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Hugo Loetscher – 10. Todestag am 18.8.2019. Seine bisher unpublizierte Dissertation

Der Nachlass von Hugo Loetscher wird im Schweizerischen Literaturarchiv (SLA) in Bern aufbewahrt und erforscht. Aus Anlass seines zehnten Todestags stellt das SLA die bisher unpublizierte Dissertation von Hugo Loetscher online und somit der Forschung und der Öffentlichkeit zur Verfügung: Der Philosoph vor der Politik.

Foto via pixabay.com

Der Schweizer Schriftsteller Hugo Loetscher studierte an der Universität Zürich zunächst Germanistik und wechselte später, es waren die politisch bewegten Fünfziger Jahre, zur Philosophie, politischen Philosophie und Wirtschaftsgeschichte. Seine Dissertation von 1956 Der Philosoph vor der Politik: Ein Beitrag zur Politischen Philosophie (illustriert an der neueren Politischen Philosophie Frankreichs) war Frucht eines längeren Aufenthalts in Paris an der Sorbonne und seiner Auseinandersetzung mit Denkern wie Sartre und Camus. Doch zugleich bewies sich Hugo Loetscher darin als eigenständiger, essayistischer Denker, wie Jeroen Dewulf von der University of Berkeley, Kalifornien, in seiner lesenswerten Einleitung zur Dissertation schreibt: »Diese Abschlussarbeit (...) ist mehr als nur eine wissenschaftliche Arbeit, mit der ein Studium abgeschlossen wurde. Sie ist der Auftakt zu einer Auseinandersetzung über den Sinn eines Lebens als Schriftsteller, Denker, Intellektueller, die Loetscher ein Leben lang beschäftigen wird. Eine Auseinandersetzung auch, bei der man ohne Ironie nicht auskommt, als einer, wie Loetscher selber, der gerne die Welt hätte umarmen mögen trotz der Gewissheit, dass menschliche Arme dafür viel zu kurz sind.«

Unter dem folgenden Link sind sowohl Hugo Loetschers Dissertation als auch die lesenswerte Einleitung von Jeroen Dewulf zu finden:

Hugo Loetscher im Schweizerischen Literaturarchiv


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Hugo Loetscher – 10. Todestag am 18.8.2019. Das Ende seines letzten Buchs

»Aus einer ungefragten Welt eine gefragte machen.«

Heute vor zehn Jahren starb Hugo Loetscher, wenige Tage nachdem sein autobiographisches Buch War meine Zeit meine Zeit erschienen war. Er hatte ein druckfrisches Exemplar noch in Händen halten können. Lesen Sie den bewegenden, prophetischen Schluss von Hugo Loetschers letztem Buch.

Foto via pixabay.com

»Für mich jedenfalls gibt es den Himmel nicht mehr, in den einst meine Großmutter in einem Sarg aufgebrochen ist. Dorthin hat sich auch meine kleine Schwester begeben, die starb, bevor sie schulpflichtig war, und von der wir annahmen, dass sie die Sprache der Katzen beherrschte. Meine Mutter zeigte nach oben: Dort warten die beiden, dorthin werden auch wir gehen. Ob dort auch der Vater warten würde, blieb offen; er meinte, er würde lieber statt nach oben tief ins Glas schauen.

Wenn schon, lebten Großmutter, Schwester und Mutter in meinem Kopf oder in meinem Herzen; sie würden mit meinem Tod ein zweites Mal sterben. Man stirbt zwar einsam, aber nicht allein.

Wer und was nicht alles mitstirbt, wenn die tausenddreihundert Gramm Eiweiß meines Gehirns nicht weiterfunktionieren, wenn keine Windung mehr genutzt und kein Signal mehr durchgegeben wird, wenn es zwischen Nervenzellen zu keiner Verständigung mehr kommt, wenn die Schaltstellen ausgeschaltet sind und jede Rückkopplung überflüssig.

Ich habe mich manchmal gefragt, wo und bei wem und wann ich schon mitgestorben bin, welche Urnen und Gräber ich teile.

Und doch: Wenn es zutrifft, dass wir unser Fleisch und Blut dem Sternenstaub verdanken, warum nicht als Staub zu den Sternen zurückkehren – was sind für einen Toten schon ein paar Milliarden Jahre.

Mein Himmel beginnt bei einer Grenzhöhe von etwelchen hundert Kilometern, dort, wo die Erdenschwere ihr Gewicht verliert und der Mensch zu schweben anfängt, und wo ein Planet mehr als nur einen Mond hat. Wo sich ein Weltraum auftut, in dem sich auch Fixsterne bewegen. Eine feste Adresse hingegen haben Raumstationen mit Wohnmodulen, Laboren und Luftschleusen, so dass Frachter andocken und Personal ausgetauscht werden kann. Ein Universum mit Sonnensegeln und Radiowellen, die Wolkendecken durchdringen. Raketen, die Planeten umrunden, die neue Magnetfelder entdecken, und andere, die Weltraumschrott transportieren. Sonden, die der Erde Bilder über die Erde funken. Ein All, in dem Sterne explodieren und Galaxien kollidieren. Wo einst Engel ihre Botschaften austrugen, sind Satelliten unterwegs, als Antriebskraft nicht Flügel, sondern Trägerraketen und das Rückstoßprinzip. Ein Himmel auch, der nicht Sintfluten und Feuerregen schickt, sondern diese mit Hilfe eines Frühwarnsystems anzeigt, so rechtzeitig, dass Rettung möglich ist – statt Offenbarung Nachrichten.

Hugo Loetscher (Foto: © Sabine Dreher)

Statt des Himmels und seiner Paradiese tut sich mir das Reich der Credo-losen Poesie auf. Hier werden die Credos nicht gepredigt, sondern erzählt; denen, die dennoch predigen, fault der Zeigefinger ab.

Hier stützen noch immer Berge als Säulen das Firmament. Die tausendfachen Sterne sind Augen von Göttern. Hier kann man auf Wolken reiten. Ein Juwelier verkauft an der Milchstraße Perlen, aus echten Tränen gewonnen, aber er bietet auch Kunst- und Zuchttränen feil. Hier ist die Muschel zu sehen, aus der einst die Göttin der Liebe an Land stieg, auch der Schwingbesen, mit dem die Milch im Urmeer aufgewühlt wurde, und die Leier, bei deren Klang die Steine sich von allein zu einer Mauer fügen. Nicht nur Engel dürfen hier auf Jakobs Himmelsleiter hoch- und niedersteigen. In einem Windkanal fliegende Teppiche. Die Zeit geben Uhren an, denen nicht das Rädchen der Unruh zur Präzision verhilft; das Pochen von Herzen bringt die Zeiger in Umlauf. Zudem Sonnenuhren, die keinen Schatten kennen. Das ganze Jahr hindurch blühen Windrosen. Hierher kehren nach ihrer Wanderschaft durch gelehrte Köpfe Mythen zurück, viele abgezehrt und ausgenommen. Die meisten Pferde sind geflügelt, sie grasen an dem Fluss, der als einziger ein drittes Ufer hat. Hier führen die Schaukelpferde Rennen durch, und die Computer-Mäuse kriegen Junge, von denen einige als Schwänzchen einen Cursor haben. Am Baum der Erkenntnis wachsen birnengroße Phantasien.

Es bleibt die ungefragte Welt. Eine andere habe ich nicht. Würde ich sie aufgeben, ich hätte nichts unter meinen Füßen. Ich stünde im Bodenlosen, ich hätte nichts im Herzen und nichts im Kopf – alle sterblichen Momente von Glück und Verzweiflung würden selbst um ihre Vergänglichkeit gebracht.

Also will ich, dass es diese Welt gibt. Nicht zuletzt, weil ich will, dass es die gibt, die ich liebe. Auch wenn mir die Argumente zugunsten dieser Welt schwerfallen. Eines bleibt, sie zu lieben, da ich für die Liebe keiner Begründung bedarf – alle Ungeheuerlichkeiten und jeden Wahnsinn vor Augen, ertragbar dank einer Zuneigung, die unbelehrbar ist.

Es sind die Füße, die den Boden erfinden.

Aus einer ungefragten Welt eine gefragte machen.«

 

Aus: War meine Zeit meine Zeit

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Hugo Loetscher – 10. Todestag am 18.8.2019. Ein Gespräch mit Peter von Matt

Hugo Loetscher (Foto: © Sabine Dreher)

Wann haben Sie Hugo Loetscher kennengelernt?

Peter von Matt: Den Zeitpunkt weiß ich nicht mehr, aber den Ort sehe ich noch genau vor mir. Meine Frau und ich waren beim Diogenes Verleger Daniel Keel und seiner Frau Anna eingeladen, zusammen mit Hugo Loetscher. Die zwei Söhne waren noch halbwüchsig. Wir hatten Loetschers Schreiben von Anfang an verfolgt und freuten uns über die Begegnung. Mir fiel sofort die Geschwindigkeit seines Redens auf. Sie passte zu seiner Aufmerksamkeit für alles, was geschah, um ihn herum und in der ganzen Welt. Von daher stammte ja auch seine Begabung als Journalist. Im schnellen Reden war er das krasse Gegenteil zu seinem besten Freund, Friedrich Dürrenmatt. Dieser sprach noch langsamer, als es die Berner ohnehin schon tun, konnte dann aber nicht mehr aufhören. Hingegen glichen sich beide in ihrer Leibesfülle, die mit einer ebenso ausgeprägten Genussfähigkeit ursächlich zusammenhing.

Was war die Rolle, die Position Loetschers in der Schweizer Literatur?

Er gehörte zu jener Generation von Schweizer Schriftstellern, die unmittelbar nach dem internationalen Durchbruch von Frisch und Dürrenmatt (Stiller 1954, Der Besuch der alten Dame 1956) auftraten. Dazu zählten insbesondere Otto F. Walter, Walter Matthias Diggelmann und Jörg Steiner, auch die Lyrikerin Erika Burkart. Diese Jüngeren hatten einerseits die zwei Giganten vor der Nase, deren Ruhm mit Frischs Andorra (1961) und Dürrenmatts Die Physiker (1962) den absoluten Höhepunkt erreichte und schlechthin nicht zu übertreffen war; andererseits war die Schweiz damit zu einem leuchtenden Literaturland geworden, wie sie es seit mehr als einem halben Jahrhundert nicht mehr gewesen war. Das öffnete den neuen Talenten viele Türen. Loetscher war von dieser Generation der ausgeprägteste Intellektuelle, in Paris geschult, mit dem Modell von Sartre und Camus vor Augen. Er war auch am meisten von allen in den Medien präsent, als Essayist, Kritiker und ironischer Kommentator, scharfäugig und mit treffendem Witz. 

Welches Werk würden Sie besonders zum Lesen oder Wiederlesen empfehlen?

Besonderes Vergnügen machten mir die zwei locker erzählten Bände Der Waschküchenschlüssel, eine Reihe amüsant-frecher Auseinandersetzungen mit der alltäglichen Schweiz, und Die Fliege und die Suppe, eine glänzende Kollektion moderner Tierfabeln. Es sind dies sicher nicht seine ehrgeizigsten literarischen Unternehmen, aber sie zeugen von seiner artistischen Beweglichkeit. Man sieht daran, dass Hugo Loetscher das Schreiben selbst mehr vergnügt hat als der Gedanke an ein feierlich-unsterbliches Opus magnum. Unvergesslich ist für mich aber auch seine Erzählung Die Nachricht, von der kaum je gesprochen wird.

»Scharfäugig und mit treffendem Witz.«

Hugo Loetscher war der wahrscheinlich kosmopolitischste Schriftsteller der Schweiz, einer, der in seinem Leben und Werk in die ganze Welt, in alle Richtungen aufgebrochen ist. Hat er früher wahrgenommen als die meisten, wie vernetzt und globalisiert unsere Welt geworden ist?

Mit dem Superlativ muss man vorsichtig sein. Es gibt da noch allerlei andere Reisende, nicht zuletzt schreibende Frauen wie Annemarie Schwarzenbach oder Ella Maillart, auch Katharina von Arx, und unter den Männern insbesondere Blaise Cendrars. Ausfahrt und Heimkehr ist seit dem 18. Jahrhundert eines der produktivsten Erzählmuster der Schweizer Literatur. Insofern verkörpert Hugo Loetscher die eigenständige Variante eines vielfältigen Expeditionsdiskurses. Aber er gewinnt diesem reisenden Schreiben und schreibenden Reisen Spielformen ab, die es so noch nie gegeben hat. Ich denke etwa an das bewegende Buch Wunderwelt. Eine brasilianische Begegnung. Und an seiner heftigen Sehnsucht nach fernen Ländern und seiner Leidenschaft zu reisen ist nicht zu zweifeln. Dazu treiben ihn private Lockungen ebenso wie die politische und kulturelle Neugier. Und immer findet er neue Möglichkeiten der literarischen Verarbeitung. Er hat nie aufgehört, sein Publikum mit unerwarteten Themen und Techniken zu überraschen. Dies bewirkt, dass wir heute, wo der größte Teil seines Gesamtwerks jederzeit greifbar ist, vor einem Schatzhaus des vielfältigen Erzählens stehen.

Peter von Matt (Foto: © Yvonne Böhler)

Peter von Matt

Peter von Matt, geboren 1937 in Luzern, ist Literaturwissenschaftler und Autor zahlreicher Bücher (u.a. Verkommene Söhne, missratene Töchter. Familiendesaster in der Literatur; Die Intrige. Theorie und Praxis der Hinterlist; Sieben Küsse. Glück und Unglück in der Literatur). Bis 2002 war er Professor für Germanistik an der Universität Zürich.  Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt, der Akademie der Künste Berlin und der Sächsischen Akademie der Künste. 2012 wurde Peter von Matt für Das Kalb vor der Gotthardpost. Zur Literatur und Politik der Schweiz mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet. 2014 erhielt er den Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main. Er lebt bei Zürich.

Loetschers bekannteste Figur ist der Immune, der im Zentrum seiner Romane Der Immune und Die Papiere des Immunen steht. Was hat es mit dieser Immunität auf sich, die der Immune sich erarbeitet?

Der Begriff des Immunen ist bezeichnend für die Jahrgänge, zu denen Hugo Loetscher gehört. Dadurch unterscheiden sich die Autoren seiner Generation klar von den wenig später auftretenden »Achtundsechzigern«, welche die Siebzigerjahre weithin dominierten. Die kritischen Intellektuellen der Fünfziger- und Sechzigerjahre waren betonte Einzelgänger. Protestmärsche und Massenveranstaltungen waren für sie undenkbar. Das roch noch zu sehr nach den politischen Spektakeln der Nazizeit mit ihrem kollektiven Gebrüll. Erst die Studentenbewegung führte solches Treiben wieder ein. Für die engagierten Intellektuellen der Nachkriegszeit gab es damals die Bezeichnung »Nonkonformisten«, die heute leider vergessen ist. Sie verstanden sich als Selbstdenker, die sich den gesellschaftlichen und politischen Normen der Adenauerzeit nicht unterwarfen und gezielt daran Kritik übten. Loetschers Selbstdefinition als »Immuner« trifft genau auf diese Haltung zu, nur richtete sie sich 1975, als der Roman mit diesem Titel erschien, ebenso sehr gegen die Exzesse der Studentenbewegung und ihrer aggressiven Umzüge wie gegen die starren Normen der bürgerlichen Schweiz. Es ist bezeichnend, dass er im Auftakt des Buches gleich eine minuziöse Beschreibung des Pariser Studentenaufstands vom Mai 1968 gibt, den er miterlebt hatte. Er ist Augenzeuge, als das Théâtre de l’Odéon zum Zentrum der Rebellion erklärt wird, schaut dem Treiben im Theater zu, hellwach, aber ohne mitzumachen. Diese acht Seiten sind vielleicht die genauste Bestimmung dessen, was er unter dem Immunen versteht, also seiner eigenen Person. Er tritt in keine Kolonnen ein, ist aber scharfäugiger Beobachter, der reflektiert, was er sieht, und das Geschaute und Gedachte in eine genaue Prosa übersetzt. Hugo Loetscher ist und bleibt ein faszinierender Zeuge seiner Zeit.

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Eine Reise nach Czernowitz. Auf den Spuren den Sängers Joseph Schmidt, 1904–1942

Von Lukas Hartmann

Czernowitz heute. Foto via pixabay.com
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Lukas Hartmann im Interview zu seinem neuen Roman ›Der Sänger‹

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Benedict Wells im Gespräch mit Joey Goebel über sein neues Buch ›Irgendwann wird es gut‹

Auf der Suche nach einem Weg durchs Leben und nach dem einen Menschen, der ihn mit uns geht. Benedict Wells fragt, Joey Goebel antwortet.

Joey Goebel (Foto: © Regine Mosimann / Diogenes Verlag) und Benedict Wells (Foto: © Bogenberger / autorenfotos).
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Mancher Schatz bleibt besser unentdeckt. Neues von der Grande Dame des deutschen Krimis

Ein altes Bauernhaus, fünf junge Freunde, hehre Ideale, aber kein Geld. Bis plötzlich ein altes Säcklein mit wertvollen Goldmünzen auftaucht ... Ihren neuen Roman Goldschatz hat die 83-jährige Krimiautorin Ingrid Noll aus der Perspekteive einer jungen Studentin von heute geschrieben. »Erwachsenwerden war zu allen Zeiten schwierig«, sagt Ingrid Noll. Und auch dem Konsum abzuschwören, ist gar nicht so einfach, wie man vielleicht denkt ...

Foto: Renate Barth / © Diogenes Verlag
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»Die heutigen Paarbeziehungen müssen ständig neu austariert werden, und die Erwartungen sind oft unerfüllbar hoch.« Daniela Krien im Gespräch über ihren neuen Roman

In ihrem neuen Roman Die Liebe im Ernstfall erzählt Daniela Krien die Geschichte von fünf Frauen, deren Lebenslinien das Schicksal überkreuzt. Fünf Frauen, fünf verschiedene Lebensentwürfe – und die Erkenntnis, dass Freiheit nur eine andere Form von Zwang ist: der Zwang zu wählen.

Foto: Maurice Haas / © Diogenes Verlag
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Benedict Wells: Gestern ›Das Franchise‹ ... und morgen ›Yesterday‹?

Der Horrormoment eines jeden Künstlers: Jemand anders hatte genau die gleiche Idee! Monatelang zu einem Stoff recherchiert, diesen zu einem Plot gesponnen und sorgfältig wie mühevoll zu Papier gebracht. Und dann, kurz vor Erscheinen: ein anderes Buch, ein anderer Film zum exakt gleichen Thema, mit identischem Konflikt oder der gleichen historischen Hauptfigur. Handelt es sich hingegen nur um eine gewisse Ähnlichkeit, kann dies durchaus erheiternd sein. So erging es kürzlich Benedict Wells.

Foto: © Roger Eberhard
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