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Das Herz des kleinen Jägers
Aus dem Englischen von Leonharda Gescher
Tief im Herzen Afrikas leben verstreut in den unendlichen Weiten der Kalahari-Wüste die letzten Buschmänner. Von ihrer Kultur und ihren Träumen erzählt Laurens van der Post in den glühenden Farben Afrikas.
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»Das Herz des kleinen Jägers‹ ist die Fortsetzung jener außergewöhnlichen Reise, die in der ›Verlorenen Welt der Kalahari‹ begann. Noch einmal beschwört Laurens van der Post die Wüste und ihre Kinder herauf, nun aber bereichert um die Dimension ihrer geistigen Welt. In den Erzählungen der Buschmänner, ihren Sagen, ihren Legenden findet Laurens van der Post die uralten Schöpfungsmythen wieder. Das Tier besitzt in der Anschauung des Buschmanns mythische Kräfte, es ist eine ›Person des frühen Geschlechts‹, und er selbst hat am Tierleben innigen Anteil. Die ganze Schöpfungsgeschichte konzentriert sich in dem geheimnisvollen Insektengott Mantis und seiner erstaunlichen Familie, die vom Regenbogen bis zum Alles-Verzehrer, dem Titan einer neuen Götterwelt, reicht. Laurens van der Post weiß die großartige Bilderwelt behutsam zu deuten. So findet er auch den Schlüssel zum Geist der Landschaft in den Mythen der Buschmänner: Sonne, Wind und Regen sind nichts als Verwandlungen der menschlichen Seele, und so wird begreiflich, dass ein Buschmannkind einen Stern zum Paten haben kann. Was aber das Buch bedeutend macht, ist der ständige Bezug auf die Situation des modernen Menschen, ist die Konfrontation des ungeborenen Ichs mit einem ursprungsnahen Menschenbild von unversehrter Heilkraft, die Konfrontation zweier Kulturen.
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Taschenbuch, 352 Seiten
erschienen am 29. September 1995

978-3-257-22821-2
€ (D) 12.00 / sFr 16.00* / € (A) 12.40
* unverb. Preisempfehlung

Pressezitate

Christoph Egger
Neue Zürcher Zeitung
»Eine faszinierende Ergründung der Buschmann-Mythologie.«
Laurens van der
Post
Laurens van der Post wurde 1906 in Philippolis (Südafrika) geboren, er starb 1996. Er war Offizier, Forschungsreisender, Völkerkundler, Filmproduzent, doch vor allem Schriftsteller. Er diente mit Auszeichnung für die britische Armee im Zweiten Weltkrieg in Abessinien, Nordafrika und Indonesien, wo er vier Jahre in japanischer Kriegsgefangenschaft verbrachte. Seit 1949 nahm er an zahlreichen Expeditionen in unbekannte Gebiete Afrikas teil. Seine Reise in die Kalahari-Wüste bildete dabei die Grundlage zu seinem wohl bekanntesten Film und Buch ›Die verlorene Welt der Kalahari‹. Nebst seinen afrikanischen Schriften veröffentlichte van der Post auch Werke über Japan und Rußland sowie ein Buch über den Psychoanalytiker C. G. Jung, mit dem er eng befreundet war 1980 wurde er in den Adelsstand erhoben, und 1982 erwählte man ihn zum Paten des Prinzen William, Sohn von Prinz Charles und Lady Diana. Als Südafrikas Präsident De Klerk das Ende der Apartheidpolitik verkündete, meinte ein Mitglied der Regierungsdelegation: »Wir stünden heute nicht hier, wenn hinter der Bühne nicht 40 Jahre lang ein Dialog zwischen Laurens van der Post und den besten unserer Führer stattgefunden hätte.« Van der Post war der erste südafrikanische Schriftsteller, der den Rassismus attackierte.
Foto: © Christoph Egger

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