nach einem Kinobesuch mit ihrer Freundin ins Auto und fährt nicht zu ihrem eigentlichen Ziel, ihrem Haus, wo ihr Mann auf sie wartet, sondern wie von einem unsichtbaren Faden gezogen einfach weiter. Innerhalb einer Nacht und des darauffolgenden Tages durchläuft sie eine rasante Entwicklung. Was ist ihr Antrieb?
    Das ist genau die Frage, die der Text stellt und gerade nicht eindeutig beantwortet. Man wird sagen müssen, dass die Frau zunächst von Angst angetrieben wird. Sie möchte nichts falsch machen und fürchtet sich vor Konsequenzen, die, egal wie sie sich entscheidet, überall auf sie zu warten scheinen. Deshalb entscheidet sie nichts. Jedenfalls nicht bewusst.

    Wie auch in Ihrem Debütroman Ohne mich bleibt »sie«, die Protagonistin, »die Frau« – bis auf eine spielerische Ausnahme – namenlos. Weshalb? Und warum ist die Ausnahme wichtig?
    Die Ausnahme ist, ohne jetzt zu viel vorwegzunehmen, in der Tat wichtig, und ihre Bedeutung ist mit ihrem Ausnahmecharakter unmittelbar verknüpft. Es hat sich dadurch eigentlich wie von selbst ergeben, dass »die Frau« im Regelmodus »die Frau« bleibt.

    Freundschaft spielt eine zentrale Rolle in Grüne Welle. Darin treten zwei Freundinnenpaare auf – die Frau und die Freundin der Frau, außerdem die zwei Mitfahrerinnen. Welche Bedeutung haben diese Freundschaften, und verändert sich Freundschaft mit dem Älterwerden? Auch in Hinblick auf das sich zunächst diffus andeutende und im Hintergrund schwebende Thema der häuslichen Gewalt?
    Freundschaft ist ein ganz zentrales Thema des Textes. Natürlich verändert sich Freundschaft ständig, und ich denke, es lohnt sich, da hinzuschauen, Freundschaften ernst zu nehmen als Quelle allen möglichen Glücks und Unglücks. Die Frau im Roman hat mit ihrer Freundin vielleicht ihren ersten richtigen Heartbreak erlebt und offenbar Spuren davongetragen. Gleichzeitig bleibt diese Freundschaft ihr Rettungsanker, sosehr sie sich auch verändert hat. Das klingt kitschig und ist es auch. Meiner Erfahrung nach ist es aber wirklich wahr, und wenn mir eines beim Schreiben von Grüne Welle wichtig war, dann, mich an meine Wahrheit heranzutrauen, sie nicht zu ironisieren. Den halbherzigen Zynismus habe ich auf die Frau ausgelagert, mir als Autorin habe ich ihn verwehrt, was teilweise durchaus beängstigend war.

    Grüne Welle
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    Grüne Welle

    Nach dem Kinobesuch mit ihrer besten Freundin setzt sich eine Frau in ihr Auto und fährt heim – bis eine Umleitung sie von ihrem Weg abbringt. Sie verpasst Ausfahrt um Ausfahrt, entfernt sich immer weiter von ihrem Zuhause, wo ihr Mann auf sie wartet. Nach einer ganzen Nacht und dem folgenden Tag wird klar: Vielleicht wäre es besser, wenn sie nie wieder zu ihm zurückkehren würde. Denn so unheimlich die Finsternis der Landstraßen und Tankstellen auch ist, die wahre Gefahr lauert dort auf sie.


    Hardcover Leinen
    208 Seiten
    erschienen am 25. Februar 2026

    978-3-257-07381-2
    € (D) 25.00 / sFr 34.00* / € (A) 25.70
    * unverb. Preisempfehlung
    Auch erhältlich als

     

    Esther Schüttpelz, geboren 1993 in Werne, studierte Jura in Münster und arbeitete als Rechtsanwältin, bevor sie freie Schriftstellerin wurde. Für ihren Roman Ohne mich wurde sie 2023 mit dem Debütpreis der lit.Cologne ausgezeichnet. Sie lebt im Münsterland.

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  • Literarische Aussaat: 4 Bücher, die zum Wachsen inspirieren

    Nach diesem eisigen Winter fallen die Sonnenstrahlen nun endlich stärker und länger, die Knospen öffnen sich, und die Erde lädt dazu ein, die ersten Samen zu streuen. 

    Wie im Garten, so im Kopf. In diesem Beitrag stellen wir vier Bücher vor, die das Thema Aussaat literarisch erforschen. Sie erzählen von Pflanzen, vom Warten auf den ersten Trieb, von Geduld und Hoffnung und nicht zuletzt vom Genießen. Ob zum Vorlesen, Schmökern oder einfach als Inspiration für den eigenen Garten: Diese Geschichten bringen die Magie des Frühlings direkt ins Wohnzimmer und inspirieren zum Wachsen auf dem Balkon, im Herzen und am Bauch.

    Foto von Tom Jur auf Unsplash

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  • »Können Sie mich sehen? Die Business Class im Homeoffice«

    In den letzten Jahren hat sich die Arbeitswelt rasant verändert: Angestellte möchten das geliebte Homeoffice nicht mehr missen, ihre Vorgesetzten bangen um ihre Geltungshoheit. Schon lange fragen sie nicht nur nach technischer Funktionalität, wenn Sie beim Online-Meeting in den Raum werfen: »Können Sie mich sehen?«  

    In zahlreichen neuen Geschichen widmet sich Martin Suter in Können Sie mich sehen. Die Businessclass im Homeoffice pointiert dem Biotop der High Performer und erzählt vom unumgänglichen Entgleiten ihrer coolen, unangestrengten Fassade vor dem Nichts – Ein Blick ins Buch.

    Foto: Joël Hunn
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