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  • Mit Samson durch das Kiew der frühen 1920er Jahre

    Kiew in den frühen 1920er-Jahren: eine Stadt im Umbruch, zerrissen zwischen Hoffnung, Gewalt und Absurdität. In seiner Krimiserie um den jungen Polizisten Samson lässt Andrej Kurkow die frühen Sowjetjahre aus ukrainischer Perspektive lebendig werden – grotesk, präzise recherchiert und von feinem Humor durchzogen. Mit dem dritten Band Samson und das Galizische Bad setzt Kurkow seine international gefeierte Reihe fort und erzählt von einer Zeit, deren Nachhall bis in unsere Gegenwart reicht.

    Foto: © Pako Mera / Opale / Bridgeman Images

    Andrej Kurkow schreibt nicht nur wunderbare Geschichten, sein eigenes Leben würde schon jetzt für einen ganzen Roman reichen. Kurkow wurde in St. Petersburg geboren und ist seit früher Kindheit in Kiew zu Hause. Dort studierte er Fremdsprachen, arbeitete als Zeitungsredakteur, Kameramann und während seines Militärdienstes sogar als Gefängniswärter. Spätestens seit seinem Roman Picknick auf dem Eis gilt Kurkow als einer der wichtigsten zeitgenössischen ukrainischen Autoren. Seine Bücher erscheinen in 45 Sprachen. Die britische Kritikerin Phoebe Taplin bezeichnet ihn »einen späten Bulgakow, einen ukrainischen Murakami«, Colin Freeman (Daily Telegraph) spricht von einem »postsowjetischen Kafka«.

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  • Post von Rainer Maria Rilke und Yevgeniy Breyger

    Im November 2025 erschien der Diogenes Modern Classics-Band Briefe an einen jungen Dichter / Briefe an eine junge Frau von Rainer Maria Rilke. 1903 wendet sich Franz Xaver Kappus ratsuchend an den kürzlich veröffentlichten Lyriker. Die zehn Briefe, mit denen Rilke im Verlauf der nächsten Jahre antwortet, haben Generationen von Menschen geprägt. Neben Stars wie Dustin Hoffman oder Lady Gaga mitunter auch den Lyriker, Übersetzer und Herausgeber Yevgeniy Breyger, von dem das Nachwort dieser Ausgabe stammt.

    Yevgeniy Breyger hat am Deutschen Literaturinstitut Leipzig gelehrt und in Hildesheim, an der Ruhr-Uni Bochum und an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Ein Auszug des Nachworts, in dem er feinfühlig appelliert:

    »Ich lasse es mir durch den Kopf gehen, versuche eine Ansprache: ›Rilke, mein Lieber‹, ›Lieber RMR‹, ›Rainer, Lieber, René‹. Es kommt mir keineswegs seltsam vor, nicht einmal weit hergeholt. Und ich frage mich, ob diese Radikalität im Denken und Schreiben, die ich den Studierenden des Literarischen Schreibens seit Jahren predige, nicht ihrerseits eine von ihm gelernte sein könnte. Klarheit. Aufmerksamkeit. Feinheit. Nehmt euch nicht ernst, aber nehmt die Sache todernst, die Kunst. Sich nicht zu schade sein, den Tod an den Ernst anzufügen, ihn anzuknoten und festzuschnüren.«

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  • Wir haben den Slow Horses, dem MI5, Diana Taverner und Jackson Lamb nachspioniert und keiner hat’s bemerkt

    Vor Kurzem ist der achte Band der gefeierten Slow Horses-Serie vom britischen Bestsellerautor Mick Herron auf Deutsch erschienen. In Bad Actors, übersetzt von Stefanie Schäfer, verschwindet eine wichtige Mitarbeiterin des Premierministers spurlos, und ausgerechnet Claude Whelan, ehemaliger MI5-Chef, soll sie finden. Doch die Spur führt ihn direkt zurück zum Hauptquartier im Regent’s Park und über Umwege natürlich auch zu Jackson Lamb.

    Foto von Adam Wilson auf Unsplash

    Zugegeben, wir haben als Erstes nicht den geheimdienstlichen Impuls empfunden, sogleich nach London zu verschwinden, haben weder Mantelkrägen nach oben geschlagen noch die Mütze tiefer ins Gesicht gezogen. Wir haben es uns – so wie’s Roddie Ho tun würde, oder RodBod, Rodster, RodMeister, Rodinator, Roderick beim Rod-eo – hinter dem Computer gemütlich gemacht und haben per Google Street View die üblichen Verdächtigen verfolgt. Dabei haben wir uns natürlich an den Sicherheitsabstand gehalten, der uns im Park eingetrichtert worden ist: weit genug weg, um abzutauchen, nah genug, um das Zielobjekt nicht zu verlieren. «Kapuze auf, Maske auf. Sorgfältig getarnt.»

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  • Interview mit Louise Brown: » Es sind oft die kleinsten Dinge, die uns in schwereren Zeiten wieder Lebensmut schenken.«

    Louise Brown weiß um die Flüchtigkeit des Glücks. Um ihm auf die Spur zu kommen, stellt sie sich eine Aufgabe: ein Jahr lang den Sinn zu schärfen für das Gute, das ihr in ihrem Alltag begegnet. Von ihren Erfahrungen berichtet sie in ihrem neuen Buch Zuversicht. Im Interview erzählt sie davon, was sie in dieser Zeit gelernt hat und was Zuversicht für sie bedeutet.

    Foto: © privat
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  • »Ich machte mir Notizen, weil ich etwas lernte, das für mich neu war.« – John Irving im Gespräch

    Mit Königin Esther schreibt John Irving eine hochaktuelle Geschichte, die ein ganzes Jahrhundert und drei Kontinente umspannt: Der angehende Schriftsteller Jimmy Winslow folgt den Spuren seiner leiblichen Mutter Esther Nacht von New Hampshire nach Wien. Was er erlebt, ist eine spektakuläre Achterbahnfahrt, wie sie nur das Leben in John Irvings Büchern schreiben kann – voller großer Gefühle, unglaublicher Wendungen und Figuren, die uns nicht mehr loslassen.

    Foto: © Katherine Holland

    Im Interview mit seinem Lektor Jon Karp von Simon & Schuster spricht der Autor unter anderen darüber, wieso er Dr. Wilbur Larch aus Gottes Werk und Teufels Beitrag einen Auftritt in seinem neusten Roman gibt, und berichtet davon, wie wichtig ihm die Recherche und die Details in seinen Büchern sind.

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  • Wir präsentieren – unsere neuen Modern Classics

    Im November sind vier neue Titel in unserer Modern Classics-Reihe erschienen:Die Gesetze von Connie Palmen, Bernhard Schlinks Der Vorleser, Männer machen Fehler von Ulrich Becher sowie Rainer Maria Rilkes Briefe an einen jungen Dichter / Briefe an eine junge Frau.

    Bei uns im Verlag findet man kaum ein Büro, in dem die wunderbare Neuausstattung unserer Klassiker nicht zu finden ist, und wir hoffen, euren Bücherregalen geht es genauso. Denn die sorgfältig gestalteten Neuausgaben erstrahlen nicht nur mit ihrem farbigem Einband und der glänzenden Folie, sondern sie wecken auch unsere Leselust nach Geschichten, die vor vielen Jahren geschrieben wurden und heute genauso neu und frisch sind wie damals.


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  • »Wir träumten von dem Tag, an dem er frei schwimmen würde.« – Auf Tauchgang mit Sy Montgomery

    Für die Recherche zu ihrem neuen, illustrierten Buch Tête-à-Tête mit einer Schildkröte ist die berühmte Naturforscherin Sy Montgomery wortwörtlich in die Welt der faszinierenden Urwesen eingetaucht. Bei ihrem Freiwilligendienst in der Turtle Rescue League lernt sie die ein oder andere Lektion in Sachen Durchhaltevermögen – Gefühle von Zeit, Relevanz und Zuversicht verändern sich in Anwesenheit der Tiere. Manche von ihnen werden zu geliebten Begleitern für Sy Montgomery, wie Fire Chief, die Schnappschildkröte im Bild, zum Beispiel. Inwiefern er der Autorin ein Vorbild ist, verrät sie hier im Gespräch.

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  • Happy Birthday Connie Palmen!

    Wir senden ganz herzliche Geburtstagsgrüße nach Amsterdam: Connie Palmen feiert heute ihren 70. Geburtstag. Bis heute sind von Connie Palmen elf Bücher bei Diogenes erschienen, für die sie zahlreiche Auszeichnungen erhielt. So wurde sie 1995 für den Roman Die Freundschaft mit dem renommierten AKO-Literaturpreis geehrt und erhielt 2016 den Libris-Literaturpreis für Du sagst es. Letzte Woche erschien ihr Erstlingswerk Die Gesetze in neuer Aufmachung in der Modern Classics-Reihe.

    Foto: © Annaleen Louwes
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  • Auf Spurensuche in der eigenen Familiengeschichte – Christoph Poschenrieder im Interview

    Ein hinterlassenes Manuskript machte Christoph Poschenrieder neugierig. Es endet mitten im Satz, mitten in der Geschichte, und gibt Einblicke ins Leben seiner beiden Großtanten Hedwig und Marie. Lange suchte der Autor für seinen neuen Roman in alten Dokumenten und Fotos – und stieß schließlich auf das Geheimnis rund um Hedwigs Verschwinden. Hier berichtet er, wie es ist, Weltgeschichte in der eigenen Familie zu erleben, und welche Fragen auch nach der gründlichen Recherche zum Buch Fräulein Hedwig noch offenbleiben.

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