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Das Gewissen

Das Gewissen

Aus dem Niederländischen von Hanni Ehlers
Sie sieht ihn zum ersten Mal an der Universität: Er ist wie sie jüdischer Abstammung, beide Familien haben traumatische Kriegserinnerungen, sie erkennt in ihm ihren Seelenverwandten. Mit aller Wucht schmeißt sich die junge Edna in die Katastrophe einer Liebe, die sie für die ihres Lebens hält. Ein bewegendes Buch über eine Frau, die erst lernen muß, ihr Leben und Lieben in die richtige Bahn zu lenken.
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»Wenn ich ihn trotzdem wolle, um jeden Preis? Tja, dann müsse ich ihn an mich binden. Was bedeutete das? Was für einen Leim gab es dafür? Dieser seltsame Glanz in ihren Augen, als sie das sagte. Als wisse sie etwas, das ich nicht wusste und von dem sie auch hoffte, dass ich es nicht wusste. Ein unheimliches, wissendes Frauenlächeln, das war es. Ich hätte mich umbringen können, dass ich ihr überhaupt etwas anvertraut hatte.« Die intimen Bekenntnisse der zwanzigjährigen Edna Mauskopf, die eine allzu große, verwirrende Liebe zu ihrem Kommilitonen Samuel empfindet. Samuel, wie Edna jüdischer Abstammung – beider Eltern haben traumatische Kriegserinnerungen –, ist nicht nur die Liebe ihres Lebens, er ist ein Seelenverwandter. ›Das Gewissen‹ ist ihre und auch seine Geschichte. Edna wird sich zum Schluss von Samuel freischreiben und damit von einer exzessiven Liebe in all ihrer Tragik, einer Suche nach Erfüllung und Erlösung, herzzerreißend und todkomisch zugleich, denn Edna ist nicht zuletzt eine Meisterin im Aufspüren von Peinlichkeiten. Ein kühnes, ungewöhnliches Buch über eine junge Generation, die, glücklich und verwöhnt, darunter leidet, keine Besessenheiten mehr empfinden und keine Tatkraft entwickeln zu können, die jedoch intensiv mit den Schatten und Ängsten der Eltern gelebt hat.

Taschenbuch
368 Seiten
erschienen am 01. September 2001

978-3-257-23278-3
€ (D) 12.00 / sFr 16.00* / € (A) 12.40
* unverb. Preisempfehlung