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Der epochale Winter
Zeitgemäße Betrachtungen
Ein philosophisch-poetischer Rundgang durch die Literatur der ökologischen Bewegung und einige Überlegungen zu einer Antwort auf die Frage ›Was heißt Umdenken?‹. Ein philosophisches, politisches, musikalisches und poetisches Buch, traurig, aber nicht pessimistisch, heiter, aber nicht optimistisch, knollig, aber nicht knallig.
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Um den Hintergründen der ökologischen Weltkatastrophe, des »epochalen Winters«, nachzugehen, unternimmt der Psychiater und Daseinsanalytiker Padrutt in seinem neuen Buch im doppelten Sinn eine Frühlingsreise: eine Reise im Frühling zu den Ruinen von Elea, wo der vorsokratische Denker Parmenides um 500 v. Chr. lebte, und einen Gang durch die europäische Philosophiegeschichte zurück bis zu Parmenides, der unaufällig, aber beherrschend, an ihrem frühen Eingang steht. Mit seiner genauen und gleichzeitig sehr poetischen Neuübersetzung von Parmenides' Gedicht ›Über die Natur‹ gelingt es Padrutt, die Gedanken dieses Gedichts für unsere heutige Weltsituation fruchtbar zu machen. Padrutts Parmenides ist eine unheimliche Schlüsselfigur: Unfreiwilliger Wegbereiter des Fortschritts in die Wissenschaft und damit in die moderne Technik und zugleich unerhörter, missverstandener Warner vor einem solchen Weg. Ein fiktiver Dialog zwischen einer Genforscherin, einer Ärztin, einem Politiker und einem geheimnisvollen »Fremden aus Elea« konfrontiert das Denken des Parmenides mit der Rastlosigkeit des modernen »autonomen Mobilismus« und mit der wissenschaftlichen Bewegungsentfesselung – über Galileis »Eppure si muove« (Und sie bewegt sich doch) zum »Raumschiff Erde« und zum bizarren Tanz der Austauschteilchen aller physikalischen Kräfte. Mit seinem Buch leistet Padrutt einen wichtigen Beitrag zu einer »anti-kopernikanischen Revolution«, zu einem nicht inquisitorisch-fundamentalistisch gemeinten »Eppure non si muove«: Und sie, unsere Erde, bewegt sich doch nicht.
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Taschenbuch, 400 Seiten
erschienen am 27. März 1990

978-3-257-21845-9
€ (D) 15.00 / sFr 20.00* / € (A) 15.50
* unverb. Preisempfehlung
Hanspeter
Padrutt
Geboren am 8.1.1939 in Zürich. Neben seinem Medizinstudium in Wien und Zürich war er Taxifahrer. Seit 1975 jedoch lebt Hanspeter Padrutt autofrei, und 1977 schrieb er wutentbrannt das Pamphlet ›Die Auto-Pest‹. Ausgehend von der »Winterreise« Franz Schuberts und Wilhelm Müllers setzte der Psychiater und Psychotherapeut sich dann, weniger zornig und grundsätzlicher, in ›Der epochale Winter‹ mit den geistigen Hintergründen des ökologischen Weltnotstands auseinander. Lange Zeit befaßte sich Padrutt, »einer der ganz seltenen Universalisten unserer Zeit« (Prof. Gerhart Bruckmann vom Club of Rome), mit den Gedichtfragmenten des Vorsokratikers Parmenides. Dabei entstand ›Und sie bewegt sich doch nicht‹, ein provozierender philosophischer Reisebericht mit Neuübersetzung und überraschender Auslegung dieser Fragmente für unsere von kalter Technik gekennzeichnete Epoche.
Foto: Archiv Diogenes Verlag

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